Schwarzsohl (473 m)

netzathleten

Schwarzsohl (473 m)

Pfälzerwald, Rheinland-Pfalz.
Auf den breiten Bergrücken des Pfälzerwaldes existieren zahlreiche flache Mulden, in denen sich das Regenwasser sammelt und in denen sich das Wild suhlt. Der Ausdruck Sohl kommt also von Suhle. Das Waldhaus Schwarzsohl oder – wie die Einheimischen sich auszudrücken pflegen – „es Schwaddszool”, bildet den Scheitelpunkt einer der schönsten Rennradstrecken im mittleren Pfälzerwald. Die Kreisstraße 38 verbindet Weidenthal an der B39 (Kaiserslautern–Neustadt) mit dem Elmsteiner Tal (Neustadt–Johanniskreuz). Warum man sie so hübsch ausgebaut hat, bleibt ein Rätsel, denn sie ist verkehrstechnisch ohne jede Bedeutung und gerade deswegen für unsere Zwecke von so großem Reiz. Zudem ist die Strecke im Jahr 2007 bis auf wenige Meter am Anfang und im Scheitelbereich komplett neu asphaltiert worden. Schlechter Belag ist somit keine Ausrede mehr für miese Highscores. Beide Aufstiege sind ungefähr gleich lang und auch gleich schwer mit dem Unterschied, dass die Weidenthaler Seite ihr steilstes Stück ziemlich am Anfang hat, während es sich die Elmsteiner bis zum Schluss aufspart. Fast 2,5 km der Strecke verlaufen annähernd horizontal über den Kamm eines verzweigten Bergstockes mit mehreren unbedeutenden Erhebungen. Einen echten Gipfel erklimmt man also nicht.
Dafür passiert man am höchsten Punkt das besagte Waldhaus, seit 1983 eine Wanderhütte des PWV Weidenthal/Frankenstein. Der Legende nach hat ein Leininger Graf einem Jäger das Haus im Jahre 1785 erbauen lassen, weil dieser die bei einer Jagd erfrorenen Füße des Grafen erfolgreich behandelt habe. Das heutige Gebäude geht auf das Jahr 1840 zurück, jedoch besaß es anfangs nur ein Stockwerk. Weil es einem dort übernachtenden Regierungsforstbeamten ins Bett regnete, soll 1878 ein zweites Stockwerk aufgesetzt worden sein. Bis 1963 war es ununterbrochen Dienstsitz von Forstbeamten, erst danach wurde es aufgegeben, wenig verwunderlich bei der abgelegenen Lage ohne Auto, fließend Wasser und Elektrizität. Heute bietet das Waldhaus einen wunderschönen Rastpunkt für alle Gattungen von Ausflüglern, wobei der Strom immer noch aus dem Generator und das Wasser aus dem Plastiktank kommt. Samstag und Sonntag ist die Gastwirtschaft geöffnet, das Angebot an Kohlenhydrathaltigem ist groß, die Preise sind niedrig. An warmen Sommernachmittagen sitzt man herrlich auf den rustikalen Holzgarnituren unter alten Obstbäumen. Ein idealer Ort um die Seele baumeln zu lassen.
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordanfahrt von Weidenthal5 km250 HmSchön: 3 SterneHart: 2 Sterne
Südanfahrt durchs Legelbachtal6,5 km240 HmSchön: 4 SterneHart: 2 Sterne

