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Pässe Hainleite

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Regionsbeschreibung

Von Kletterkönig120 – Die Hainleite ist ein Höhenzug in Nordthüringen und begrenzt zusammen mit der Dün, der Schmücke und der Hohen Schrecke den Nordrand des Thüringer Beckens.

Während die Hainleite nach Süden zum Thüringer Becken hin eher sanft und allmählich abfällt, hat sich zum Tal der Wipper hin eine bis zu 200 m hohe Steilstufe in der Muschelkalkformation gebildet. Bei Günserode, etwa 10 km östlich von Sondershausen, hat die Wipper ein kleines, enges Durchbruchstal geschaffen, durch das sie ins Thüringer Becken fließt und kurz darauf in die Unstrut mündet.

Der Übergang zur westlich gelegenen Dün lässt sich nicht exakt abgrenzen, verläuft aber in etwa entlang der Helbe. Das östliche Ende der Hainleite wird durch die Thüringer Pforte bei Sachsenburg markiert, an der die Unstrut das Thüringer Becken verlässt.

Die Längsausdehnung beträgt ca. 40 km, die Ausdehnung in der Breite kaum 10 km. Die höchste Erhebung der Hainleite befindet sich mit einer Höhe von 463 m zwischen Immenrode und Straußberg. Im Gegensatz zum eher ackerbaulich genutzten, fast waldlosen Thüringer Becken ist die Hainleite zu weiten Teilen bewaldet, die vorherrschende Baumart ist die Buche.

Die größte Stadt der Region, Sondershausen, liegt am Fuß der Hainleite im Tal der Wipper und ist über die Bahnstrecke Erfurt–Nordhausen an das Eisenbahnnetz angeschlossen. Am südlichen Stadtrand erhebt sich die Hainleite, wo sich mit einem Jagdschloß und einem Fachwerkaussichtsturm auf dem Possen ein beliebtes Ausflugsziel anbietet.

Trotz der Länge von 40 km gibt es nur 5 Straßen, die die Hainleite überqueren, davon drei im westlichen Teil der Hainleite, die B4 bei Sondershausen sowie entlang des Wipperdurchbruchs bei Günserode. Die Befahrung der B4 mit dem Rad kann jedoch aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens nicht empfohlen werden. Wer also die Hainleite bei Sondershausen überqueren möchte, sollte dies bei Straußberg oder Hainrode tun, beide Straßen sind deutlich weniger befahren.

Bekannt ist die Hainleite vor allem durch den erstmals 1907 ausgetragenen Radklassiker „Rund um die Hainleite”, einem der ältesten deutschen Eintagesrennen überhaupt mit Start und Ziel im ca. 50 km südlich der Hainleite gelegenen Erfurt. Die Streckenführung und Fahrtrichtung wurde im Lauf der Jahre öfters geändert, zuletzt fand dabei regelmäßig eine Bergwertung auf dem Kyffhäuser sowie mehrere Schlussrunden auf der Arnstädter Hohle in Erfurt statt. Nachdem das Rennen gegen Ende der 90er Jahre sogar eine Aufwertung im UCI-Rennkalender erfuhr und auch Profis zugelassen waren, zwangen die aufgrund anhaltender Dopingenthüllungen rückläufigen Sponsorengelder die Veranstalter dazu, das Rennen wieder in den Amateurbereich einzugliedern. 2009 erfolgte die Austragung der TEAG-Hainleite im Rahmen der U23-Thüringen-Rundfahrt.
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