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Tappein (1397 m)

IMG 5755.

Auffahrten

Von Uwe – Im Tourenplaner existiert schon länger eine kleine Sackgasse ab Vetzan, die bisher auch keinen benannten Endpunkt hatte und deshalb eher ein Dornröschendasein führte. Daher erst mal mein Dank an den QD-User Gigi, dem wir diesen Track zu verdanken haben. Auf Landkarten fällt dieser Weg auch nicht ins Auge, da er sich in Luftlinie kaum von anderen Wegen entfernt. Alles zu Unrecht, denn aus sportlicher Sicht als auch aus Sicht des Landschaftsgenießers lohnt es sich durchaus, dieses Wegelein aufzusuchen.
Zunächst ist es nicht einfach, einen sinnvollen Startpunkt für die Beschreibung der Auffahrt zu finden. Es bietet sich Vetzan (Vezzano) als Talort an, da dieses Dorf am nächsten am Beginn der eigentlichen Auffahrt liegt. Bekannter wäre noch Goldrain, aber wer von Schlanders über die SS 38 kommt, wird schon vorher (ca. 1 km ab Ortsende Schlanders) links in eine kleine Straße (Mareinweg / Via Marein) abzweigen und nach ca. 800 m den Abzweig links nach Tappein (Tappeinweg / Via Tappein) finden und nach weiteren 300 m noch einmal links abbiegen.
Wer von Goldrain kommt, würde zunächst einmal nach Vetzan fahren (verschiedene Varianten) und dort etwas oberhalb der Kirche nach links den Ort verlassen (Torgglweg / Via Torggl). Die ersten ca. 500 m ab der Kirche sind völlig harmlos bis zum Abzweig nach rechts mit Beschilderung nach Tappein. Ab hier beginnt auch schon die Schlüsselstelle des Anstiegs mit zwar nur 500 m Länge, aber Spitzensteigungen bis gut 20 %. Der völlig unscheinbare Weg schlängelt sich leicht, sodass man nicht wirklich erahnen kann, ob er überhaupt noch einmal flacher wird. Ich hatte bei meiner Befahrung auch zunächst auf korrupte Höhendaten im Tourenplaner gehofft (Gigi, bitte entschuldige meine bösen Verdächtigungen!).
Mit einem Schwenk nach Westen und damit parallel zur Hanglage wird der weitere Weg aber angenehmer zu fahren und wir bewegen uns in herrlicher kurzer Abfolge von kleinen Kurven am Hang entlang durch lichten Kiefernwald, aus dem heraus wir immer wieder den Blick auf die Bergwelt Richtung Ortlergruppe genießen können. Im weiteren Verlauf treffen wir auf zwei Kehren, sodass wir auch einmal einen anderen Blick genießen können.
Am Abzweig nach links zur Burg Schlandersberg (kann man hin fahren, ist aber nicht wirklich lohnend) folgen wir natürlich dem Schild nach Tappein nach rechts. Fünf Kehren später kommen wir dann nach relativ gleichmäßiger Steigung am Ende der Welt, ach nein, am Ende des Asphalts an und befinden uns an einem total einsamen Hof, der aber leider keine Gastronomie hat.
Von hier oben haben wir eine herrliche Aussicht über den Vinschgau mit seinen Apfelplantagen und die Berge der Umgebung. Direkt nebenan blicken wir auf die Höfe oberhalb von Kortsch, hier als Sonnenberg (Kortsch) beschrieben, wovon uns aber das tiefe Schlandrauntal trennt.
Wer keine große Wärme verträgt, sollte diesen schönen Anstieg nur an einem kalten Tag in Angriff nehmen, da hier trotz des lichten Kiefernwaldes große Hitze herrschen kann. Ich bin in Goldrain bei ca. fünf Grad mit warmer Kleidung gestartet und konnte die langsam aufkommende Erwärmung auf doch noch recht übersichtliche Temperaturen genießen. Ob man hier bergab schnell fahren kann, ist mir nicht erschlossen, da ich nach dem Schneefall der vorigen Tage (September 2017) unzählige Fotostopps machen musste.
5 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:44:00 | 27.02.2019
Zuelle
Mittlere Zeit
00:44:00 | 27.02.2019
Zuelle
Dolce Vita
00:49:25 | 27.05.2014
gigi

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