Alpentour Wetzel 2003 / Zum Großen St Bernhard
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Erlebnisbericht: Alpentour Wetzel 2003
Erlebnisbericht von DragAttack (weitere...)
Tag 13: Val d'Isere - Großer St Bernhard: Zum Großen St Bernhard
125 km / 3000 Hm / 22.08.2003
Val d'Isere (0,0 km) - Col du Petit St. Bernard - Col du Grand St. Bernard - Großer St Bernhard (125,0 km)
Beschreibung
Weiter geht's. Zunächst auf ebener Strecke oberhalb des Stausees, dann die Abfahrt Richtung Seez. Im letzten Ort vor Erreichen der Talsohle finde ich ein Hinweisschild La Rosiere 11 km. Es gibt sie also wirklich, die Abkürzung direkt zur Südwestrampe des Col du Petit St. Bernhard. Auf der Hinfahrt hatte mir ein Radfahrer davon erzählt. Sie spart ca. 15 km, 150 Hm und war wichtiger Bestandteil meiner Tagesplanung. Jedoch hatte mir niemand erzählt, wie steil diese Verbindungsstraße teilweise bergauf führt. Schon nach wenigen Kilometern muss ich ne erste Pause einlegen, und als ich wenige Kilometer vor La Rosiere die Hauptstraße erreiche, muß ich zweimal hinschauen, welche Richtung bergauf führt. Mit leichter Steigung führt die Straße bis zum Pass hinauf, der kleinere der beiden St Bernhards ist erreicht.Die ca. 50 km Abfahrt bis Aosta verläuft zügig. Unterwegs mach ich nochmals Pause, um ausreichend Proviant zu kaufen, damit ich morgen ohne Geldwechseln durch die Schweiz komme. Verglichen mit der Nordrampe ist der Col du Grand St. Bernard von Süden her angenehmer zu fahren. Die Tunnelstrecke zweigt "schon" nach 20 km von der Scheitelstrecke ab und auch diese ersten 20 km sind weniger öde als die Tunnelzufahrt auf der anderen Seite.
Dennoch zieht sich die Auffahrt endlos und ich nutze jede Gelegenheit - Wasserflaschen auffüllen, Cola kaufen,...- zur Pause.
Die letzten 7 km, der landschaftlich reizvollste und zugleich steilste Teil der Strecke, fahr ich komplett im Stehen - teils, weil meine Beine sich weigern, mich im sitzen dort hoch zu drücken, teils, weil ich trotz dicker Vaselineschicht nicht mehr schmerzfrei sitzen kann. Erst nach 20 Uhr erreiche ich den Gipfel. Auf eine weitere Abfahrt bei schwindender Sicht habe ich keine Lust - insbesondere nicht 45 km bis nach Martigny. Lieber steh ich morgen früher auf.
Unterwegs hat Sven mir die laut Routenplaner kürzeste Route zugesmst - ab Martigny ca. 230km, und wie ein Blick auf die Karte zeigt, mit zwei kleinen Anstiegen von je 2-300 Hm fast flach. Schnell schlage ich das Zelt auf, mir den Magen voll, und gehe ohne weiteren Blick auf die Landschaft ebenso schnell schlafen.


