Simplonpass (2006 m)

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Simplonpass (2006 m)

Alpen, Walliser Alpen, Lepontinische Alpen, Wallis.
 --- Beerwish
Der Simplonpass ist eine autofreundliche Verbindung zwischen Domodossola in Norditalien und Brig im Wallis. Die Strasse ist breit, hat nur wenige Kurven und dürfte unter den Alpenpassstraßen den Rekord für Lawinengalerien und Tunnels halten. Sportlich orientierten Radlern, die ohne Pausen zu machen auf Zeit fahren, mag ich den Simplon deshalb nicht empfehlen.
Es gibt aber einige gute Gründe trotzdem über den Simplon zu fahren. Wenn man sich die Zeit nimmt, Nebenstraßen und Alternativrouten zu suchen, kann man etwa die Hälfte der Strecke abseits der Hauptstraße fahren. Der Simplon lässt sich auch sehr gut in längere Touren einbauen, weil auf der einen Seite das Wallis mit seinen Pässen und auf der anderen Seite das Val Centovalli, Locarno und der Lago Maggiore anschließen. Und schließlich bleibt jedem, der alle Schweizer Pässe machen will, gar nichts anderes übrig.
Der Simplon hat eine lange Geschichte. Die erste Trasse wurde von Kaspar Jodok Stockalper im 17. Jahrhundert angelegt. Der wurde mit dem Transport von Gütern so reich, dass sein prunkvolles Schloss noch heute Wahrzeichen von Brig ist. Napoleon baute 1801-1805 eine neue Trasse. Die heutige Trasse folgt zum Teil der Napoleontrasse, ist teilweise aber auch ganz neu. Die Ganterbrücke wurde z.B. erst 1980 fertig gestellt.
Für die Beschreibung danken wir beerwish Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südrampe von Domodossola42,5 km1736 HmSchön: 2 SterneHart: 4 Sterne
Nordrampe von Brig22 km1328 HmSchön: 3 SterneHart: 3 Sterne

Südrampe von Domodossola  42,5 km / 1736 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südrampe von Domodossola
Von Domodossola aus nimmt man zunächst eine Nebenstraße die über eine erste steile Rampe bis Crevoladossola führt. Ab Kilometer 8 geht es dann auf der Hauptstrasse E62 weiter, und man erreicht nach 20 km die Grenze zur Schweiz. Hier beginnt die Gondo-Schlucht, die Stockalper noch aufwändig umgehen musste. Kurz vor Simplon-Dorf bei Kilometer 31 geht es nach links ab, und die Fahrt geht auf der alten Trasse durch den Ort. Nach einigen Kilometern geht es ganz kurz zurück auf die E62. Vor der nächsten Galerie biegt man rechts ab und wird im Bogen nach oben auf die Galerie geführt. Auf der fährt man nun ein Stück über dem Autoverkehr, bis es nach links eine Rampe nach unten geht. Ab da geht es neben der Galerie im Freien weiter. Diesem Weg folgt man bis zum „Alten Spitel“. Das ist ein altes Lagerhaus auf der alten Stockalperroute. Hier biegt man hinter dem Gebäude links ab und fährt am Ende des langen Lagerhauses auf einem winzigen Sträßchen leicht rechts weiter. Der Weg ist für Panzer bis fünf Tonnen ausgeschildert und führt tatsächlich bis zur Passhöhe. Unterwegs gibt es zwei Gabelungen, an denen man aber nicht viel falsch machen kann. Die erste nimmt man rechts (links sind nur ein par Häuser), die zweite links (rechts geht es zurück).
Die Abfahrt beginnt man auf der Hauptstraße   runter muss man nicht unbedingt Nebenstrecken nehmen, es lohnt sich aber. Nach einigen Kilometern nähert man sich der Ganterbrücke, die ein Seitental überbrückt. Hier muss man sich entscheiden: Durchrauschen oder Nebenstrecke. Direkt vor der Brücke beginnt die Nebenstraße, die links neben der Brücke nach unten führt. Sie führt nach rechts unter der Straße durch in einem großen Bogen um das Tal herum und tief unter der Brücke durch. Nach einigen hundert Metern wechselt man wieder die Seite, und es geht rechts oberhalb der Hauptstraße weiter. Diesem Weg folgt man bis zu einer Gabelung. Man nimmt nicht den Weg nach Rosswald, sondern abwärts. Ab dann ist man auf der alten Napoleonroute, die mit vielen Kehren bis fast ganz unten führt. Die Nebenstrecken sind klasse, und man hat die Strecke praktisch für sich alleine. In Ried stößt man dann wenige Kilometer vor Brig auf die Hauptstraße.
Die E62 hat praktisch nie mehr als 8 % Steigung. Nur auf den Nebenstrecken gibt es einige kurze Abschnitte mit 10–12 %. Wegen den vielen Galerien sollte man Beleuchtung und gute Nerven dabei haben.
Für die Beschreibung danken wir beerwish Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
1.velolama Mail an Absender2 h 25 m 00 s06.03.2011
2.Vollhorst Mail an Absender3 h 06 m 00 s27.09.2004
3.Nico Mail an Absender3 h 24 m 00 s04.09.2006
conadmerlot Mail an Absenderohne Zeit02.09.1996
wilier Mail an Absenderohne Zeit01.09.2010
Bergsprinter1 Mail an Absenderohne Zeit31.05.2001
Mephistono Mail an Absenderohne Zeit11.07.2011
Mephistono Mail an Absenderohne Zeit22.06.2011
GS Ol Mail an Absenderohne Zeit09.07.2011
kendo05 Mail an Absenderohne Zeit28.07.1992
Velocipedicus Mail an Absenderohne Zeit11.08.1993
andreash Mail an Absenderohne Zeit15.07.2004
humbi Mail an Absenderohne Zeit19.07.2006
causio Mail an Absenderohne Zeit05.08.2007
masch Mail an Absenderohne Zeit30.08.1996
university73 Mail an Absenderohne Zeit16.05.2009
immernizza Mail an Absenderohne Zeit19.08.1998
rosi Mail an Absenderohne Zeit20.05.2005
bruale Mail an Absenderohne Zeit02.07.1995
Racedüse Mail an Absenderohne Zeit10.05.1997
deved Mail an Absenderohne Zeit26.05.2010
alpentoni Mail an Absenderohne Zeit31.05.2010
dbeckel Mail an Absenderohne Zeit02.10.2011

