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Vadrain (1630 m)

Vadrain

Auffahrten

Von Uwe – Schon einmal vorab eine Info, ob es sich lohnt, über eine Befahrung der Strecke mit dem Rennrad nachzudenken: Ja, der Weg ist durchgehend befestigt. Aber nur bis zu einer Höhe von ca. 1250 m haben wir ordentlich befahrbaren Asphalt und den schmalen Reifen und der Rest der Auffahrt besteht aus gröbstem Beton mit sehr üblen Brüchen, Rinnen, Löchern und allem, was ein Rennrad nicht mag. Außerdem ist der Beton noch weitestgehend mit Dreck, Kies und Schotter überdeckt, so dass trotz der „befestigten“ „Fahrbahn“ in der Realität nur eine grobe Schotterpiste besteht. Da so etwas im Tourenplaner nicht für jeden Fahrer klar verständlich klassifiziert werden kann, hat der Autor die Version teilweise grober Schotter gewählt. Übrigens war die Abfahrt auf diesem Material fast so schwierig wie die Auffahrt.

Wer jetzt trotz aller Warnhinweise weiterliest und sogar weiterfährt, dem steht eine völlig einsame Fahrt auf einer kernigen Strecke bevor. Dass schon allein die durchschnittliche Steigung von 12 % kein Kindergeburtstag ist, sollte klar sein und dann auch noch auf diesem, eher schrecklichen Untergrund. Wir fahren zunächst in Martina in den Ort hinein und nicht auf der Hauptstraße drum herum. Dort biegen wir gegenüber der Kirche in einen schmalen, asphaltierten Weg mit der Beschilderung nach Vadrain usw. ein und folgen weiter an allen Abzweigen dem einzigen Asphaltstreifen. Auch hier ist der Weg schon infolge des geringen Verkehrs etwas verschmutzt.
Auf ca. 1250 m Höhe erreichen wir dann die Stelle, an der wir entscheiden sollten, ob die Tour hier endet oder nicht. Es beginnt also die oben beschriebene Betonrumpelpiste mit Schotterüberzug. Wenn es nicht diesen üblen Straßenbelag gäbe, würde der Autor vier grüne Schönheitssterne vergeben haben, so wurden es aber nur drei. Ab hier fahren wir noch ca. drei Kilometer mit einem Höhenunterschied von fast 400 Metern auf diesem Weg und hoffen immer wieder auf Erleichterung, die aber nicht kommt. Bestenfalls in einer der wenigen Kehren könnte man vielleicht einmal eine Hand vom Lenker nehmen und einen Schluck trinken. Aber selbst hier kann es schwierig werden, wieder anzufahren.
Knapp unter dem Endpunkt des Unterfangens stand zum Zeitpunkt der Befahrung ein Seilkran eines Forstbetriebs. Hier war der Weg so stark verschmutzt, dass der Autor aus Sicherheitsgründen abstieg und den kurzen Rest der Strecke das Rad schob. Schön ist es hier ober aber schon. Es gibt einige verstreut liegende Hütten, die wohl zumindest in der Ferienzeit bewohnt sind und hier wurde sogar ein Wanderer gesichtet. Ansonsten herrscht hier Ruhe und Abgeschiedenheit und man kann die Aussicht über die Engadiner Berge und auf der gegenüberliegenden Seite nach Nauders und seine Berge genießen.

Und dann kommt noch die Abfahrt zurück in die Zivilisation … Steil, grob und mit dem Renner wirklich heikel zu befahren, ist man froh, irgendwann wieder unten zu sein. Der Autor benötigte ca. 30 Minuten für die nur 4,9 km Strecke bergab!
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