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Mühlviertel

Info


Am Balkon von Linz.
Das Mühlviertel ist jener Teil Oberöstereichs, der nördlich der Donau liegt und fast durchwegs Teil des Granit- und Gneishochlandes der Böhmischen Masse ist. Nur an der Donau (bei Aschach und im Machland) finden sich flache Zonen.
Verwaltungstechnisch befinden sich hier von West nach Ost die Bezirke Rohrbach, Urfahr-Umgebung, Freistadt und Perg. Strittig ist, ob die nördlich der Donau liegenden Stadtteile von Linz (Urfahr, St. Magdalena und Pöstlingberg) auch zum Mühlviertel zählen. Bevor das Innviertel von Bayern zu Oberösterreich kam, war das Mühlviertel nur der Teil westlich des Haselgrabens, der von Linz Richtung Norden führt und in dem die B126 verläuft. Der östliche Teil hieß damals Schwar(t)zviertel oder Machlandviertel.
Der Plöckenstein (1378 m) bildet im äußersten Nordwesten die höchste Erhebung. Die wichtigsten Flüsse sind die Große und Kleine Mühl (von denen der Name Mühlviertel stammt), die Große und Kleine Rodl, die Große und Kleine Gusen, Feld- und Waldaist sowie die Narrn. Durch diese Flüsse, die zum Teil tiefe Einschnitte in die Böhmische Masse gruben, finden sich für den sportlich eingestellten Radfahrer einige lohnenswerte und manchmal sehr steile Anstiege.
Sehenswürdigkeiten im Mühlviertel stellen der berühmte Kefermarkter Flügelaltar, die Stadtbefestigung von Freistadt und die mittlerweile zum Wanderweg umgebaute Pferdeeisenbahn von Linz nach Budweis (Tschechien) sowie unzählige Schlösser und Burgen dar. Als wohl berühmtestes Naturereignis ist die Donauschlinge bei Schlögen (auch Schlögener Schlinge genannt) zu nennen.
Der Rennradfahrer kommt in dieser Region auf seine Kosten, da er fast 600 Hm am Stück bewältigen kann (Lichtenberg) – als Training für die Alpen also eine ideale Region. Getrübt wird diese Situation nur durch den zum Teil stark ausgeprägten Kraftfahrzeugverkehr, da nur ein kurzes Stück Autobahn vorhanden ist.
Typisch für die meisten „Pässe” in dieser Region ist, dass es zumeist eine lange und eine kurze Auffahrt gibt. Der lange Anstieg führt meist aus dem Donauraum (Oberbairing) oder einem Tal (Kirchschlag) nach oben. Die kurze Seite beginnt, aufgrund der Form der Böhmischen Masse bereits auf größerer Höhe. Im äußersten Nordosten befindet sich mit dem Koblberg sogar der höchste Pass in Oberösterreich.
Wintersport wird hier ebenfalls, wenn auch nur in vergleichsweise geringem Ausmaß, betrieben. Die größten Skigebiete befinden sich am Hochficht im Böhmerwald sowie am Sternstern bei Bad Leonfelden. Weitere Skilifte werden unter anderem am Wimberg, in Kirchschlag und in Sandl betrieben. Langlaufloipen findet man in Ulrichsberg und Hellmonsödt.
Für die Beschreibung danken wir Roli Mail an Absender