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Regionsbeschreibung

Von Droopy – Wo soll man beim Piemont anfangen? Es ist die Keimzelle der heutigen Republik Italien, zählt zu den wirtschaftlich stärksten Regionen des Stiefels und ist kulinarisch weltberühmt: Trüffel aus Alba, edle Rotweine aus Barolo und kräftige Käse und Schinken allerorten. Lediglich die Piemontkirsche des Unternehmens Ferrero ist ein kleiner Verbraucherbetrug, soviel Kirschbäume gibt es nämlich dort nicht.

Doch kehren wir wieder zu den Wahrheiten zurück und beschränken uns in dieser Beschreibung auf das radsportliche und Quaeldich-typische. Und auch in dieser Hinsicht ist das Piemont eine komplette Region: Mit der Po-Ebene besteht ein großes Flachland, südöstlich der Metropole Turin schließen sich mit der Langhe und anderen Hügellandschaften formidable Kulturlandschaften mit Mittelgebirgscharakter und gepflegten Weinbergen an. Diese sind es auch, die uns häufig das typische Bild der Region in Reiseführern widerspiegeln. Im Norden, Westen und Süden wird das Piemont von den Alpen umrahmt, die hier Gipfelerlebnisse bieten, die ihresgleichen suchen. Dabei ist es touristisch noch nicht mal so überlaufen, mit Ausnahme des Lago Maggiore vielleicht, der ebenfalls – zumindestens zur Hälfte – zum Piemont zählt.

Zwei Giganten stechen hervor. Zum einen der Colle dell’Agnello, mit 2746 Metern der zweithöchste Pass Italiens und der dritthöchste asphaltierte Pass der Alpen. Zum anderen der Colle del Nivolet, eine formidable Sackgasse mit grandiosem Panorama in der spektakulären Naturkulisse des Gran Paradiso. Daneben gibt es eine weitere Vielzahl spektakulärer und vor allem häufig einsamer 2000er im 5-Sterne-Bereich. Die meisten hiervon sind in der Provinz Cuneo zu finden: Colle dei Morti, Colle di Sampeyre und Col de la Lombarde. Wer dazu eines Tages noch den Colle delle Finestre, den inzwischen mythischen Schotterpass des Giro erklimmt, darf sich unter Hobbysportkollegen gern als Campionissimo ansprechen lassen.

Der echte Meister aller Meister war übrigens auch ein Sohn des Piemont. Wer Fausto Coppi heute seine Reverenz erweisen möchte, muss in seinen Geburtsort Castellania (Provinz Allesandria) reisen und kann dort das Mausoleum besuchen. Dort liegt er neben seinem Bruder Serge begraben.

Gibt es zwischen den großen Namen noch Platz für Geheimtipps? Ja, zu viele als das der Platz hier ausreichen würde. Also einfach im quirligen Turin starten und im Uhrzeigersinn drauflosfahren. Denn wenn es nicht die Schönheiten der Natur sind, so hält das Piemont rechts und links seiner Straßen viele Kulturschätze in Form von Klöstern, Kirchen, Schlössern und ursprünglichen Dörfern bereit. Architektonisch reicht die Palette von der Römerzeit bis zum Barock. Exemplarisch möchte ich an dieser Stelle die Galleria Rosazza in der Provinz Biella empfehlen. Hier bietet sich abseits aller Touristenpfade ein komplettes Menü schöner Erlebnisse. Barolotrinker wissen übrigens: Stilecht kann im Piemont nur das schöne GIOS geritten werden. Die Kultmarke im typischen Blauton ist quasi das Gegenstück zum Mailänder Celeste von Bianchi. Also, auf gehts.

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