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Rheingaugebirge

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Rennradfahren im Umkreis von Mainz und Wiesbaden fällt eindeutig nicht mehr unter die Rubrik „Gemütliches Landstraßenradeln“. Die beiden Landeshauptstädte liegen zwar im Schnittpunkt reizvoller und einander völlig gegensätzlicher Landschaften, doch was den Autoverkehr angeht, muss man sich in diesen Breiten warm anziehen. Die Einheimischen zucken wahrscheinlich bloß mit den Schultern; doch wenn man als Exilant aus dem nordpfälzischen Outback in unregelmäßigen Abständen in die alte Heimat zurückkehrt und dort ein Ründchen in den Taunus oder nach Rheinhessen dreht, wendet man sich mit Grausen ab und erträgt sein Schicksal für einige Zeit wieder etwas gelassener.

Aber nun zur Sache: Der markante Höhenzug des Rheingaugebirges bildet den nördlichen Abschluss des Rheingaus und verläuft von Niedernhausen im Osten bis zum Durchbruchstal des Rheins im Westen. Die mittlere Höhe des Kammes liegt zwischen 450 und 550 m und knackt bei der Hohen Wurzel und der Kalten Herberge (619 m Höhe) gerade zweimal die 600er Marke. Im Vergleich zum Großen Feldberg ein gemütliches Hügelchen, ist man als Ortsfremder geneigt zu denken. Die Verhältnisse relativieren sich jedoch schnell, wenn man weiß, dass in der Regel bereits auf 80 m Höhe begonnen werden darf und sich so recht beachtliche Höhendifferenzen ergeben.
Für die Beschreibung danken wir bruchpilot Mail an Absender