Valser Tal (1984 m)

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Valser Tal (1984 m)
Zervreilasee

Alpen, Lepontinische Alpen, Surselva, Graubünden.
Zervreila .
Das Valser Tal mit seinem Endpunkt am Zervreilasee (1862 m) ist ein südliches Seitental des Vorderrheins, welches in Ilanz (705 m) in das Vorderrheintal mündet. Der Valser Rhein mündet bei Uors in den Glenner, der aus dem Val Lumnezia kommt, und fließt als Glenner nach Ilanz in den Vorderrhein. So hat man von Ilanz kommend eigentlich 2 Täler vor sich, so dass man sich erst spätestens in Peiden (Valser Tal) oder in Cumbel (Val Lumnezia) entscheiden muss, welches Hochtal man wirklich besuchen will. Dort ist nämlich die letzte Querverbindung (teilweise Erdstraße) über den Glenner, der hier schon das Wasser aus beiden Tälern führt.
Es handelt sich beim Valser Tal um ein von Walsern besiedeltes Tal, wie der Name schon sagt. Die Walser haben in vergangenen Jahrhunderten überwiegend schwer zugängliche Gegenden erschlossen und unter sehr schweren Verhältnissen in teilweise sehr steilem Gelände Landwirtschaft betrieben.
Das Valser Tal ist nur dünn besiedelt, überwiegend deutschsprachig, im Gegensatz zu seinem Schwestertal, dem Val Lumnezia, welches sehr stark Rätoromanisch geprägt ist, vielleicht sogar am stärksten in der gesamten Surselva.
Landschaft gibt es hier auch, und zwar von teilweise atemberaubender Schönheit. Bis zum Hauptort Vals (1254 m), vielleicht bekannt durch sein gleichnamiges Mineralwasser und das von Peter Zumthor gestaltete Thermalbad, ist die Landschaft eher lieblich, zwar steil, aber nicht schroff. Ab dort bis zum Ende der Fahrstraße (1984 m) ist die Landschaft alpin, vor allem ab dem Zervreilasee.
Für die Beschreibung danken wir Uwe Mail an Absender

Liste der Auffahrten

Nordanfahrt von Ilanz 29,6 km1305 HmSchön: 4 SterneHart: 3 Sterne

Nordanfahrt von Ilanz   29,6 km / 1305 Hm Schön: 4 Sterne Hart: 3 Sterne

Von der Nationalstrasse 19 aus dem Vorderrheintal kommend folgen wir in Ilanz erst einmal den Schildern nach Ilanz/Vals in die Stadt Ilanz. Richtig: Stadt Ilanz, die erste Stadt am Rhein. In der Stadt fahren wir dann weiter Richtung Vals/Vrin nach rechts und kommen hinter einer Linkskurve an eine weitere Abzweigung, wo es rechts nach Vrin und geradeaus nach Vals geht. Es geht heute geradeaus weiter auf erst einmal relativ flacher Strecke am Glenner, dem dortigen Fluss, entlang bis Peiden (815 m). Es folgen einige Kilometer mit überschaubarer Steigung und immer wieder flachen Teilstücken bis zur Abzweigung nach Tersnaus (1018 m). Dort geht es sogar noch einmal einige wenige Höhenmeter leicht bergab.
Bis nach Vals, Ortsende (1271 m) sind wir ab Ilanz schon 21,5 km gefahren und haben dabei noch nicht allzu viel an Höhe gewonnen. Das ändert sich jetzt schlagartig, denn es wird steil, die Straße schmal, und die Landschaft deutlich alpiner. Bei Kilometer 23,5 beginnt ein steiler, 1,8 km langer einspuriger Tunnel, wo der Verkehr durch eine Ampel geregelt ist. Der Höhenunterschied im Tunnel beträgt ca. 135 Höhenmeter! Aber keine Panik, der Tunnel ist ordentlich beleuchtet und hat nahezu keinen Verkehr, außerdem ist er breit genug, auch einem Auto zu begegnen. Er besteht teilweise aus nacktem Fels oder ist nur mit Spritzbeton ausgekleidet. Bald hinter dem Tunnel erreichen wir die Krone der Staumauer des Zervreilasees auf 1868 m bei Kilometer 28,5 ab Ilanz. Weiter geht es noch gut einen Kilometer steil bergauf bis zum Ende der asphaltierten Straße am Parkplatz an der Kapelle Zervreila. Diesen Schlussanstieg sollte man auf jeden Fall noch mitnehmen, da die Aussicht über den wunderschön gelegen Zervreilasee zum gleichnamigen Zervreilahorn (2898 m), dem „Valser Matterhorn“ die Mühen lohnt.
Ab hier geht es wirklich nur noch zu Fuß (z.B. zur Läntahütte/SAC 2090 m) oder mit dem Mountainbike weiter. Bestimmt auch schön, aber bei einer Rennradtour nicht gut zu kombinieren.
Für Freunde des kleinen Abenteuers gibt es aber doch noch eine kleine Möglichkeit, etwas Zusätzliches zu erleben. Man kann nämlich in der Abfahrt von der Staumauer nach Vals direkt vor dem oberen Tunnelportal links abbiegen, und die alte, aufgegebene Straße benutzen. Sie ist völlig dem Verfall preisgegeben, aber bergab notdürftig noch mit dem Rennrad zu befahren. Es ist zwar eine Umgehung des 1,8 km langen Zervreilatunnels, aber keineswegs eine grundsätzliche Vermeidung von Tunnels. Der Weg führt an einem fast senkrechten Felshang, teilweise mit großen Überhängen entlang talwärts und landet in einem schwach (für Wanderer?) beleuchteten uralten Tunnel. Dieser Tunnel und auch die verfallene Straße sind die Mühe wert, besucht zu werden, aber nur in der Abfahrt und unter großer Vorsicht! Bergauf fahren mit dem Rennrad ist wahrscheinlich hier nicht möglich, da man auf diesen Fahrbahnresten keinen Grip, sondern höchstens die Knie auf den Boden bringt. Am unteren Ende des offiziellen Tunnels trifft man wieder auf die Straße. Für Schäden an Mensch oder Material können weder der Verfasser noch quaeldich.de Schadenersatz übernehmen.
Für die Beschreibung danken wir Uwe Mail an Absender

Highscores

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Platz   Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
stb72 Mail an Absenderohne Zeit25.08.2007
Uwe Mail an Absenderohne Zeit21.07.2007
bergschwabe Mail an Absenderohne Zeit21.05.2009
IbanMayo Mail an Absenderohne Zeit09.10.2009
Benni Mail an Absenderohne Zeit21.07.2007
greyback58 Mail an Absenderohne Zeit27.07.2007
martinZH Mail an Absenderohne Zeit09.08.2010