Stubentalalpe (1271 m)

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Stubentalalpe (1271 m)

Alpen, Allgäu, Allgäuer Alpen, Tirol.
Die Berge der österreichischen Exklave Jungholz. Armin Kübelbeck
Die bewirtschaftete, auf 1271 m ü.NN gelegene Stubentalalpe gehört zu Jungholz, welches in Tirol (Österreich) liegt. Und dennoch gehört sie in den Allgäu? Ja!
Es ist eine etwas kompliziertere, aber sehr interessante Geschichte:

Achtung, jetzt kommt Tour-Kultur von quaeldich.de

Schuld an allem hat ein gewisser Hermann Häselein. Vor mehr als 600 Jahren, am 24. Juni 1342, wurde Jungholz in einem Kaufvertrag, der zwischen Hermann Häselin aus Wertach und Heinz Lochpühler aus Jungholz geschlossen wurde, erstmals urkundlich erwähnt. Der Vertrag hat den Kauf des Jungholzer Gebietes zum Inhalt und der Käufer, Heinz Lochpühler, stammt aus dem Tannheimer Tal, welches unter Erzherzog Siegmund mit Tirol vereinigt worden war. Nach damaligem Allgäuer Rechtsbrauch war der Landkäufer Heinz Lochpühler nach Tannheim steuerpflichtig. Dies wurde seit Generationen weiter so gehandhabt und so kam das Gebiet gegen alle geographischen Gegebenheiten zu Tirol, wo es trotz heftiger Grenzstreitigkeiten im 15. und 18. Jahrhundert bis heute geblieben ist.
Die volle Zuerkennung zur Landeshoheit Österreichs und die endgültigen Grenzen erhielt Jungholz aber erst im Grenzregulierungs- und Staatsvertrag von 1844 und 1850. Und erst seit dem 3. Mai 1868 besteht der Zollvertrag, der Jungholz wirtschaftlich an Deutschland anschließt.

Aus: www.jungholz.com

Jungholz ist also eine österreichische Exklave auf deutschem - pardon - bayerischem Gebiet. Wobei es sich darüber streiten lässt, ob Jungholz wirklich eine Exklave ist. Es gibt da nämlich ein besonderes Phänomen:
Jungholz ist mit dem Mutterland Österreich punktförmig verbunden. Auf dem Gipfel des 1635 m hohen Sorgschrofen treffen 4 Grenzlinien aufeinander. So etwas nennt man einen Quadripoint. Ein Punkt ist, in Physik und Mathe jedenfalls, unendlich klein... .
Mehr über den Quadripoint am Sorgschrofen bei maxifant

Bis Frühjahr 2003 hatten die Jungholzer, wie die Kleinwalsertaler (ebenfalls österreichisches Staatsgebiet mit Zollanschluss an die Bundesrepublik Deutschland) auch, sogar die deutsche Telefonvorwahl. Die Telekom hat nun aber auf die Ländervorwahl +43 (für Österreich) umgeschaltet, was zu viel Ärger und Verdruss führte.
Jungholz hat mit seinen Ortsteilen Habsbichl, Geißenschwand und Langenschwand gerade mal 322 Einwohner denen 7 km² zu Verfügung stehen. Die ca. 1000 Gästebetten sind Sommer wie Winter gut ausgelastet.

Die besondere Situation der Exklave hat natürlich auch für andere Dinge ihren besonderen Reiz:
Jungholz ist ein Steuerschlupfloch!
Der Hans in Berlin mag das bestimmt nicht gerne hören oder lesen, aber das was auf den beiden Links erzählt wird sind nun mal Fakten:
  • www.jungholz.at
  • br-online.de
    Es kann also außer der Stubentalalpe noch mehr Gründe für einen Besuch von Jungholz geben. Ich habe mein Geld bei der Stubentalalpe in ein Speckbrot und 1 Liter Spezi investiert. Und das war die beste Anlage seit Monaten!

