Schwarzriegel (1079 m)

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Schwarzriegel (1079 m)
Hoher Bogen

Böhmerwald, Bayerischer Wald, Bayern.
Blick auf das westliche Ende des Kaitersberg-Kamm.
Das nördliche Ende des Bayerischen Waldes wird gebildet von einem Höhenzug namens Hoher Bogen. Dieser Hohe Bogen liegt etwas separiert von dem Rest des Bayerischen Waldes. Nach Süden hin ist er durch den Westteil des Lamer Winkels von dem Kamm des Kaitersberges getrennt, nach Westen hin fällt er in die Cham-Further-Senke ab, die den Übergang zum Oberpfälzer Wald markiert und nach Norden gibt es durch die „Tieffläche“ um Neukirchen beim Heiligen Blut herum eine Abgrenzung vom tschechischen Teil des Böhmerwalds. Nur nach Osten ist eine Verbindung vorhanden: Dort geht der Hohe Bogen über in das Künische Gebirge, auf dessen Kamm die deutsch-tschechische Grenzlinie verläuft.
Der höchste Punkt des Hohen Bogens ist der Schwarzriegel, der dank der klotzigen Türme auf seinem Gipfel von Weitem zu sehen ist. Einer der Türme ist ein Fernmeldeturm, die anderen sind Teil eines 2004 geschlossenen Horchpostens der NATO, der von amerikanischen und französischen Spezialisten besetzt war. Damals war man generell an den Aktivitäten im Osten und speziell an denen auf dem nicht weit entfernten Čerchov interessiert. Wobei das Interesse natürlich auf Gegenseitigkeit beruhte…
Schaut man von Norden oder Westen zum Hohen Bogen, fällt eine weitere, kleinere Sendeanlage ins Auge. Diese hat aber nichts mit dem Schwarzriegel zu tun, sondern steht auf dem Burgstall (976 m Höhe), dem westlichsten Gipfel des Hohen Bogen.

Heutzutage tut sich einiges um den Schwarzriegel herum. An der Nordflanke des benachbarten Ahornriegels (1050 m Höhe) gibt es ein Skigebiet inklusive Skilift, weiter unten ein Sport- und Freizeitzentrum, im Bergwald versteckt liegen verschiedene Ausflugslokale.
Was hat das alles mit dem Radfahren zu tun? Nun, dank der Anlagen auf dem Schwarzriegel führt eine schmale, aber perfekt asphaltierte Straße auf seinen Gipfel. Der Weg dort hoch ist extrem unrhythmisch und weist neben einem langen Flachstück auch eine längere Rampe auf, deren zentraler Teil einen Kilometer mit einem Schnitt von 14 % Steigung verbirgt. Möglicherweise ist dies der steilste asphaltierte Kilometer im Bereich Böhmerwald/Bayerischer Wald. Für bekennende Steilwandhelden ist der Schwarzriegel also einen Abstecher wert, wenn man mal in der Gegend ist. Der Autor der Beschreibung hat bei seinem Besuch übrigens eine Anzahl von anderen Radlern dort angetroffen, die wie selbstverständlich ihre Gefährte das Steilstück hochschoben, um auf dem sich anschließenden flachen Teil den Anblick des damals in ausdrucksvollen Herbstfarben prunkenden Bergwalds zu genießen.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Stichstraße von Madersdorf7,7 km507 HmSchön: 4 SterneHart: 4 Sterne

Stichstraße von Madersdorf  7,7 km / 507 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Stichstraße von Madersdorf
Die Stichstraße zum Schwarzriegel biegt auf Höhe des winzigen Ortes Madersdorf, der am Westrand des Hohen Bogen oberhalb der Cham-Further-Senke liegt, von der Staatsstraße 2140 ab. Man könnte Madersdorf als Kulminationspunkt einer Passstraße sehen, weil die obengenannte Staatsstraße sowohl von Norden als auch von Süden her nach Madersdorf ansteigt. Was logischerweise zur Folge hat, dass man, egal aus welcher Richtung man kommt, bis zum Schwarzriegel hoch mehr als die erwähnten etwas über 500 Hm absolviert. Als eigentliche Auffahrt ist aber im folgenden nur die Stichstraße beschrieben.
Auf dem ersten Kilometer führt die in sehr gutem Zustand befindliche Straße mäßig ansteigend an ein paar Wiesen und einem Aussiedlerhof vorbei. Den Burgstall sieht man links von sich, später dann auch rechts die Anlagen auf dem Schwarzriegel. Besonders lange kann man sich am ländlichen Ambiente jedoch nicht erfreuen, denn die Straße verschwindet in einem dichten Wald, der den oberen Teil des Hohen Bogen fast vollständig bedeckt.
Nach ungefähr zwei Kilometern biegt nach rechts ein Waldweg ab; hinter diesem Abzweig steht ein Schild, auf dem die schöne Zahl 19 prangt, versehen mit einem Prozentzeichen. Dort beginnt nun das formidable, über ein Kilometer lange Steilstück. Die Maximalsteigung dürfte um die 20 % liegen, so dass das Schild nicht übertreibt. Was den Straßenbauer veranlaßt hat, diese Rampe an den Berghang zu applizieren, ist schwer nachzuvollziehen; hinter dem Steilstück nimmt sich die Straße deutlich zurück und wird zu einem drei Kilometer langen Mehr-oder-Weniger-Flachstück, auf dem man sogar zeitweise ein wenig abwärts rollt. Da fragt man sich doch, ob die Straßensteigung nicht etwas gleichmäßiger hätte gestaltet werden können…
Erwähnt werden will noch, dass am Ende des Steilstücks rechts ein Waldparkplatz liegt und links ein Forsthaus auf einer Lichtung steht. Vermutlich führt ein Weg am Forsthaus vorbei auf den Burgstall, aber der ist sowieso nur für Mountainbiker, Wanderer oder den Förster von Interesse.
Auf dem Flachstück, auf dem sich die Straße weiter am Südhang des Hohen Bogen entlangschlängelt, hat man durch die Baumlücken hindurch immer wieder schöne Momentaufnahmen des Kaitersbergs und des westlichen Endes des Lamer Winkel tief unten. Beim Besuch des Autors Anfang Oktober 2010 hatte sich der Bergwald in flammende Herbstfarben gekleidet, was den Ausschlag für die Bewertung mit vier Schönheitspunkten gab.
Auf dem siebten Kilometer wird es wieder deutlich steiler. Die Straße legt nun unterhalb des Gipfels des Schwarzriegels eine halbe Pirouette hin und verläuft auf dem letzten halben Kilometer in die entgegengesetzte Richtung. Sie macht also tatsächlich einen Bogen am Hohen Bogen, wenn man so will. Kurz vor Schluß biegt nach rechts ein Weg zu einem Berggasthaus ab. Die letzten Meter vor den imposanten Türmen auf dem Gipfel sind noch einmal richtig steil, dann hat man es geschafft und kann sich in aller Ruhe den Relikten des Kalten Krieges widmen.
Für die Beschreibung danken wir AP Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.19LiveStrong86 Mail an Absender0 h 40 m 15 s27.03.2011
2.bayerwaldradler Mail an Absender0 h 50 m 00 s04.08.2011
OHL Flüchtling Mail an Absender0 h 50 m 00 s04.08.2011
elloco Mail an Absenderohne Zeit03.10.2011