Nordrampe von Brig  22 km / 1328 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordrampe von Brig
Der Weg zur bekannten, von Napoleon gebauten Simplonstraße kann zum Beispiel genau am Bahnhofplatz des Oberwalliser Hauptorts Brig beginnen. Man fährt zuerst durch die im September 1993 von Überschwemmungen vollkommen verwüstete, inzwischen vollständig restaurierte Briger Altstadt mit ihren Läden und Cafés.
Dann geht die Straße bergauf, und oberhalb von Brig kommt man zur alten Passstraße. Mit zunehmend spürbarer Steigung fährt man durch die Ortschaft Ried ob Brig und bekommt als Belohnung für die Anstrengung immer schönere Ausblicke über das Walliser Haupttal, und dies mit nur sehr spärlichem Autoverkehr! Oberhalb der Saltinaschlucht mündet die alte Straße in die als Hauptverkehrsachse ausgebaute E62 (früher wurde ein Autoverlad durch den Simplontunnel angeboten). Die restlichen 12 Kilometer ähneln an die Unterwalliser St. Bernhard-Straße: breit, nur mässig steil, und ab Rothwald galerienreich (Beleuchtung empfohlen).
Diese Passstraße eignet sich bestens für Radfahrer, die weiter in den (meist sonnigeren) Süden wollen. Ab Simplon Dorf ist die Gondoschlucht äußerst sehenswert, wie auch das Seitental ab Gondo nach Zwischbergen. Zudem bietet die Abfahrt (insbesondere bei Nordwind) die Gelegenheit, relativ ungestört kilometerlang bei sehr hoher Geschwindigkeit zu fahren, ohne immer wieder hart bremsen zu müssen: Grund genug, den Simplon zumindest einmal zu befahren!
Für die Beschreibung danken wir Renko Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Andi P Mail an Absender1 h 08 m 03 s22.08.2005
Mittlere Zeit: hdoerschlag Mail an Absender1 h 56 m 00 s28.06.2006
Langsamste Zeit: 2 h 22 m 00 s19.07.2007