    Was viele vielleicht nicht wissen, Deutschland hat auch eine Exklave: Büsingen, die deutsche Insel in der Schweiz.
    Interessante Links zu Jungholz und der Grenzkuriosität:
  • ausserferner.net (Daten zu Jungholz)
  • jungholz.enclaves.org (Topp-Seite mit ausgezeichneten Bildern von Jungholz, dem Grenzverlauf und Kopien der Grenzverträge)

    Nun aber genug Tour-Kultur.
    Für die Beschreibung danken wir quälix Mail an Absender

    Liste der Auffahrten

    Nordanfahrt von Wertach4,2 km305 HmSchön: 4 SterneHart: 2 Sterne

    Nordanfahrt von Wertach  4,2 km / 305 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 2 Sterne

    Profile und Tracks

    Profil der Auffahrt Nordanfahrt von Wertach
    Als Startpunkt für die Tour zur Stubentalalpe wurde die über 500 Jahre alte Pfeifermühle des Wertacher Ortsteils (sind es mehr als 2 Häuser?) Pfeiffermühle gewählt. Bei einigen Karthographen heißt die Mühle gar Pfeffermühle.
    Die Mühle liegt auf 976 m ü. NN.. Eine andere Variante zur Stubentalalpe wäre der Start an der ca. 1500 m entfernten und 40 m tiefer gelegenen 2. Straße die nach Jungholz - über den Ortsteil Habsbichl - führt. In Jungholz treffen beide Straßen aber sowieso aufeinander.

    Anfahrt zum Ausgangspunkt

    Die Pfeifermühle liegt zwischen Wertach und Unterjoch unmittelbar vor der Staatsgrenze zu Österreich, an der B 310, die sich hier auch Deutsche Alpenstraße nennt.
    Eine ausgezeichnete Karte für diese Tour findet man bei jungholz.enclaves.org.
    Eine Anfahrtskizze findet man bei der Pfeifermühle.

    Die technischen Daten

    Die Strecke ist nur 4,2 km . Die Höhendifferenz zwischen Startpunkt und Stubentalalpe beträgt 295 m. Faktisch sind ca. 10 Höhenmeter mehr zu bewältigen, da einige relativ kurze Abschnitte bergab führen. Es ergeben sich somit 7,0 bzw. 7,3 % mittlere Steigung. Die höchsten Steigungswerte liegen bei ca. 14 %.
    Die Straßen sind in einem ausgezeichneten Zustand. Durchgängig geteert und recht wenig befahren.

    Beschreibung

    Vom Startpunkt aus verlässt man schon nach wenigen Metern die Bundesrepublik Deutschland und fährt ein schmales Sträßchen steil hinauf nach Tirol. Knapp 1 km geht es mit 8,8 % hinein in den Ort Jungholz. Dort kommt man auf eine leicht abschüssige Passage von knapp 300 m Länge. Geradeaus durch den schönen Ort und an der Kirche rechts abbiegen in Richtung "Langenschwand". Da beginnt dann auch gleich wieder ein nur 600 m langes aber mit 9,5 % giftiges Steigungsstück hinein in den Jungholzer Ortsteil Langenschwand. Die nächsten 600 m sind dann deutlich flacher bzw. sogar leicht abschüssig. Am Ortsende geht es an der rechten Seite vorbei an exotischen Tieren (Pfau, Lama, Strauß,...), die an einer Jausenstation (Kamelstube) im letzten Haus von Langenschwand gehalten werden. Hier ist dann auch das Ende für Kraftfahrzeuge angezeigt. Es geht über eine weite Wiese, mit herrlicher Aussicht in zwei Serpentinen wieder kräftig bergauf. Die nächsten 1,5 km bis zur Stubentalalpe bieten immerhin genau 10,0 % mittlere Steigung. Nach den Serpentinen kommt ein recht gerade verlaufendes Stück in den Wald. Wenn der verlassen wird ist das schlimmste überstanden. Man sieht aus einer Linkskurve heraus schon die Alpe und die letzten 500 m haben nur noch 7,5 %.
    Die gemütliche Alpe bietet einige kulinarische Genüsse. Das Speckbrot und natürlich auch das Käsebrot sind sehr zu empfehlen.
    Im Vergleich zur anderen Allgäu-Touren ist die Strecke längst nicht so anspruchsvoll. Aber die Ausssage:"Bis zur Stubenthalalpe leichte Familien-Biketour" aus dem Rad & Bike-Atlas Allgäu halte ich für etwas untertrieben.
    Für die Beschreibung danken wir quälix Mail an Absender

    Highscores

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    Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
    1.Domi Mail an Absender0 h 19 m 30 s06.06.2008
    2.nullliver Mail an Absender0 h 23 m 20 s24.08.2006
    Renngeist Mail an Absenderohne Zeit31.05.2009
    comander00 Mail an Absenderohne Zeit13.08.2011
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