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Schnitzlertalalpe (1440 m) Wertacher Hörnle

Aussicht auf dem Weg zur Schnitzlertalalpe.Armin Kübelbeck

Auffahrten

Von quälix – Als Startpunkt für die Tour zur Schnitzlertalalpe wurde Agathazell, ein Vorort von Burgberg gewählt. Das gibt der Strecke einige Höhenmeter und Streckenkilometer mehr und führt durch eine der schönsten Landschaften Deutschlands: den Oberallgäu. Burgberg hat zusammen mit seinen Ortsteilen 3.300 Einwohner.
Weitere Infos über Agathazell und die Umgebung gibt es bei oa-aktuell.de.

Anfahrt zum Ausgangspunkt

Agathazell liegt knapp 5 km nördlich von Sonthofen, am Fuße des 1738 m hohen "Wächters des Allgäu", dem Grünten. Als Startpunkt wurde der Ortsausgang in Richtung Rettenberg gewählt.

Die technischen Daten

Die Strecke ist im Vergleich zu den anderen, bisher beschriebenen Allgäu Touren mit 16,1 km relativ lang. Der Starpunkt liegt auf 730 m, die Schnitzlertalalpe auf 1440 m über dem Meeresspiegel. Rechnerisch ergibt sich dabei eine Höhendifferenz von 710 m. Faktisch sind ca. 40 Höhenmeter mehr zu bewältigen, da einige relativ kurze Abschnitte bergab führen. Es ergeben sich somit 4,4 bzw. 4,7 % mittlere Steigung. Die höchsten Steigungswerte liegen bei 12 % auf einigen hundert Metern. An einer Stelle sind auch mal kurz 16 % Steigung zu überwinden.
Die Straßen sind in einem ausgezeichneten Zustand. Durchgängig geteert.
Etwas zur empfohlenen Übersetzung:
Ich bin die Tour mit meinem alten Stahlrahmen und einer genauso alten 6-fach Campa (42/24) problemlos gefahren. Kein Vergleich also zu den Touren Grüntenhütte, Hirschalpe und Ochsenbergalpe. In den Genuss der Triple-Schaltung (30/25) am 1100 g leichten Giant TCR Team Rahmen kam diesmal meine 12 jährige Tochter, die mit mir die Strecke abfuhr. Ist ja schließlich auch ihr Rad.

Beschreibung

Vom Startpunkt aus fährt man zunächst in Richtung Rettenbach. Es geht auf einer relativ wenig befahrenen, parallel zur B 19 verlaufenden, Straße die ersten ca. 1000 m recht flach voran bis zu einem Verkehrskreisel. Vor dem Kreisel auf den rechts nach Rettenberg führenden Radweg fahren. Der Radweg verläuft neben der Straße Immenstadt - Wertach - Nesselwang und sollte wirklich genutzt werden. Die Radwege im Allgäu unterscheiden sich erheblich von dem was ich aus meiner Heimat so kenne (und deshalb fast immer meide):
  • glatte Oberfläche (keine Wellen, Dellen oder Schlaglöcher)
  • saubere Fahrbahn (keine Glassplitter oder ähnliche Nettigkeiten)
  • weniger Deppen auf dem Radweg

  • Das ganze Allgäuer Radnetz kann ich nur als sehr vorbildlich beschreiben. Also bitte auch nutzen. Es dient der eigenen Sicherheit.

