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Pässe Aostatal

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Regionsbeschreibung

Von Droopy – Das Aostatal ist die kleinste Region Italiens. Die Hauptachse besteht aus dem Tal der Dora Baltea. Einziger (flacher) Zugang ist der Weg aus dem Piemont über Pont-Saint-Martin, der in früheren Jahrhunderten nur wenige Kilometer später eindrucksvoll durch die ehemalige Festung Bard an einer Engstelle geschützt wurde. Alle anderen Ausgänge aus dem Tal müssen Pedalritter über die beiden Bernhardpässe nehmen.
Und so zählt ein Alpentransit über den Grand St. Bernhard und den Petit St. Bernhard für viele Radfahrer sicherlich zu den Passtouren, die man einmal im Radfahrerleben mal gemacht haben sollte. Tipp: Wer die Strecke umgekehrt fährt, kann auf der Südseite des Gr. St. Bernhard auf einer sehr schönen Nebenstrecke den Verkehr umfahren und auf über 50 Kilometern ein Passerlebnis der Extraklasse erleben.
Die geringe Anzahl an klassischen Pässen hat allerdings seinen Grund, denn das Aostatal wird komplett von 4000er Gipfeln umrahmt. An der Westgrenze liegt mit dem Mont Blanc der höchste Gipfel der Alpen, an der Nordgrenze das Grand Combin-Massiv und die Monte Rosa-Gruppe, im Süden die Gipfel des Gran Paradiso. Dafür punktet das Aostatal mit einer Vielzahl an langen und beeindruckenden Strecken, die in die Nebentäler führen und mit sehenswerten Zielen aufwarten können.
Als Beispiel seien hier nur das Vallée de Gressoney, das Valtournenche mit seiner bekannten Giro-Bergankunft in Breuil-Cervinia oder das Valpelline mit dem Lago di Place Moulin genannt. Fast allen ist gemeinsam, dass die Strecken sehr verkehrsarm sind und mit spektakulären Naturerlebnissen aufwarten können. Dazu ist die Straßenqualität in der gesamten Region außerordentlich gut.
Damit lässt sich auch gut ein Vorurteil ausräumen, nämlich der starke Verkehr im Aostatal. Die Autokarawane wälzt sich im Grunde genommen allerdings nur die Hauptstraße SS 26 durch das Tal. Auf den meisten Abschnitten kann diese aber durch Nebenstraßen umgangen werden.
Ein zweites Vorurteil lässt sich ebenfalls ausräumen, denn das Aostatal besteht keinesfalls nur aus Tälern, die in Sackgassen münden. Wer die Karte genau studiert, kann tolle Rundtouren und ein Vielzahl von kleineren Pässen einstreuen. In der Gegend von Aosta beispielsweise durch die Befahrung der Route des Salasses oder nach Pila. Oder östlich davon mit dem Vallon de Saint-Barthélemy oder dem Col de Saint-Panthaléon, Col Tzecore und Col d’Arlaz geizt nicht mit Reizen und Panoramablicken und lässt sich sinnvoll in ausgiebige Touren integrieren.
Es soll sogar Radfahrer geben, die eingefleischten Mountainbikern und Wanderern im Aostatal neue Passtouren abringen. Wer eine längere Tragepassage nicht scheut, kann auf diese Weise aus dem Piemont über den Colle del Nivolet ins Valsavarenche gelangen. Was zunächst abenteuerlich klingt und wohl auch ist, war sogar einer großen deutschen Radzeitung mal einen eigenen Beitrag wert. Es gibt also viel zu entdecken.
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