Soboth (1347 m)
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DLRF: 2
Soboth (1347 m)
Alpen, Lavanttaler Alpen, Kärnten, Steiermark.
Der kärtnerisch-steirische Klassiker Soboth (von slaw. sobota (Wasserrauschen)) verbindet Lavamünd in Kärnten mit Eibiswald in der Steiermark, ist also ein Ost-West-Übergang am südlichen Ende der Koralpe. Deren höchste mit dem Rennrad befahrbare Erhebung hat ja Roli schon hier beschrieben. Die Soboth war in den 70er Jahren Teil der berüchtigten Gastarbeiterroute mit vielen Unfällen und Staus, die ihren Niederschlag in einem Strom schlechter Nachrichten während meiner Kindheit fanden. Heute hat sie keine große verkehrstechnische Bedeutung mehr und ist eine Strecke, auf der sich fast ausschließlich ein paar Holztransporte stark motorgebremst bergab und viele, viele Motorräder hochtourig bergauf tummeln. Die eiligen Lokalmatadore und die langsameren BMW-Touristen treffen sich bei einem Würstelstand knapp unterhalb der Passhöhe, wo man bei einem schnellen Kaffee (oder einer Käsekrainer so wie ich) die Linienwahl und die gefahrenen Zeiten diskutiert. Radfahrer werden bewundernd gemustert, mit aufmunternden Worten bedacht, gelten aber mangels Motor als Verkehrsteilnehmer (und Imbißeinwerfer) zweiter Klasse.
Für die Beschreibung danken wir Irrer Läufer 

Liste der Auffahrten
| Westauffahrt von Lavamünd | 11,9 km | 1014 Hm | ![]() | ![]() |
| Ostauffahrt von Eibiswald | 27,2 km | 0 Hm | ![]() | ![]() |
Westauffahrt von Lavamünd 11,9 km / 1014 Hm

Nach einer leichten Steigung noch im Ort geht es raus über eine Bahnübersetzung und den Bahnhof. Wir biegen links den Schildern folgend ab. Gradeaus wären wir gleich in Dravograd (Unterdrauburg) in Slowenien. Sofort setzt ein heftige Steigung ein, die – wie fast die gesamte Auffahrt – ziemlich direkt der Sonne ausgesetzt ist. Mit gut zweistelligen Prozentwerten geht es an einigen Häusern vorbei bergan, erste Kehren begrüßen den Bergfahrer. Bald treten Wald und Wiesen an die Stelle der Häuser und lassen die Hoffnung auf Schatten leben. Wer allerdings so wie ich bei 32°C im Juli zu Mittag startet, dem ist nicht zu helfen. Frühestens ab 1000 Metern Höhe ist Linderung der hohen Lufttemperaturen zu erwarten. Immerhin erfreuen uns die tollen Tiefblicke auf die Drau-Stauseen und die Karawanken.Mit nur kurzen Stücken zur Erholung führt die breite Bundesstraße 69 bergauf, auf ca. 800 m Seehöhe in einem Geschlängel steiler Kehren finden sich links zwei Rohre, aus denen Wasser fließt – die erste und letzte Gelegenheit, sich zu erfrischen. Danach genießt man auf 1000 m bei dem Gasthaus und der Kirche die letzten fantastischen Ausblicke auf und über das Drautal. Besonders mutige Recken haben sich ja bereits vorher im Tal an der Jauntalbrücke (96 m über dem Wasserspiegel) beim Bungee-Springen den nötigen Adrenalinkick für den Anstieg geholt.
Danach führt die Straße wieder in dichteren Wald, bis schließlich nach zwei nochmals recht steilen Kehren und einer längeren Geraden der Würstelstand auf 1306 m erreicht ist. Ab hier sind es nur mehr ein paar Meter bis zur eigentlichen Passhöhe auf 1347 m. Passschild habe ich allerdings keines entdeckt.
Die Abfahrt Richtung Sobothstausee ist oben auf breiter Bundesstraße enorm schnell, bei mir (und ich bin ein langsamer Abfahrer) waren es 85 km/h, mehr wäre locker möglich gewesen. Immer wieder mit kurzen Zwischenanstiegen und Flachstücken garniert führt uns die Abfahrt über den o.g. Stausse zum gleichnamigen Ort Soboth und schließlich in die südsteirische Metropole Eibiswald, wo das Gebiet des Schilchers (Blauer Wildbacher) und überhaupt die steirische Weinstraße beginnt. Für Labung sorgen zuverlässig die vielen Buschenschanken entlang der nun flachen Strecke.
Für die Beschreibung danken wir Irrer Läufer 


















