Weissensteinpass (1279 m)

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Weissensteinpass (1279 m)

Jura, Schweizer Jura, Solothurn.
Der Berg, der diesem Pass seinen Namen gibt, liegt nördlich der Stadt Solothurn und ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer. Von der Ortschaft Oberdorf aus führt ein Sessellift hinauf. Vom Kurhaus aus bietet sich bei guter Sicht ein atemberaubender Blick über das gesamte Mittelland hinweg auf die Alpen. Auf dem Berg gibt es ausserdem einen Planetenweg und ein begehbares Höhlensystem. Wer will, kann sich auch mit einem Zug tief in den Berg begeben und eine Tunnelbesichtigung machen. Wer den Weissenstein mit dem Fahrrad überqueren will, dem sei dringen die Nordrampe empfohlen. Die Südrampe ist nämlich so steil, dass man am besten gleich den Sessellift nimmt oder ein viertes Kettenblatt montiert. Die Strasse ist (mit Ausnahme von Motorradfahrern) meistens nur schwach befahren und bietet sich von daher für den sportlichen Fahrradfahrer oder Biker förmlich an. Vorsicht ist jeweils bei den Abfahrten geboten - ein unterdurchschnittlicher Strassenbelag und das grosse Gefälle ist eine schlechte Kombination.
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Liste der Auffahrten

Nordrampe von Gänsbrunnen5 km547 HmSchön: 2 SterneHart: 4 Sterne
Südrampe von Oberdorf5 km624 HmSchön: 3 SterneHart: 5 Sterne

Nordrampe von Gänsbrunnen  5 km / 547 Hm Schön: 2 Sterne Hart: 4 Sterne

Profile und Tracks

Vom Weiler Gänsbrunnen aus, der in einem Jura-Längstal am Rande einer Klus (Felsenkessel, welcher einen Gebirgszug durchschneidet; durch Erosion gebildet) liegt, steigt die Strasse unregelmässig und teilweise steil an. Schon bald lässt man die Weiden hinter sich und befindet sich im Wald. Nach ca. einem km pendelt sich das Gefälle so bei gut 10% ein, so dass man in einen guten Rhythmus kommt. Nach weiteren 3 km und zwei Kehren ist bereits die letzte Gerade erreicht. Doch dieser Abschnitt von knapp einem Kilometer hat es in sich: durchschnittlich >14% müssen erklommen werden! Nach der Passhöhe und einer kurzen Abfahrt kann man sich entweder im Kurhaus oder im Berggasthof einen verdienten Imbiss gönnen. Da praktisch die gesamte Strecke im Wald liegt, ist sie eher langweilig; es gibt auch keine grossartigen Aussichtspunkte, da die umliegende Bergzüge die Sicht gegen Norden versperren. Erst wer oben angekommen ist, wird bei entsprechenden Sichtverhältnissen mit dem Ausblick auf die Alpen belohnt.
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Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: Miguel San Pellegrino Mail an Absender0 h 29 m 45 s08.05.2010
Mittlere Zeit: edge Mail an Absender0 h 37 m 48 s03.08.2008
Langsamste Zeit: 0 h 48 m 17 s18.06.2006

Südrampe von Oberdorf  5 km / 624 Hm Schön: 3 Sterne Hart: 5 Sterne

Profile und Tracks

Den Weg zum Anstieg kann man fest nicht verpassen, diverse Schilder weisen auf den Weissensteinpass hin. Schon von weitem ist die weiße Jurawand zu erkennen. Gleich unter dem Startpunkt der Weissensteinbahn fängt auch der eigentliche Pass an. Ein Schild informiert über die kommende Steigung von 22%, welche über 2 längere Teilstücke locker erreicht und sogar überschritten wird. Nach ca. 200m befindet sich auf der linken Seite das Restaurant "Weberhüsli". Hier sollte man sich noch einmal stärken, bevor es dann richtig losgeht.
Als "Begrüßung" hat der Weissensteinpass ein paar große weiße Felsbrocken dekorativ am Strassenrand positioniert. Diesie werden ihm wohl den Namen gegeben haben. Die erste Gerade von 500m nach der Rechtskurve ist mit 9% noch relativ harmlos, nach der ersten Linkskehre steigt die Straße dann auf 200m schon mit 15% - nach einer Rechtskehre beginnt dann der Kampf: Eine 650m lange Gerade mit 20% im Schnitt baut sich vor einem auf. In der Mitte dieser Geraden bewirkt eine mörderische Rampe, dass man am Lenker ziehen muss, bis man glaubt, ihn gleich in der Hand zu halten: meine 34/26 Übersetzung ist fast am Anschlag. Mit 7km/h krieche ich rauf.
Die sich abzeichnende Kurve macht mir Hoffnung auf Entspannung. Der Sessellift kreuzt die Straße bei fast jeder Kehre, das Geratter des Lifts nervt und die Leute schauen dem Sterbenden interessiert zu. In der nächsten Linkskehre auf 890 m hat man noch nicht die Hälfte der Strecke hinter sich.
Auf 500m ist bei 5% Steigung erst einmal Entspannung angesagt. Zum Glück liegt bis auf ein kleines Stück gegen Ende die gesamte Strecke im Wald. Der Gedanke "kommt es noch schlimmer?" durchzuckte mich. Und es kommt schlimmer! Der nächsten Rechtskehre folgt eine 1km lange Gerade, in der es auf 350m über 100m hochgeht – der absolute Wahnsinn!
Eine Kolonne von Autos verhindert einen Zickzackkurs, und die "Hopp Hopp" Rufe kann ich mit einem gequälten Lächeln und "Danke, kann ich brauchen" quittieren. Nach einer "sanften" Linkskurve sieht man, dass die verflixte Steigung noch gar nicht fertig ist, aber die 12% bis zur nächsten Linkskehre sind schon fast Erholung. Das Gröbste ist jetzt durch!
Mit 15% geht es auf die letzten 800m. Jetzt kommt man aus dem Wald und sieht auf der linken Seite das Restaurant "Sennhaus", aber die Passhöhe ist immer noch nicht zu sehen. Eine Welt bricht zusammen! Weit kann es aber gemäss Radcomputer nicht mehr sein. Hier sollte man die schöne Aussicht auf das Juramassiv im Osten und Westen ein wenig genießen. Die Straße führt mit einer Rechtskehre wieder in den Wald, und die wirklich letzten 150m hinauf zur Passhöhe sind dann im Sprint zu nehmen. Das Bedürfnis, das Passschild zu umarmen, ist riesengroß.
Fazit dieses Aufstiegs: der Pass ist schön zu fahren und erlaubt einem immer wieder schöne Blicke Richtung Solothurn. Zum Glück sind 95% des Anstieges im Wald, welcher doch eine schöne Kühle spendet. Negativ ist der Sessellift, der durch sein Geknatter über den gesamten Aufstieg ein wenig nervt und somit auch verhindert, dass man die Autos schon früh hört. Für "Prozentjunkies" ist dieser Pass definitiv ein Muss und meines Wissens ohnegleichen in der Schweiz.
Für die Beschreibung danken wir Oliver Habegger Mail an Absender

Highscores

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Fahrer     Zeit                    Datum            Aktion
Schnellste Zeit: elmi13 Mail an Absender0 h 37 m 44 s01.10.2006
Mittlere Zeit: dbeckel Mail an Absender0 h 54 m 00 s14.10.2007
Langsamste Zeit: 1 h 11 m 00 s14.10.2007