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Vorder Höhi (1537 m) Amdener Höhe

In diesem schönen, stillen Tal, klettert man das Sträßchen hoch.Hans Schreck

Auffahrten

Von Hans Schreck – Dieser Pass, welcher sich durch die steile Auffahrt (durchschnittlich 10,2 % Steigung) und eine besondere Abfahrt hervorhebt, degradiert so manchen angesehenen klassischen Alpenpass zu einem komfortabel zu fahrenden Hügel. Die Auffahrt von der Südseite her ist sehr malerisch.
Gestartet wird in Weesen am Walensee (419 m), welcher an seinen felsigen Ufern kaum eine Straße aufnehmen kann. Vom Gestade in Weesen aus, wo man den Schiffen und Surfern zuschauen kann, erblickt man die 200 m höher liegende Galerie der wenig befahrenen, breiten Strasse, welche zum Skiort Amden hinauf führt. Nach kurzen 2 km ist man bereits bei der Galerie, von wo aus man einen wunderbaren Blick auf den unten liegenden See und die schon kleinen Schiffchen und Surfer hat. Unmittelbar danach, die Straße steigt immer noch an (und es wird noch lange so weiter gehen), erblickt man die sonnige Hochlage von Amden. An Bauernhöfen vorbei fährt man durch einen kleinen Dorfkern, mit Poststelle, Touristen-Information und Restaurants, weiter bergauf.
Nach dem Zentrum für Asylsuchende (auf Talseite) steht auf der linken Seite der Straße an einem Hang der Skilift Sell. Hier muss man nach links in einen schmalen Fahrweg, welcher in ein kleines Tal weiter hinauf führt, abbiegen. Jetzt beginnt der Anstieg zur Vorder Höhi, man kommt nun langsam näher zur Natur (und die Zunge näher zum Boden). Die Steilheit bemerkt man wegen der schönen Landschaft erst dann, wenn man zurück blickt, und man begreift dann auch warum man so langsam bergauf kriecht. Zeitweise ist der Anstieg so steil, dass sich das Vorderrad beim kräftigen Tritt im Sitzen vom Boden abhebt.
Nach einer Kurve erreicht man einen Alp-Kuhstall, von wo aus man die Passhöhe sieht. Diese ist erreicht, wenn der Asphaltbelag endet und die gerillte Beton-Panzerpiste beginnt. Dort bei den Kuhställen gibt es einen Brunnen mit frischem Quellwasser und Sitzbänke aus Baumstämmen mit einer schönen Aussicht auf die Schweizer Voralpen (Glarner Alpen, Churfirsten, Säntis). Außerdem fehlt der Lärm von Autos und Motorrädern.
Die Abfahrt nach Starkenbach im Toggenburg, über die schmale mit Querrillen versehene Betonpiste, welche zu 85 % durch den Laubwald am Erlenloch führt, erfordert die absolute Konzentration. Mehr als 40 km/h liegen nur kurzfristig drin. Das Sträßchen geht steil bergab (10,6 % im Schnitt), ist eng, ist wegen der Schattenlage des Laubwaldes feucht und schlüpfrig (im Herbst besonders gefährlich), hat nach längeren Geraden sehr enge, schwer abzuschätzende Haarnadelkurven, und im Schatten des Waldes sind die Steine und die Risse, Schlaglöcher, Absenkungen, und der Versatz der Betonplatten schwer zu sehen. An einer Stelle fehlen ca. 10 Meter Beton, und man fährt über Kies. Das Gemeinste daran ist aber, dass man die ganze Zeit durch die 2–3 cm breiten Quer-Rillen, die immer vorhanden sind, über alles stark durchvibriert wird. (Ein Fullsuspension-Rennrad wäre hier angebracht!)
Irgenwann, weit unten in Starkenbach, freut man sich wieder über die Asphaltstraße und die wärmende Sonne. Vor der Weiterfahrt sollte man allerdings alle Schrauben am Fahrrad auf festen Sitz überprüfen!

Anmerkung: Wer sich wirklich quälen will, fährt vorher noch über den in Netstal, 10 km vor Weesen, endenden Pragelpass. Viel Spaß!

65 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:46:27 | 23.06.2012
fulcrum
Mittlere Zeit
01:06:51 | 02.10.2012
Henry_K
Dolce Vita
01:30:00 | 18.06.2005
silvangaertner
Von muskulus – Die Abzweigung in Starkenbach ist gut ausgeschildert, unter anderem mit einer MTB-Route. Man fährt an einem Sägewerk vorbei und dann links unter einer Mini-Seilbahn hindurch. Nicht nach rechts über die Brücke fahren, die Beschilderung ist hier nicht ganz eindeutig.
Die ersten 1,5 km folgen dem Bach im Tal entlang, die enge Straße ist sehr gut asphaltiert. Die Steigung ist unregelmäßig und schwankt ständig zwischen 0 bis max. 11 % hin und her. Nachdem wir über zwei Brücken kurz hintereinander zweimal den Bach überquert haben, biegt die Straße rechts ab. Man folgt der Beschilderung um die Kurve und sieht mit Schrecken die steile Rampe, die hier wartet. Die Steigung erreicht kurz 14 % bis zur ersten Kehre, dort wird es zwar etwas flacher, aber der gute Asphaltbelag endet nach der Kehre. Jetzt beginnen die berüchtigten geriffelten Betonplatten, die hier aber noch eine feine Oberfläche haben. Die Platten sind sauber verlegt, so dass es kaum Fugen gibt, auch sind viele Stellen mit Asphalt ausgebessert. Die Steigung pendelt sich jetzt bei ziemlich gleichmäßigen 10 bis 11 % ein, an einigen Stellen auch etwas weniger. Die Stecke führt weiter im Wald bergauf, und es folgen weitere sieben Kehren.
Weiter oben lässt die Qualität der Betonplatten leider nach, die Querrillen werden tiefer und die Platten insgesamt unebener. Doch bei dem geringen Tempo ist das zu verkraften. Nach der letzten Kehre geht die Steigung merklich zurück, man fährt über einen Weiderost (hier Vorsicht bei der Abfahrt!) und aus dem Wald heraus. Der Belag wechselt wieder zu glattem Asphalt, es folgen hier noch eine Rampe mit 13 % und einige Kurven, die sich furchtbar in die Länge ziehen, bevor man die Gebäude (Ställe) auf der Passhöhe sieht. Hier gibt es einen Wanderwegweiser mit Höhenangabe, einen Brunnen und eine Bank.

Die Auffahrt ist von Kraftverkehr wenig befahren, aber nicht ganz verkehrsfrei. Da die Straße sehr schmal ist, sollte man bei Gegenverkehr schon aufpassen. Kommt einem, wie dem Autor, gar ein Laster entgegen, sollte man in Erwägung ziehen, auch mal am Straßenrand anzuhalten und den Stärkeren vorbeizulassen.

48 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:34:49 | 28.07.2006
Bene
Mittlere Zeit
00:42:12 | 28.09.2012
mont_flow
Dolce Vita
00:59:31 | 18.04.2007
Gletscherpilot
Eigenwerbung von quaeldich.de

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