    Hinter dem Kreisel geht es zunächst flach weiter, bis einige hundert Meter vor dem Ortseingang von Rettenberg (ja, das südlichste Brauereidorf Deutschlands, mit der Bierkönigin) die erste Steigung beginnt. Im Ort endet dann auch der schöne Radweg, der aber am Ortsende wieder befahren werden kann. Es sind nur ca. 700 m die man bei 7 % mittlerer Steigung durch den Ort bis zum Ortsende zu bewältigen hat. Hinter dem Ort geht es bis Kranzegg leicht hügelig weiter. Kurz vor Kranzegg könnte man rechts abbiegen und einen kurzen Ausflug zur Grüntenhütte wagen - für alle mit überschüssigen Kräften. Relativ flach geht es durch Kranzegg. Leider endet der schöne Radweg hier nun endgültig.
    Am Ortsende von Kranzegg steht die nächste ernsthaftere Steigung an. Die nächsten 2,5 km bieten 6,1 % mittlere Steigung mit Spitzenwerten um die 8 %. Sehr gleichmäßig geht es an der rechten Hangseite eine lange, nicht enden wollende Rampe hinauf. Die ist zwar nicht schwer, aber sehr langweilig. Zur Entschädigung kommen aber am Ende der Rampe zwei wunderschöne Serpentinen. Hinter den Serpentinen steigt es noch ein bisschen weiter an, bis sich der Höhenmesser so um die 1000 m einpendelt. Mit leichten Kurven und etwas auf und ab erreicht man knapp 3 km hinter den Serpentinen den Parkplatz Großer Wald.
    Die Abzweigung ist beschildert und die Straße geht nach rechts ab. Über den recht großen Parkplatz geht es zunächst flach weiter. Hinter der meist offenen Mautschranke - die Maut (natürlich nur für Kfz) ist in einem Geschäft in Wertach zu entrichten - geht es auf 600 m mit 7,9 % Steigung nach oben. An der Abzweigung zu den Alpen Metzeberg und Burger-Schläg geradeaus weiterfahren und die Alpen rechts liegen lassen. Die Wiesen werden verlassen und der Große Wald beginnt nur wirklich. Er wird erst ca. 500 m vor der Schnitzlertalalpe wieder verlassen.
    Kurz hinter der Abzweigung geht es erst einmal für 500 m bergab, wobei 23 erarbeitete Höhenmeter verloren gehen. Auch die nächste Abzweigung rechts liegen lassen. Dort geht es zum Waldspielplatz (Tipp: Fußkranke und Radunwillige dort "zwischenparken"). An der nächsten Gabelung wieder links halten und der Beschilderung "Schnitzlertalalpe" folgen (rechts geht es ab in Richtung Dreiangelhütte und Hintere Kölle). Nun nimmt auch die Steigung der Straße wieder deutlich zu: 10,0 % mittlere Steigung auf den nächsten 900 m, die an der wild rauschenden Wertacher Starzlach entlang führen. Es ist mit das schwierigste Stück dieser Strecke, auf dem 400 m langen fast kerzengeraden Mittelstück sind 12 %, mit einem Spitzenwert von 16 % zu bewältigen.
    Ein daran anschließender Abschnitt von 400 m mit nur 6 % kannzur Regeneration genutzt werden. An der nächsten Kreuzung der Beschilderung folgen und rechts abbiegen. Es folgt wieder ein kurzer Abschnitt von knapp 500 m mit 9,5 %. Die Straße führt jetzt über eine sehr langgestreckte Kurve in Richtung der Alpe. Eine Passage von 700 m Länge mit nur knapp 6 % wird durch eine kurze giftige Steigung von 400 m Länge mit 9,5 %, in der Spitze ca. 12 %, beendet. Ein 300 m langes, vierprozentiges Flachstück läutet den letzten Kilometer ein. Der führt aus dem Wald heraus über Wiesen, von wo man nun auch endlich das Ziel der Tour auf der rechten Seite erkennen kann. Dieser letzte Kilometer mit 10,6 % Steigung kostet noch mal richtig Kraft. Den Weiderost mit Vorsicht überfahren. Danach könnten einige Vierbeiner und deren Hinterlassenschaften die Weiterfahrt etwas behindern.
    In einer Rechtskurve wird dann der höchste Punkt der Strecke erreicht. Die Hütte liegt 150 m hinter diesem Punkt, 13 Höhenmeter tiefer. Auf dem Parkplatz vor der Hütte stehen dann die Fahrzeuge deren Besitzer 5 EUR Maut für die Fahrt zur Schnitzlertalalpe bezahlen durften.

    Auf der Schnitzlertalalpe kann man sich nun entweder eine Brotzeit gönnen oder meinen Bike&Hike Tipp befolgen:
    Fahrrad auf der Alpe "parken" und die 30-45 min Zeit zum Gipfel des Wertacher Hörnle (1695 m) investieren. Super Aussicht, schöner Weg und Gipfelkreuz mit Gipfelbuch gibt es auch. Die Brotzeit schmeckt danach noch besser.

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