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Erste (längst nicht fertige) Version der OSM-Karten online! Danke an openrouteservice.org für die Unterstützung.

Soboth (1347 m) Koglereck

Hier gibts Wasser (hinter mir)

Auffahrten

Von Irrer Läufer – Nach einer leichten Steigung noch im Ort geht es raus über eine Bahnübersetzung und den Bahnhof. Wir biegen links den Schildern folgend ab. Gradeaus wären wir gleich in Dravograd (Unterdrauburg) in Slowenien. Sofort setzt ein heftige Steigung ein, die – wie fast die gesamte Auffahrt – ziemlich direkt der Sonne ausgesetzt ist. Mit gut zweistelligen Prozentwerten geht es an einigen Häusern vorbei bergan, erste Kehren begrüßen den Bergfahrer. Bald treten Wald und Wiesen an die Stelle der Häuser und lassen die Hoffnung auf Schatten leben. Wer allerdings so wie ich bei 32°C im Juli zu Mittag startet, dem ist nicht zu helfen. Frühestens ab 1000 Metern Höhe ist Linderung der hohen Lufttemperaturen zu erwarten. Immerhin erfreuen uns die tollen Tiefblicke auf die Drau-Stauseen und die Karawanken.
Mit nur kurzen Stücken zur Erholung führt die breite Bundesstraße 69 bergauf, auf ca. 800 m Seehöhe in einem Geschlängel steiler Kehren finden sich links zwei Rohre, aus denen Wasser fließt – die erste und letzte Gelegenheit, sich zu erfrischen. Danach genießt man auf 1000 m bei dem Gasthaus und der Kirche die letzten fantastischen Ausblicke auf und über das Drautal. Besonders mutige Recken haben sich ja bereits vorher im Tal an der Jauntalbrücke (96 m über dem Wasserspiegel) beim Bungee-Springen den nötigen Adrenalinkick für den Anstieg geholt.

Danach führt die Straße wieder in dichteren Wald, bis schließlich nach zwei nochmals recht steilen Kehren und einer längeren Geraden der Würstelstand auf 1306 m erreicht ist. Ab hier sind es nur mehr ein paar Meter bis zur eigentlichen Passhöhe auf 1347 m. Passschild habe ich allerdings keines entdeckt.

Die Abfahrt Richtung Sobothstausee ist oben auf breiter Bundesstraße enorm schnell, bei mir (und ich bin ein langsamer Abfahrer) waren es 85 km/h, mehr wäre locker möglich gewesen. Immer wieder mit kurzen Zwischenanstiegen und Flachstücken garniert führt uns die Abfahrt über den o.g. Stausse zum gleichnamigen Ort Soboth und schließlich in die südsteirische Metropole Eibiswald, wo das Gebiet des Schilchers (Blauer Wildbacher) und überhaupt die steirische Weinstraße beginnt. Für Labung sorgen zuverlässig die vielen Buschenschanken entlang der nun flachen Strecke.

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Schnellste Zeit
00:57:30 | 08.08.2016
AndicHansi
Mittlere Zeit
Dolce Vita
00:59:40 | 16.05.2016
Trausse
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11 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
01:02:00 | 14.08.2014
AndicHansi
Mittlere Zeit
01:27:07 | 16.06.2017
bensims
Dolce Vita
01:59:00 | 15.05.2015
maximus78
Von Droopy – Das Koglereck ist an schönen Wochenenden eindeutig ein Revier für Benzinfreunde. Hier schlagen die Fußrasten Funken, und mit Gummiabrieb wird das Revier markiert. Oben wird mit Käsekrainer nachgetankt. Obwohl die Landschaft malerisch ist, gilt an diesem Berg eindeutig das Recht des Stärkeren.
Ein Tourentipp des Kärntner Tourismusverbandes macht indes klüger, es gibt noch eine Alternativstrecke. Zu schmal für Raser und damit bestens geeignet für uns. Den ein oder anderen verirrten Tourenfahrer lassen wir gnädig gewähren, geschenkt. Der Einstieg zur Bergfahrt erfolgt an der Lavantbrücke in Krottendorf. Hierfür einfach aus Lavamünd kommend dem Jauntalradweg folgen. Der Einstieg ist leicht zu übersehen. Wir fahren noch in der Ortsmitte rechts ab in die Mettingerstraße an der Feuerwehr vorbei. So bleibt noch für ca. 3,5 Kilometer Zeit zum einrollen.
Bereits hinter der ersten Kurve zieht die Straße dann an. Gut für den Kopf zu wissen: Leichter wird es bis oben nicht mehr. Der Anstieg ist bocksteil, lang und definitiv einer der schwersten Pässe hier im weiten Umkreis. Die verknatterte Hauptstraße ist das allerdings auch. Also trotz allem eine gute Wahl. Vamos!
In Ettendorf rechts ab folgen wir der nun schmalen Straße und der Ausschilderung „Koglereck”. Die nächsten drei Kilometer sind zweistellig. Die schönen Blicke Richtung Drautal, Griffener Berg und Saualpe entschädigen zwar etwas, kontemplatives Pedalieren mit Souplesse sieht aber anders aus. Glücklicherweise sieht hier keiner zu, das ist schon grenzwertig erbärmlich, so ein unrunder Stampf.
Auf einem markanten Bergrücken taucht dann die Spitze der Filialkirche St. Lambrecht auf, die wir wenig später umrunden können. Halbzeit. Ein wirklich schöner Platz und tatsächlich ein kurzes Stück zum Durchschnaufen. Gefühlt wird es danach etwas flacher, aber der Blick auf den Höhenmesser zeigt die Realität. Etwas knapp über 800 Höhenmeter, noch 500 offen, macht nach Adam Riese also immer noch zehn Prozent im Mittel bis oben. Trotzdem vergeht das letzte Stück irgendwie schneller.
Oben heißt es sich dann entscheiden: ins Steirische und zum Radlpass nach links, für eine krachende Schussfahrt zum Startpunkt nach rechts. Den fettigen Würstelstand lassen wir aus, bei den Cafés in Lavamünd unten schmeckt es besser und wir müssen keinen dicken Männern bei ihren Benzingesprächen zuhören. Die neidvollen Blicke auf unsere definierte Muskulatur nehmen wir natürlich mit. Pedaleusen mit Zopf wird vielleicht sogar nachgepfiffen. Hier ist die Welt noch wie früher. Das nächste Mal komme ich mit meinem verrußten Diesel herauf und steck mir eine Kippe an.
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