Alpentour Wetzel 2003 / Galibier und Embrunman

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Erlebnisbericht: Alpentour Wetzel 2003

Erlebnisbericht von DragAttack (weitere...)

Tag 7: Valloire - Embrun: Galibier und Embrunman
70 km / 1250 Hm / 14.08.2003

Valloire (0,0 km) - Col du Galibier - Embrun (70,0 km)

Beschreibung

Mit deutlich schwereren Beinen als an den letzten beiden Tagen mache ich mich am nächsten Morgen erneut an den Schlussanstieg zum Col du Galibier. Die anderen sind schon vor mir aufgebrochen. Oben treff ich sie ein letztes Mal - sie wollen gerade weiterfahren als ich ankomme - dann trennen sich unsere Wege. Die Aussicht von hier oben entschädigt für alle Anstrengungen. Dennoch freu ich mich auf den morgigen Ruhetag während des Embrunman. Die Abfahrt ist auf dem ersten Stück bis zum Col du Lautaret schön, steil und kurvenreich. Im weiteren Verlauf führt sie auf viel befahrener Straße mit mäßigem Gefälle und wenigen Kurven hinab nach Briancon. Als Abfahrt lässt dieses auf langer Strecke hohe Geschwindigkeiten zu, als Anstieg hingegen stell ich mir diese Seite recht unattraktiv vor. In Briancon angekommen, gönne ich mir eine ausgiebige Mittagspause, bevor ich die letzten Strecke bis Embrun in Angriff nehme. An der morgigen Wettkampfstrecke gelegen, brauche ich von hier nur den Streckenmarkierungen zu folgen. Auf wenig befahrenen Nebenstraßen führt mich die Strecke parallel zur N94 auf den letzten 50km zum Ziel. Direkt an der Radstrecke, gut einen Kilometer von Start und Ziel entfernt nehme ich für die nächsten Tage Quartier auf einem Campingplatz.

Der Embrunman

Der Start am nächsten Morgen ist schon um 6 Uhr - noch kurz vor Sonnenaufgang. Entsprechend früh quäle ich mich aus dem Schlafsack, um das Spektakel mitzuverfolgen. Auch wenn ich keinen der Starter kenne, bekomme ich in der letzten Viertelstunde vor dem Start Gänsehaut. Angeführt von mit Fackeln beleuchteten Kanus werden die Athleten um 6 Uhr mit (leider einer franz. Coverversion von) Hells Bells auf die große Reise geschickt. Der Start geschieht vom Strand aus, und während die ersten schon ein gutes Stück geschwommen sind, trotten die letzten noch immer gemütlich ins Wasser. Direkt nach dem Start eilt ein großer Teil der Zuschauer zu einer kurzen Landzunge, die von den Teilnehmern nach gut 200m umschwommen wird. Um diese Landzunge macht die Wettkampfstrecke eine erste leichte Kurve – entsprechend dicht ist das Gedränge direkt unter mir im Wasser.Auf dem zweifach zu bewältigenden Dreieckskurs lässt sich das Schwimmen gut beobachten und sobald die letzten Teilnehmer aus dem Wasser gekommen sind, kehre ich zurück zum Frühstück auf den Campingplatz.
Sobald die letzten Teilnehmer aus dem Wasser gekommen und aufs Rad gewechselt sind, kehre ich zurück auf den Campingplatz zum Frühstück. Nach etwa 40km hätte ich auf der anderen Seite des Flusses Gelegenheit, mich an die Radstrecke zu stellen. Doch leider habe ich an meinem Rad genug zu reparieren. Am Hinterrad ist eine Speiche gebrochen und entsprechend hat es eine ausgeprägte Acht. Leider sind die restlichen Speichen auch schon ziemlich morsch, und beim Versuch nach dem Einspannen der neuen Speiche die Felge zu zentrieren brechen mir drei weitere Speichen, bzw. reißen am Gewinde aus. Zwei davon leider auf der Zahnkranzseite, so daß ich diese nicht selbst wechseln kann. Letztlich muß ich das Rad mit mehr Acht als zuvor wieder zusammen bauen. Über das Wochenende muß ich damit zurecht kommen, und am Montag werde ich es reparieren lassen. Inzwischen kommen auch schon die ersten Triathleten in Richtung T2 am Campingplatz vorbei. Also mach ich mich auch wieder auf Richtung Wechselzone, um den Ablauf zu beobachten. Die nächsten Stunden nutze ich, um mir - teils zu Fuß, teils mit Rad - die Laufstrecke genauer anzuschauen, und mir in der Embruner Fußgängerzone die Hände wund zu klatschen.
Bis nach 21Uhr, d.h. 15h nach Start und 1:30 h vor offiziellem Zielschluß kommen hier - noch ca. 17 km vom Ziel entfernt - ständig weitere Athleten vorbeigelaufen oder gewandert. Viele werden von Freunden zu Fuß oder Rad begleitet, alle werden begeistert angefeuert. Gut eine Stunde nach offiziellem Zielschluß - und leider deutlich vor dem tatsächlich letzten Teilnehmer - wird ein Finisher zum letzten erklärt. Anschließend verlagern sich die Zuschauer ans Seeufer zum Abschlussfeuerwerk. Jetzt schnell ins Zelt, denn morgen wollte ich mir die gesamte Radstrecke anschauen.