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Silvretta-Hochalpenstraße (2032 m) Bieler Höhe

von Ost nach West .

Auffahrten

Von Chris99 – Die schöner zu fahrende Strecke für Radfahrer ist sicherlich der Anstieg von der Westseite aus Vorarlberg. Von Bludenz (585 m) führt die Strasse immer leicht ansteigend über Schruns (689 m), St. Gallenkirch, Gaschurn zum eigentlichen Startort Partenen (1051 m). Am Ortsausgang ist eine Tafel mit der Aufschrift "Beginn der Silvretta - Hochalpenstrasse" angebracht, und nach einer Rechtskurve hat man die Mautstelle für Autos, LKWs und Motorräder vor sich. Doch darauf achtet man nicht sonderlich, denn die wunderschöne Natur und die Berge links und rechts haben es einem angetan. Mit Steigungen bis zu 14% windet sich die relativ breite und gut ausgebaute Strasse in zahlreichen Serpentinen immer weiter in die Höhe. Bei heißem Wetter strahlt die Asphaltdecke zusätzlich noch eine enorme Hitze aus, und man ist geneigt, an einem der Stauseen eine Pause zu machen und ein kühles Bad zur Erfrischung zu nehmen. Wenn man den großen Stausee erst einmal passiert hat, muss man noch ein paar wenige Kehren überwinden, bis man letzten Endes nach einem geraden, aber ansteigenden Stück die Passhöhe erreicht hat. Dort oben wurde ein simples Passschild aufgestellt, man kann aber auch den Blick über den großen Silvretta - Stausee gleiten lassen oder in einem Restaurant pausieren. Die Abfahrt nach Galtür (1584 m) ist relativ kurz und mit wenigen Serpentinen auch sehr einfach zu fahren. Die Strasse zieht sich dann leicht abfallend über Ischgl (1376 m), Kappl und See im Paznauntal nach Pians (1006 m) hinunter.
Die Silvretta - Hochalpenstrasse ist mit eine der schönsten Passstrassen der Alpen, denn sie bietet dem Radfahrer alles, was er von einem Pass erwartet: Höhenmeter (von Partenen aus), steile Abschnitte, Flachstücke zum Erholen, gut geteerter Belag, Serpentinen und eine herrliche Landschaft mit hohen Gipfeln, saftigen Wiesen, grünen Wäldern und zwei großen Stauseen. Nimmt man alle Faktoren zusammen, gehört die Silvretta - Hochalpenstrasse auf jeden Fall zu den Pässen, die man einmal gefahren sein muss.
346 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:40:12 | 24.08.2008
Hernan
Mittlere Zeit
01:13:44 | 27.07.2014
DirkZandbergen
Dolce Vita
03:15:00 | 28.06.2012
Tholaf
Von Kai – Befährt man die Silvretta-Hochalpenstraße aus Richtung Osten, so ist die Anfahrt zweigeteilt in eine lange Talstrecke und eine kurze Bergstrecke. Als verkehrsgünstig gelegener Ausgangspunkt für eine Fahrt zur Bielerhöhe bietet sich Landeck an. In Landeck (816 m / 0,0 km) startet man zunächst auf der Arlberg-Bundesstraße (B 171) in Richtung Arlbergpass. Nach 5,3 km zweigt dann in der Ortschaft Pians (859 m) die Silvretta-Hochalpenstraße (B 188) an einem Kreisverkehr nach links ab. Es folgt zunächst eine kurze Abfahrt, unten im Tal angekommen erreichen wir den Zusammenfluss von Trisanna und Rosanna, die ab hier die Sanna bilden. Klingt wie eine Geschichte von drei Schwestern aus irgendeinem Märchen, doch die Flüsse heißen wirklich so! Direkt darüber befindet sich die imposante Trisannabrücke der Arlbergbahn. Ab hier folgen wir der Trisanna zunächst eben, dann mit einer kurzen Steigung, in einer hässlichen Galerie. Ab See (1056 m / 11,4 km) wird es dann wieder deutlich flacher – man kann größtenteils wieder mit dem großen Kettenblatt fahren. Eine astreine Talstrecke eben, von Passfeeling vorerst noch keine Spur.
Bei km 22,3 passiert man Nederle (1250 m) und bei km 36,6 erreichen wir dann den ersten wirklich bekannten Ort dieser Strecke: Ischgl (1376 m). Zweigt man vor der Tankstelle am Ortseingang nach links ab, kann man Ischgl auch auf der alten Durchgangsstraße durchfahren (die B 188 umgeht Ischgl rechterhand). Die Wintersporthochburg macht im Sommer einen recht verschlafenen Eindruck, doch die vielen Hotels lassen durchaus erahnen, was hier im Winter so abgeht. Nach weiteren 8,0 Flachkilometern erreichen wir dann Galtür (km 36,6 / 1584 m). Dieser Ort brachte es im Jahre 1999 zu einer traurigen Berühmtheit, als eine gigantische Lawine den Ort komplett verwüstete. Angesichts dieser Katastrophe wird auch verständlich, warum auf diesem Abschnitt in den letzten Jahren so viele Schutzgalerien und Tunnels errichtet wurden. Sie mit dem Fahrrad zu befahren ist sicher nicht ganz angenehm, doch es führt kein Weg dran vorbei – deshalb unbedingt an entsprechende Rückbeleuchtung denken!
Erst nach weiteren 1,7 km beginnt dann im Galtürer Ortsteil Wirl (km 38,3 / 1630 m) die eigentliche Auffahrt zur Bielerhöhe. Ab Wirl ist die Straße zudem mautpflichtig – die recht saftigen Tarife reduzieren den Autoverkehr ab hier auf ein wirklich erträgliches Maß. Seit Landeck hat man immerhin schon 814 Höhenmeter bewältigt – die Durchschnittssteigung auf dem zurückliegenden Abschnitt beträgt trotzdem nur magere 2,1 %. Die eigentliche Passstrecke beginnt erst hier, ab jetzt sind noch 8,1 km (mit 5,0 % Durchschnittssteigung) zurückzulegen. Auch das sind noch keine wirklich hochalpinen Werte, doch die Landschaft ab dem Talschluß ist einfach traumhaft, man fährt durch ein wunderschönes Alpenhochtal.
Es gibt insgesamt nur zwei Kehren, beide erst kurz vor der Passhöhe. Die Maximalsteigung auf der Ostrampe beträgt 11%, auch diese wird erst im letzten Abschnitt erreicht. Nach 46,4 km erreichen wir dann die Bielerhöhe.
Die Passhöhe selbst ist fest in der Hand von Bustouristen. Ein Passschild sucht man übrigens auf dieser Seite vergeblich – dieses versteckt sich ein Stück nach dem höchsten Punkt (schon in der Abfahrt Richtung Partenen) auf der linken Straßenseite! Einmalig ist hier oben sicher auch die Möglichkeit, auf 2000 m Höhe mit einem Ausflugsboot über den Silvretta-Stausee zu schippern. Man kann dabei dann ja die umliegenden Gipfel wie das Silvrettahorn (3244 m) und den Piz Buin (3312 m) – das ist der von der bekannten Sonnencreme - betrachten.
96 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
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