Splügenpass (2113 m)

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Splügenpass (2113 m)
Passo dello Spluga

Alpen, Lepontinische Alpen, Rätische Alpen, Graubünden, Lombardei.
...die kaum Vergleiche scheuen muss.
Die 38 km lange Splügenpassstraße verbindet das schweizer Splügen am Hinterrhein (1457 m) mit Chiavenna (325 m) im italienischen Teil des Bergells (Val Bregaglia).
Unterschiedlicher kann sich ein Pass auf seinen zwei Seiten kaum präsentieren: Die nördliche, schweizer Seite ist mit 9 km sehr kurz, während der Anstieg von Italien aus mit 29 km nicht nur lang ist, sondern auch mit 1788 Hm aufwartet - das erreichen nur ganz wenige Pässe. Der Aufstieg ist nicht nur wegen des weitaus höheren Anspruchs, sondern vor allem auch wegen der landschaftlichen Schönheit und des Abwechslungsreichtums der italienischen Seite von Süden zu empfehlen.
Der Grenzpass liegt eingebettet zwischen dem Pizzo Tambo (3279 m) im Westen und dem Surettahorn (3027 m) im Osten.

Liste der Auffahrten

Südrampe von Chiavenna29 km1788 HmSchön: 4 SterneHart: 4 Sterne
Nordrampe von Splügen9 km656 HmSchön: 3 SterneHart: 3 Sterne

Südrampe von Chiavenna  29 km / 1788 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Südrampe von Chiavenna
Die Splügenstraße führt von Chiavenna (325 m) über unzählige kleine Orte durch das Valle San Giácomo. Schon auf den ersten 12 km macht sich der eigenartige Charakter des Passes bemerkbar:
Immer wieder weisen Hinweisschilder auf 4 Tornanti hin, 4 Kehren also, als hätte der Baumeister diese günstig im Bausatz bekommen, denn insgesamt, so haben Uwe Schneider und Sohn Benni gezählt, sind es 54 Kehren von Chiavenna zum Pass. Immer wieder werden kleine Orte durchfahren, die einen daran erinnern, in Italien zu sein. Nach 12 km hat man in Corti (1066 m) bereits 741 Hm zurückgelegt - die Steigung liegt dabei relativ konstant bei 6 Prozent.
Nach Corti biegt links eine Wirtschaftsstraße ins Tal ab, von nun an häufen sich Tunnel, Galerien und Kehren, man gewinnt nun bei ca 8 Prozent schneller an Höhe. Ein atemberaubender Blick nach unten ins Tal eröffnet sich immer wieder dem, der nah an den linken Straßenrand fährt und über die Böschung schaut. Nach weiteren 10 km erreicht man Stuetta (1861 m), wo man plötzlich einen Kulissenwechsel erlebt: Hatten bis eben noch rollende Hügel das Bild beherrscht, auf denen hier und da ein kleines, graues Steinhäuschen stand, so eröffnet sich auf einmal der Blick auf den Lago di Monte Spluga, dessen Ostflanke die Passtraße auf 4 km folgt.
In Montespluga, der letzten Ansiedlung vor dem Splügenpass, verlässt man den See wieder, in dem sich bei gutem Wetter die Hänge des Monte Cardine (2467 m) spiegeln, und geht das letzte, drei Kilometer lange Teilstück an, das Steigungsspitzen von bis zu 10 Prozent aufweist. Hier windet sich die Straße wiederum nach oben, die Bergwelt zeigt sich von ihrer besten Seite. Der Splügenpass liegt hinter einem Hang versteckt, um den sich zweihundert Meter vor dem Pass eine Kurve nach links zieht.
Wer hier noch eine Sprintattacke fahren will, sollte das Zollhinweisschild im Eingang der letzten Kehre zum Anlass nehmen.
Der Splügenpass lässt sich trotz seiner Länge recht angenehm fahren, da auf den einzelnen Teilstücken relativ konstante Steigungen zu fahren sind. Dabei liegt die Steigung auf den ersten 12 km mit sechs Prozent nur zwei Prozent niedriger als auf den letzten 17 (wobei 4 flach am See entlanggehen). Dadurch hat man hier nicht das Problem wie zum Beispiel an der Ostrampe zum Stilfserjoch, wo ein frühes, flaches Teilstück die Straße zum Ende hin zur Rampe werden lässt.

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Gourmet Mail an Absender1 h 38 m 00 s16.07.2011
Mittlere Zeit: dbeckel Mail an Absender2 h 32 m 00 s03.09.2011
Langsamste Zeit: 4 h 15 m 00 s29.05.2010

Nordrampe von Splügen  9 km / 656 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 3 Sterne

Profile und Tracks

Profil der Auffahrt Nordrampe von Splügen
Vom Dorf Splügen (1457 m) oberhalb der Via Mala geht es durch ein Seitental hinauf zum Splügenpass. Direkt am Ortsrand beginnt die Steigung mit einer ersten Rampe, gefolgt von einigen Serpentinen über einen Wiesenhang. Mit erträglicher Steilheit gewinnt die Straße so schnell an Höhe und man genießt noch den Blick auf Splügen, bevor man in den Wald eintaucht.
Nun schlängelt sich die Straße am Hang entlang bis auf einen Talboden, der die Möglichkeit zum Durchatmen bietet, denn hier ist es deutlich flacher. So kann man schon mal den Blick hinauf zur Passhöhe genießen. Nachdem man die Bäume hinter sich gelassen hat, folgt eine lange Gerade das Tal hinauf, und hier darf man schon mal etwas Vorfreude entwickeln auf den bevorstehenden Schlussanstieg.
Am Ende der Geraden biegt die Straße nämlich nach rechts ab und windet sich in 10 vollkommen akkuraten Serpentinen den Hang hinauf. Mit welcher gewissenhaften Regelmäßigkeit die Schweizer diese Straße angelegt haben, lässt sich am besten von der obersten der Kehren erkennen: alle gleich lang und im gleichen Abstand zueinander. Es folgen noch ein paar – weniger symmetrische - Windungen bis zum Schweizer Zollhaus, das etwas unterhalb der Passhöhe liegt. Kurz darauf erreicht man auch schon den höchsten Punkt, auf dem die Italiener ihren Schlagbaum errichtet haben. Regelmäßige Kontrolle scheint zwar bei beiden nicht stattzufinden, aber einen Personalausweis sollte man schon dabeihaben - gerade auf der italienischen Seite trifft man gelegentlich auf übergenaue Zöllner.
Insgesamt eine landschaftlich schöne, kurzweilige und nicht allzu anstrengende Auffahrt, die übrigens auch als Abfahrt sehr empfehlenswert ist.
Für die Beschreibung danken wir marik Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Edeldomestik Mail an Absender0 h 31 m 40 s10.08.2011
Mittlere Zeit: TL Mail an Absender0 h 52 m 00 s30.05.2011
Langsamste Zeit: 1 h 36 m 20 s19.06.2009