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Stöppacher Berg (513 m)

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Auffahrten

Von tobsi – In der Kürze liegt die Würze: dieser Spruch passt perfekt auf diesen kurzen Anstieg, der sich in Kirchensittenbach den Berg Richtung Stöppach schlängelt. Ein Blick auf die Werte lässt die Vermutung zu, dass sich die Würze in ordentlichen Steigungsprozenten wiederspiegelt, die auf einem recht kurzen Weg serviert werden.
Ein noch näherer Blick auf das Profil treibt bei einigen Radsportlern vielleicht sogar Schweiß auf die Stirn, weil sich die Würze nur auf einen kleinen Teil des Anstiegs beschränkt, und es damit richtig steil wird.
Mit dem Abbiegen in die Stöppacher Straße, die dank eines Hinweisschildes auf dem Parkplatz des Friedhofs einfach zu finden ist, kündigt erst einmal ein Schild Ungemach in Form von 22 % an. Doch noch lässt die Marke auf sich warten, denn mit angenehmen 10 % schlängelt sich die Straße für 200 m durch die Häuserschluchten von Kirchensittenbach bis zum Abzweig Friedhof.
Wer bis hierhin schon ordentlich gelitten hat, sollte dorthin abbiegen, denn im weiteren Verlauf zieht die Straße durch eine Mischung aus Buschwerk und Wald den Berg hinauf. Man ahnt, dass jetzt die angekündigten 22 % kommen müssen. In den Beinen spürt man auf jeden Fall Steigungswerte jenseits der 20 %. Gott sei dank für uns Radler gibt der Anstieg nicht gleich seine ganze Härte preis, indem er schnurstracks und gut einsehbar nach oben führt. Dieses könnte nämlich zu abschreckend sein, die steilen Abschnitte vor sich zu sehen.
So kurbelt man mehr schlecht als recht weiter bergan, hoffend, dass in der nächsten leichten Kurve die Steigung zurückgehen mag. Das tut sie auch vor der nächsten noch steileren Rampe, aber nur für ganz kurze Zeit. Nicht lang genug, um sich von den Strapazen zu erholen. Stattdessen zaubert der Anstieg eine Kombination aus Kehre und Kurve in die Trasse. Kehre und Kurve sollten definitiv nicht innen angefahren werden. Hier liegen die Maxima wohl bei ca. 30 %. So kämpft man sich irgendwie weiter, vielleicht mit dem Wissen, es gleich geschafft zu haben. Doch noch liegt die höllische Schlussrampe auf dem Weg. Hier werden definitiv 30 % und mehr erreicht, bevor es im Schneckentempo in die letzte Linkskurve geht, an deren Ende endlich das Ende des kleinen Waldes und die Erlösung wartet.
Der Anstieg ist unter Leibeskräften hier endlich im Sturm genommen. Was man geleistet hat, spürt man hier an Armen und Beinen und vielleicht noch an anderen Körperteilen.

Manchmal wäre etwas weniger Würze sehr hilfreich. Ein Vergleich mit dem Streitberg braucht dieser Anstieg nicht zu fürchten, denn er schlägt ihn um Längen, was die Härte angeht.

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