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Pässe Hohe Rhön

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Regionsbeschreibung

Von Velocipedicus – Die Hohe Rhön, meist einfach Hochrhön genannt, ist der raueste, aber auch schönste und zentrale Teil der Rhön. Seit 1991 ist die gesamte Rhön als besonders schutzwürdig im Rahmen eines UNESCO-Biosphärenreservat eingestuft. So liegen die meisten der wertvollen Kernzonen auch in der Hohen Rhön, die sich in die Südliche Hochrhön und die Zentrale Rhön gliedert. An letzterer haben sogar drei Bundesländer Anteil: Bayern, Hessen und Thüringen.

Zur Südlichen Hochrhön gehören die Schwarzen Berge, die Kreuzberg-Gruppe und der Dammersfeldrücken. Die Schwarzen Berge werden von der Brückenauer Kuppenrhön, dem Sinntal und Wildflecken im Norden begrenzt. Über die A7 ist dieser Teil der Rhön bestens zu erreichen. Nur 1200 m von der Autobahnausfahrt Wildflecken entfernt starten in Schildeck die Auffahrten zum Berghaus Rhön und zum Würzburger Haus. Westlich der Autobahn warten rund um das schöne Bad Brückenau unzählige weitere Berge und Kuppen auf die Velofahrer.
Nach Norden schließt sich an die Schwarzen Berge die Kreuzberg-Gruppe an, die natürlich vom alles dominierenden 928 m hohen Kloster Kreuzberg, einem Wallfahrtsberg beherrscht wird. Dieser genießt in Unterfranken eine große Bedeutung. Mancher Unterfranke, besonders aus dem Mainfränkischen setzt den Kreuzberg mit der Rhön im Ganzen gleich. Abseits des Trubels gibt es am Kreuzberghang mit dem Neustädter Haus, dem Drei-Tannen-Lift und dem Guckas-Pass deutlich ruhigere Ziele.
Vom Gipfel des Kreuzbergs hat man auch schöne Blicke zum Dammersfeldrücken, einem Hochplateau, das leider die Bundeswehr als Truppenübungsplatz nutzt. Dieses Sperrgebiet mit einer Größe von 7000 ha kann man nur sehr eingeschränkt nutzen, z. B. sommers nur sonntags den Maria Ehrenberg. Die Dammersfeldkuppe ist der zweithöchste Berg der Rhön und eine Schippe höher (10 cm) als der Kreuzberg.

Die Zentrale Rhön besteht aus der Langen Rhön und dem oberen Ulstertal, das zusammen mit dem Roten Moor und dem Schwedenwall die Wasserkuppenrhön separiert. Die Lange Rhön gehört hierbei zu den absoluten Highlights der gesamten Rhön. Auf die To-do-Liste der Rhön gehört neben der Wasserkuppe und dem Kloster Kreuzberg unbedingt auch die Hochrhönstraße. Dabei handelt es sich um eine 25 km lange Panoramastraße, die sich von Bischofsheim vor der Rhön bis zum Dreiländereck erstreckt.
In den Dreißiger Jahren wurde diese Höhenstraße vom Reichsarbeitsdienst erbaut. Ihre nahezu unbewaldete Landschaft lassen gigantische Blicke ins Grabfeld und das Maintal zu. Eine Befahrung ist ein Gänsehaut-Erlebnis pur und lässt Endorphine en masse ausschütten. Aus Naturschutzgründen gilt für Kraftfahrer sogar ein striktes Halteverbot. Im Winter ist die Straße desöfteren wegen Schneeverwehungen gesperrt.
Während über das hessische obere Ulstertal nur drei Auffahrten auf die Lange Rhön führen, hat man am Bayerischen Ostabfall der Langen Rhön unzählige Varianten zum Aufstieg, nicht nur zur Hochrhönstraße, auch zum Dreiländereck mit dem sehr sehenswerten Schwarzen Moor und zum Rhönhof sowie in der Verlängerung auf der Thüringer Seite nach Frankenheim, Birx und zum Ellenbogen.
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