Nordanfahrt von Weidenthal  5 km / 250 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Startpunkt für die Nordrampe zur Schwarzsohl ist Weidenthal im Hochspeyerbachtal. Auf der Hauptstraße des grauen Nestes quält sich der Autoverkehr von Lautern nach Neustadt, hinter den Häusern rauschen Güterzüge, ICE und S-Bahn. Rund 3 km zieht sich das Dorf im engen Tal dahin und streckt zudem mangels Ausdehnungsmöglichkeiten diverse Fühler in die umliegenden Seitentäler aus.
Direkt an der Protestantischen Kirche zweigt die K38 von der Bundesstraße ab, wo wir der Beschilderung Waldleiningen/Elmstein folgen. Es folgt auch gleich ein etwas brüsker Buckel, der sich aber nur als Brücke entpuppt und die Bahnlinie überquert, welche hier zwischen zwei Tunnels kurz aus dem Berg hervorlugt. Bis vor ein paar Jahren stand man an dieser Stelle, wenn man Pech hatte, Ewigkeiten an der Schranke herum. Auf flacher Ortsstraße radelt man ins Langental hinein und erreicht nach etwa 1,5 km den hübschen Badeweiher und den Waldrand. Warmgefahren sollte man nun sein, denn unmittelbar danach wechselt das Sträßchen die Talseite und zieht auf etwa 400 m vergleichsweise brutal auf etwa 12 % an. Danach wird es zwar wieder etwas flacher, jedoch sind 9 % Steigung immer noch anspruchsvoll, vor allem wenn sich diese recht monoton und aussichtsfrei noch knapp 2 km dahin zieht. Erst nach einer markanten Rechtskurve darf man aufatmen, denn das schlimmste ist überstanden. Nochmals deutlich flacher windet sich die Straße über das bewaldete Plateau, verliert an der, mit einem Ritterstein gekennzeichneten Luitpoldlinde sogar einige Meter, bevor sie in einem letzten, harmlosen Aufschwung am Parkplatz der Pfälzerwaldhütte ihren höchsten Punkt erreicht.
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot Mail an Absender

Highscores

Highscore eintragen.
Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.Lothar63 Mail an Absender0 h 17 m 47 s29.08.2010
2.MattF Mail an Absender0 h 22 m 18 s27.07.2010
paelzman Mail an Absenderohne Zeit29.09.2009

Südanfahrt durchs Legelbachtal  6,5 km / 240 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 2 Sterne

Profile und Tracks

Die Auffahrt aus dem Elmsteiner Tal heraus ist die reizvollere der beiden Möglichkeiten. Aussichten gibt es zwar auch hier keine, da sie vollständig in einem Tal verläuft, doch dieses ist so schluchtartig eng, die Straße so schmal und windungsreich, dass man sich keine Sekunde langweilen wird.
Kurz oberhalb von Elmstein zweigen wir an der so genannten Alten Schmelz von der Straße in Richtung Johanniskreuz ab und folgen dem anfangs noch etwas holprigen, aber flachen Sträßchen in das Legelbachtal hinein. Rechterhand ein großer Woog mit kaltem, blau-grünem Wasser, der an heißen Tagen verlockend sein könnte. Doch meist herrscht im Talgrund eine angenehme Temperatur. Im Frühling und Herbst bei Inversion kann es hier unten sogar unangenehm, fast frostig kalt werden, aber das ist eben typisch Pfälzerwald. Nach einer scharfen Linkskurve sind links oben die Nibelungenfelsen im Wald zu erspähen, wir wechseln die Bachseite und können nun schön die noch gut erhaltenen Kunstbauten des ehemaligen Triftkanals erkennen. In mäßiger Steigung von 2–3 % passieren wir den Abzweig nach Waldleiningen über den Krottenbuckel. Das Sträßchen wird jetzt noch schmäler, ist dafür aber frisch geteert, glatt wie ein Kinderpopo und macht richtig Laune. Mehrere alte Stauweiher sind noch zu erkennen, die Franzensklause, die Ludwigsklause, die Große und die Fischklause. Hier sammelte man im 18. und 19. Jahrhundert Wasser, um das Triftholz mit Schwung durch den ausgemauerten Bachlauf talwärts zu spülen. Oberhalb der Fischklause ist der Bach dann versiegt, und die Straße steigt nun direkt im trockenen Talgrund an. Die Steigung nimmt auch weiterhin nur sehr gemächlich zu, erst nach insgesamt 5 km wechselt die Gangart und erreicht auf den nächsten 700 m gute 12 %. Schnell ist so die Kammhöhe an den Schönlaublinden erreicht. Den letzen knappen Kilometer vorbei am Steinernen Kreuz bis zum Ziel kann man dann gemütlich ausrollen.
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot Mail an Absender

Highscores

Highscore eintragen. Alle 7 Einträge anzeigen.
Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.mayer_moo Mail an Absender0 h 16 m 28 s25.04.2009
2.Miguell Mail an Absender0 h 19 m 58 s03.06.2010
paelzman Mail an Absenderohne Zeit29.09.2009
Der Eismann Mail an Absenderohne Zeit25.04.2009
shoffe Mail an Absenderohne Zeit24.10.2009
rennrob Mail an Absenderohne Zeit17.05.2008
indiana Mail an Absenderohne Zeit13.06.2010