Viderjoch (2723 m)
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DLRF: 2
Viderjoch (2723 m)
Alpen, Rätische Alpen, Samnaungruppe, Tirol.
Das Viderjoch verbindet das österreichische Paznauntal im Norden mit dem Schweizerischen Compatsch bei Samnaun im Süden. Nordseitig ist die Straße bis zur Idalpe asphaltiert, südseitig hingegen praktisch gar nicht. Bei einer Befahrung mit dem Rennrad empfiehlt sich daher, im Norden zu starten (bei einer Befahrung von Süden sind einige ausgedehnte Schiebepassagen einzuplanen).
Natürlich kann man sich nun fragen, ob eine solche Straße noch mit dem Rennrad befahren werden soll. Der Schreibende war schließlich überrascht, wie problemlos es ging. Gerade mal 50 m musste das Rad bergauf geschoben werden, bergab nach Compatsch waren keine Absteiger zu verzeichnen. Die 23-mm-Reifen hielten dem Härtetest bravourös stand.
Die Aussicht am Joch gegen Süden ist fantastisch, wie man leicht an den Bildern erkennen kann. Nur die allgegenwärtigen Wintersport-Installationen haben fünf grüne Sterne verhindert.
Für die Beschreibung danken wir tortenbäcker 

Liste der Auffahrten
| Nordanfahrt von Ischgl via Idalpe | 11,3 km | 1343 Hm | ![]() | ![]() |
| Südanfahrt von Compatsch | 9,2 km | 1001 Hm | ![]() | ![]() |
Nordanfahrt von Ischgl via Idalpe 11,3 km / 1343 Hm

Bis zur Idalpe ist diese Anfahrt schon äußerst amüsant von Thomas beschrieben. Ein paar hundert Meter nach der Idalpe ist dann leider Schluss mit der festen Unterlage. Tant pis. Die Staubpiste ist allerdings zumindest anfänglich in ausgezeichnetem Zustand. So rollt man bei recht angenehmen Steigungswerten immer höher Richtung Himmel.
Die Natur wird nun sehr karg, man fährt durch eine Mondlandschaft. Die Wintersport-Installationen trüben leider das Landschaftsbild merklich. Auf etwa 2500 m traversiert man den Hang nach Südwesten. Es ist fast flach; eine letzte Verschnaufpause, bevor die Schlussrampe nochmals Lunge und Beine so richtig fordert. Eine Linkskurve läutet die 170 finalen Höhenmeter ein, die durchschnittlich 18 % steil sind und Spitzen von geschätzt 30 % aufweisen.
Zwei kurze Abschnitte (zusammen etwa 50 m) sind grober Schotter und leider nicht befahrbar, den Rest kriegt man mit vollem Einsatz gerade so hin. Des Belags wegen muss man schneller fahren, als man dies auf Asphalt tun müsste, was bei der Höhe über Meer und der Steigung den Puls in ungeahnte Sphären schnellen lässt. Übersäuerte Beine und Puls-Maxima sind vorprogrammiert!
Für die Beschreibung danken wir tortenbäcker 

Südanfahrt von Compatsch 9,2 km / 1001 Hm

Auf der Dorfstraße durch Compatsch biegt man ein in die Urezzastrasse, die nach Norden führt. Nach einigen hundert Metern endet leider der Asphalt. Danach ist eine recht steile Naturstraße Programm, die den Grashang hochführt. Bei der Alp Trida auf gut 2200 m flacht die Straße zwischenzeitlich ab. Auf 2423 m, kurz vor dem Alptrider Sattel, biegt man rechts ab. Die Belagsqualität nimmt nun ab, die Steilheit dafür zu. Manche ausgedehnte Teilstücke laden zum Schieben ein. Nach kräfteraubenden letzten 300 Hm erreicht man dann endlich den Hochpunkt. Das Viderjoch ist mit dem Rennrad von dieser Seite sicher ein grenzwertiges Vergnügen.
Da der Autor diese Seite nur bergab gefahren ist, freut sich quaeldich.de über eine ausführliche Beschreibung.
Für die Beschreibung danken wir tortenbäcker 

















