Alpengiro 2009 / Und aus. - Kühtai leicht gewürzt

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Erlebnisbericht: Alpengiro 2009

Erlebnisbericht von Jan (weitere...)

Und aus. - Tag 7: Sölden - Innsbruck: Kühtai leicht gewürzt
101,2 km / 2222 Hm

Sölden (0,0 km) - Längenfeld (13,5 km) - Au (17,1 km) - Umhausen (23,1 km) - Tumpen (27,3 km) - Oetz (31,3 km) - Höpperg (42,1 km) - Hausegg (44,6 km) - Silzer Sattel (48,7 km) - Ochsengarten (50,7 km) - Kühtaisattel (58,5 km) - Finstertaler Stausee (62,5 km) - Kühtaisattel (66,5 km) - Sankt Sigmund (73,9 km) - Gries im Sellrain (78,3 km) - Sellrain (83,5 km) - Afling (91,9 km) - Innsbruck (101,2 km)

Beschreibung

IMG 1786.Der letzte Tag des Alpengiros ist schon da. Der dritte Tag, an dem auch ich Neues entdecken und erleben kann. Am dritten Tag war es die Befahrung des Spina, wie von thomasg empfohlen und auch von Roli als äußerst schön beschrieben - zurecht. Am Folgetag dann die wunderschöne Befahrung der Mortirolo-Kammstraße über den Guspessa, und gestern der Tiefenbachferner, der einzige Anstieg, der mir beim Passschild-Shirt noch gefehlt hat.
Und heute gehts eigentlich nur über den Kühtaisattel nach Innsbruck zurück, mit der Option auf mehr: Die Auffahrt aufs Kühtai lässt sich mit dem Silzer Sattel würzen und mit dem Finstertaler Stausee garnieren. Ich kannte beides noch nicht und warb somit am reichhaltigen Frühstücksbuffet im Hotel Garni Granat gleich um Mitstreiter. Christian, Hardy ("Steht das auf dem Programm?) und Daniel schienen nicht abgeneigt, aber überall sah man doch schon die Müdigkeit in den Gesichtern, auch Manfred, auf den ich noch setzte, sagte mir, er würde heute mal Urlaub machen. Wäre nicht die Gewissheit gewesen, so schnell nicht mehr hier herzukommen, hätte ich mich auch nicht mehr aufgerafft. Aber No72 hatte schon ziemlich geschwärmt...

Fast pünktlich um 9 gings los, nur der Chef hatte wieder an seinem Rad zu schrauben - nach dem gestrigen finalen Totalausfall der Laufräder hatte ich nun Manfreds Cosmic am Rad - in Vorahnung auf die Abfahrt vom Kühtai wechselte ich noch schnell Schläuche und Reifen.

Jetzt konnten wir die kühle Abfahrt nach Oetz angehen. Noch im Schluchtteil platzte Daniel Hs Schlauch, und als Manfred zurückrollte, um zu sehen, was passiert ist, reihte sich seiner in den Reigen ein. So froren wir in froher Erwartung des Schlauchwechsels. Dann gings weiter, und durch die aufkommende Sonne nach Oetz. Hier wurde kurz beratschlagt, wer wie fährt, und Hardy bemerkte, dass der Oetzi ja hier rechts zum Kühtai abzweigt, und zog diese Vorbereitung vor. Dafür kam Manfred mit, und so war die Unterhaltung gesichert, wie schon in den letzten Tagen häufig.

Das Wetter war wieder mal ein Traum, und unser kleines Grüppchen genoss die harte Steigung am Silzer Sattel, die sich nicht hinter der Ötztaler Gletscherstraße verstecken muss. Christian war schnell enteilt, und Daniel, Manfred und ich oszillierten umeinander.
Nach der kurzen Abfahrt nach Ochsengarten hatte ich eigentlich erwartet, mittels des Silzer Sattels auch das steilste Stück zum Kühtai umgangen zu haben - weit gefehlt. In diesem befand sich eine Baustelle, in der ein Bagger im Schritttempo uns aus dem Sattel zwang.

Oben am Pass waren dann eigentlich alle schon da. Hier war dann auch Verabschiedung angesagt, denn manche wollten ihren Zug oder Flieger bekommen, andere die Heimreise mit dem Auto so früh wie möglich antreten. Roli war doch nicht zuerst nach Innsbruck und dann wieder zurück gefahren, und so fuhr er erst ab, nachdem wir angekommen waren. Christian, Manfred, Horst und ich wollten noch zum Finstertaler Stausee, und die meisten anderen fuhren schon hinab Richtung Tourende. Christian wollte auf Roli warten, um ihn ein letztes Mal herauszufordern, und so aßen wir erst noch was. Roli ließ aber ordentlich auf sich warten, und so wartete Christian letztlich alleine auf ihn, und wir anderen gingen gemächlich die sehr abwechslungsreiche und anspruchsvolle Auffahrt zum Stausee an, die etwas unterhalb des Gipfels in Richtung Oetz nach Süden abzweigt.

Oben genossen wir die letzten Ausblicke auf die alpine Bergwelt und wurden melancholisch. Ist schon eine super Tour gewesen.

Auf der Abfahrt kamen uns dann noch Roli und Christian entgegen, Gesichter verzerrt vom hastigen Genuss hochprozentiger Asphaltbänder.

Dann gings in die Abfahrt (nur 98,5 - Mist! Aber immerhin zwei Motorräder dabei überholt) und im Zweier-Mannschafts-Zeitfahren mit Christian zum Hotel. Dort gab es letzte Verbrüderungsszenen vor der langen Fahrt nach Haus.