Sveti Jure (1762 m)

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Sveti Jure (1762 m)

Dinarisches Gebirge, Biokovo-Gebirge, Dalmatien, Split-Dalmatien.
Der Sveti Jure, der Berg des Heiligen Georg, liegt ca. 80 km südlich von Split und ist eine grandiose Herausforderung für Radfahrer: Wo kommt man schon mit 1700 Hm am Stück auf einen Aussichtpunkt 5 km Luftlinie entfernt von einer der schönsten Küsten Europas?
Die Ausblicke waren schon bei sommerlichem Dunst gigantisch, das Karstgebirge ist auch sehenswert, und der Verkehr trotz einiger Touristen in der Hauptsaison gut erträglich, da Maut bzw. Eintritt verlangt wird und die Straßenbreite Busse und Wohnmobile verhindert.
Nach 23 km und 1350 Hm ab dem Eingang des Naturparks Biokovo liegt die mittlere Steigung bei mäßigen 6 %. Dennoch ist die volle Härtepunktzahl angemessen, weil es sich nicht um eine gleichmäßig trassierte Alpenstraße handelt, sondern um einen asphaltierten Versorgungsweg mit geländegeprägten Steigungen – sehr abwechslungsreich!
Mit kleiner Übersetzung (auch für Mountainbikes toll), Zeit, Kondition und außerhalb der Mittaghitze ist der Anstieg gut durchzustehen. Auf Zeit gefahren ist es mit das Härteste, was der Autor je erlebt hat. Was gibt es schöneres, einen sonst eher passiven Bade- oder Segelurlaub aufzupeppen?

Zwei Alternativen der Zufahrt von der Küstenstraße Magistrale gibt es:
Die Einfachste ist es, am südlichen Ortsausgang von Makarska auf die Provinzstraße 512 nach Vrgorac abzubiegen und diese 5 km sanft ansteigend auf 350 m bis zum Eingang Naturpark Biokovo links zu folgen. Es gibt nette Ausblicke, eine breite Straße, aber einiger Verkehr und ab den Mittagsstunden heftige Sonneneinstrahlung. Als flotte Abfahrt ist diese Variante aber gut geeignet.
Die schönere Variante zweigt in Podgora südlich hinter der zweiten Brücke ab: Die Dorfstraße nach Gornj Podgora schlängelt sich durch Wald, Felder und alte Weiler etwas steiler hinauf, doch herrscht dort wesentlich weniger Verkehr. Am Ende biegt man rechts rückwärts auf dieselbe Provinzstraße 512 ein und nach weiteren 500 m Anstieg kommt man zum Eingang des Naturparks.
Für die Beschreibung danken wir hakage Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Südwestanfahrt vom Biokovo-Naturpark23 km1350 HmSchön: 5 SterneHart: 5 Sterne

Südwestanfahrt vom Biokovo-Naturpark  23 km / 1350 Hm Schön: 5 Sterne Hart: 5 Sterne

Da es sich um eine Gipfelstraße handelt, ist dies die einzige Auffahrt.
Am Eingang zum Biokovo-Naturpark lässt der Autor den Anstieg trotz bereits erreichter 350 Hm beginnen, weil auch Radfahrer anhalten und zahlen müssen: Sommer 2008 30 kn pro Person = 4,30 €, die sich lohnen zu löhnen.
Zunächst geht in zehn Serpentinen durch schattenspendenden Kiefernwald hindurch recht gleichmäßig mit 4 bis 9 % bergan. Auf ordentlicher Straße geht dann in weiteren vier langgezogenen Serpentinen die felsige Steilwand hoch mit ersten tollen Blicken über die Riviera und die davor gelagerten Inseln.
Nach 8 km erreicht man das kleine Gasthaus auf 900 m an der Oberkante der Steilwand. Achtung: Hier ist letzte Gelegenheit zur Einkehr, da weder Wasserstellen noch Platz für auch nur eine Bude auf dem Gipfel ist! Notfalls gibt es überteuertes Wasser in Rangerhütten.
Nun wird es eine einspurige Straße mit auch für Rennräder brauchbarem Asphalt, die sich auf dem Gebirgszug durch fantastische karstige Landschaft hochzieht. Da sie sich der Landschaft anpasst, sind die Steigungen sehr wechselhaft: Von kurzen Zwischengefällen über Flachstücke bis zu kurzen Rampen an die 20 %! Bei Kilometer 12 und auf 1200 m Höhe befindet sich ein Aussichtsbalkon mit grandiosem Blick auf die ca. 3 km Luftlinie entfernte, aber 1,2 km tiefer liegende Küste – nur fliegen ist wohl schöner!
Der Anstieg besitzt weiter wellig ansteigenden Charakter im Gebirgskarst. Nach 18 km wird der Nordostabhang erreicht und damit auch das dicke Ende. Am Abhang entlang geht es stramm mit teilweise mehr als 15 % bergauf. Dafür entschädigen neue Blicke ins Inland bis weit nach Bosnien hinein.
Nach dem Vorpass bei Kilometer 20,5 folgen die letzten fünf Serpentinen mit einer Maximalsteigung von 19 % etwa 300 m vor dem Gipfel auf 1762 m. Von diesem aus soll man an klaren Tagen bis nach Italien sehen können. Dort oben findet man ansonsten einen Gipfelparkplatz für nur fünf Autos, eines hässliche Sendeanlage und dahinter die hübsche Kapelle des Heiligen Georg vor.

Die Abfahrt auf der einspurigen Straße sollte wegen entgegenkommender Autos, Sand und Hinterlassenschaften von Kühen auf der Fahrbahn vorsichtig angegangen werden.
Für die Beschreibung danken wir hakage Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: el Pedalero Mail an Absender1 h 21 m 10 s12.08.2010
Mittlere Zeit: Tschakka Mail an Absender1 h 43 m 05 s27.08.2008
Langsamste Zeit: 2 h 30 m 00 s05.08.2007