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Schuders (1302 m)

Alpen, Rätische Alpen, Prättigau, Graubünden.
Salginatobelbruecke.
Der Ausgangspunkt dieser Auffahrt ist Schiers im Prättigau. Schiers ist der zweite größere Ort zwischen Grüsch und Jenaz noch weit unten im Tal. Benutzt man die schönen Radwege und Nebenstraßen, so kommt man automatisch durch Schiers hindurch, nur die Hauptstraße B28 führt etwas unterhalb am Dorf vorbei.
Zielpunkt dieser Stichstraße ist die kleine Ansiedlung Schuders auf 1272 m Höhe am Eingang des Talkessels von Drusenfluh und Sulzfluh idyllisch gelegen, der Asphalt endet auf ca. 1300 m. Ab hier führt eine recht gut zu fahrende Erd-/Schotterstraße, die in grauer Vorzeit auch befestigt war (den Asphaltresten nach zu urteilen) um den ganzen Talkessel herum bis an die Hänge der Drusenfluh. Laut Karte dauert es jedoch noch viele Kilometer mit nur geringem Höhengewinn, bis man das Ende erreicht, so dass es für den Rennradler nicht unbedingt ein lohnenswerter Ausflug sein muss – im ersten Teil ist die Straße aber ganz gut zu fahren, zumindest bergauf.
Zwischen Schiers und Schuders liegt mit der 1930 fertiggestellten Salginatobelbrücke eines der 30 offiziell gekürten wichtigsten Ingenieurbauwerke der Welt, ein world monument. In einem kleinen Seitental Graubündens rechnet man nicht unbedingt mit solch bedeutenden Bauten, und doch steht die Brücke zurecht neben weltbekannten Konstruktionen wie dem Eiffelturm oder der Londoner Untergrundbahn, aus Beton kann man schon schöne Dinge machen.
Diese Brücke war auch der Grund des Besuchs dieser Straße, die ca. 600 Hm klangen nicht so verlockend, was sich als großer Irrtum herausgestellt hat. Wenn diese Straße ansteigt, dann tut sie das Prättigau-typisch meist über 10 %, und nach dem Tobel dazuhin noch in einem spektakulären Top-Serpentinenhang mit 19 Kehren auf 2,5 km. Das ist vom Allerfeinsten, und als Krönung werden ganz oben die 20 % auch noch erreicht.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südwestauffahrt von Schiers8 km632 HmSchön: 5 SterneHart: 4 Sterne

Südwestauffahrt von Schiers  8 km / 632 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südwestauffahrt von Schiers
Der Startpunkt ist in Schiers auf ca. 670 m Höhe und leicht zu finden, einfach der Ausschilderung zur Salginatobelbrücke bzw. Schuders folgen.
Wie hier üblich, geht es sofort richtig los, und die ersten 1,6 km sind bei meist 8 bis 12 % schon recht steil und mit einigen Serpentinen auf der zweispurigen Straße trotzdem schön zu fahren. Danach folgen zwei flache Kilometer vorbei an Pusserein in Richtung des Tobels. Ein kleiner Aussichtspunkt gibt uns dann die Möglichkeit, die Brücke von etwas weiter weg zu beobachten, bevor die Straße direkt darüber führt. Auf beiden Seiten hat es natürlich ausreichend Info-Tafeln über die Entstehung des Bauwerks. In der Mitte sollte man einen kurzen Blick nach unten riskieren, die Höhe ist mit gut 90 m zwar nicht extrem, aber es geht trotzdem tief nach unten.
Nach der Brücke steigt die Straße dann wieder an, und jetzt sollte man nochmal die Kräfte sammeln, denn nach wenigen hundert Metern gibt es keine einstelligen Prozente mehr. Bis oben wird es nun die nächsten ca. 2,5 km und 320 Hm allmählich immer noch steiler, bei der Streckenführung ist es aber eine relativ angenehme Quälerei.
Zunächst durchfahren wir zwei Kehren bei ca. 10–12 %, die folgende längere Gerade hält die Steigung und führt zu drei kurzen Kehren und dann an hoher Mauer entlang zurück zum Ende des Bergrückens. Noch drei weitere Kehren, und die Straße legt mal zwei Prozentpunkte zu, bevor das letzte gerade Stück zum Schlussteil führt. Auf diesem letzten Kilometer sind noch 11 enge Serpentinen zu durchfahren, und das Sträßchen gibt nochmal alles, 14 %, 16 %, 18 %, 20 %, jede Kehre ist noch steiler. Erst mit Verlassen des Waldes sind die letzten Serpentinen bei 8–12 % fast schon wieder einfach, und die Straße wird auf nun ca. 1225 m Höhe wieder flach.
Die letzten paar Höhenmeter bis Schuders sind dann aber natürlich nicht gleichmäßig, sondern auf zwei kurze steilere Rampen verteilt, nach den bisherigen Strapazen ist das aber ein Klacks. Im Ort gibt es zwei herrlich erfrischende Brunnen und auch eine Gaststätte.
Der asphaltierte Teil endet etwas hinter Schuders auf ca. 1302 m, wer möchte kann dann auf der Erd-/Schotterstraße sein Glück versuchen. Der Autor selbst hat nach ca. 2 km aber keinen Grund zur Weiterfahrt gefunden und umgedreht, aber wer weiß, was noch folgen würde...
Zurück im Tal dann weiter zu einer der weiteren zahlreichen Sackgassen des Prättigaus wie z.B. zum Stelserberg, zum Fideriser Heuberg, zum Furnerberg oder nach Partnun, die alle gleich um die Ecke liegen.
Für die Beschreibung danken wir stb72 Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
stb72 Mail an Absenderohne Zeit29.06.2008
Uwe Mail an Absenderohne Zeit05.07.2008
bergschwabe Mail an Absenderohne Zeit26.07.2009
Benni Mail an Absenderohne Zeit05.07.2008