VERY important message

Sella Ciampigotto (1790 m)

P1010780.

Auffahrten

Von Flugrad – Diese Auffahrt ist lang, teilt sich in drei unterschiedlich charakterisierte Abschnitte und beeindruckt vor allem im oberen Teil mit genialen Kehrenkombinationen und kühner Trassierung.
Ausgangsort ist Pelos di Cadore, am Abzweig der SP 619 von der Staatsstraße 53, welche das obere Piavetal über den Passo di Mauria mit dem Tagliamento-Tal verbindet. Von dieser Staatsstraße gibt es zwei Abzweige: Wer von Westen kommt, biegt gleich am Ortseingang links ab auf die alte Straße durch den Dorfkern; umgekehrt nimmt der Radler von Lorenzago her den ersten Abzweig ins Dorf hinauf. In der Dorfmitte geht es dann weiter westwärts auf der SP 619 über Vigo di Cadore und mit einer kurzen Zwischenabfahrt nach Laggio di Cadore, das man nach insgesamt drei Kilometern erreicht.
Halt! Das geht aber noch kürzer und nahezu verkehrsfrei:
Die dritte Variante ist ein unscheinbarer Abzweig von der Staatsstraße unmittelbar vor dem Ortsende von Pelos in Richtung Lorenzago, bei Kilometer 75. Beschildert ist das Sträßchen mit einem Wegweiser nach d’Andrea. Wir nehmen dieses Sträßchen und passieren kurz nach dem Abzweig ein kleines Sägewerk. Die Straße beischreibt eine große 180°-Kehre, die in ihrem zweiten Teil in einer 18 %-Rampe endet.
Danach folgt das Sträßchen der Einfachkeit halber dem Bach (Torrente Pióva), entsprechend steil bzw. wechselnd zwischen fast flach und 16 % ist fortan das Profil. Auch eine kurze Zwischenabfahrt gibt es. 1,3 Kilometer nach dem Abzweig wechselt unser Sträßchen bei einem Grillplatz die Bachseite. Wir klettern nun links des Bachbetts hinauf und sehen über uns den Dorfkern von Laggio di Cadore. Diese letzten 600 Meter werden noch einmal so richtig steil, bis zu 16 %. Das Sträßchen mündet in die SP 619 kurz vor deren Brücke über den Torrente Pióva. Wofür die Hauptstraße 3,8 Kilometer brauchte, haben wir mit den gleichen Höhenmetern in nur 1,8 Kilometern geschafft!
Nun sind alle Varianten wieder vereint, und wir können uns auf den folgenden 7,5 Kilometern und 450 Höhenmetern meist erholen. Wir kurbeln am nördlichen Talhang kurvenarm vorwiegend durch Wald. Zwar gibt es ein paar Rampen mit bis zu 11 %, diese sind jedoch kurz.
Mit dem Erreichen der ersten Serpentine jedoch ändert sich der Straßencharakter radikal: Nun kurbeln wir am Talende in insgesamt 13 Kehren den Hang hoch. Diese sind z.T. abenteuerlich angelegt und regelrecht übereinandergestapelt. Vier Kilometer, 350 Höhenmeter und maximal 14 % Steigung sprechen dazu noch eine andere Sprache. Hier wird der bisher so angenehm zu fahrende Pass richtig giftig. Doch 400 Meter nach der letzten Kehre haben wir die Passhöhe erreicht, noch im lichten Wald gelegen und vorbildlich mit Passschild versehen.
Zwecks Aussicht lohnt es sich aber, noch ein paar Meter weiter abzufahren. Das Panorama dieser wilden, von starker Erosion geprägten Gebirgswelt lohnt sich! Auch eine kleine Bar und ein Rifugio gibt es hier oben.
10 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
Dolce Vita
Von Flugrad – Diese Auffahrt ist eigentlich die logische Fortsetzung der Südostauffahrt von Comegliàns zur Forcella Lavardet. Somit müssten diese 23 Kilometer und 1020 Höhenmeter noch dazugerechnet werden. Wir befinden uns jedoch im undurchschaubaren Schilder-Dschungel entlang der Provinzgrenzen zwischen Venetien und Friaul-Julisch Venetien. So ist von Westen her lediglich die Forcella Lavardet ausgeschildert, nicht aber Comegliàns, und umgekehrt.
Wenn wir also aus Richtung Comegliàns bis zur Forcella Lavardet vorgestoßen sind, sollten wir die SP 465 nach links verlassen und auf die SP 619 wechseln, sonst landen wir, zwar vorfahrtsberechtigt, aber im Schotter. Diese SP 619 zieht im Wald wechselnd steil hoch, ehe wir nach 3,5 Kilometern die Einmündung des Sträßchens von Sauris erreichen. Das meiste ist nun geschafft.
Flach bis maximal vier Prozent ansteigend geht es durch die von Erosion geprägte Felsen- und Almenlandschaft die restlichen drei Kilometer bis zur Passhöhe. Das bei der Casera Razzo passierte Passschild Sella di Razzo war wohl gerade übrig. Es steht an dieser Stelle allenfalls für einen in der Steigung befindlichen Vorpass. Eigentlich eher eine französische Spezialität.
4 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
Mittlere Zeit
Dolce Vita

Pässe in de Nähe

Tourenauswahl

Ersten Kommentar verfassen