Bergtraining in Ligurien / Auf den Spuren des Giro

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Tourentipp: Bergtraining in Ligurien

Tourentipp von helmverweigerer (weitere...)

Tag 2: Chiavari - Chiavari; Tour A: Auf den Spuren des Giro
92,1 km / 1855 Hm

Chiavari (0,0 km) - Lavagna (2,1 km) - Cogorno (4,2 km) - Carasco (9,8 km) - Mezzanego (15,1 km) - Borgonovo Ligure (15,9 km) - Borzonasca (19,4 km) - Prato Sopralacroce (26,2 km) - Passo del Ghiffi (32,8 km) - Passo del Bocco (36,4 km) - Passo di Malanotte (39,5 km) - Costa (44,1 km) - Cormuneglia (56,8 km) - Passo della Biscia (63,8 km) - Arzeno (68,2 km) - Prato (68,6 km) - Botasi (70,8 km) - Conscenti (81,6 km) - Cogorno (87,9 km) - Lavagna (90,1 km) - Chiavari (92,1 km)

Beschreibung

Auf der Fahrt durch das Val Sturla begegnet man toller Architektur.
(September 2008)Den Zahlen nach ist dieser Tag zwar einfacher als der Vortag doch die Zahlen täuschen.
Im Mittelpunkt dieser Tour stehen zwei Pässe, welche schon Teil einer Giroetappe waren.
Der Passo del Ghiffi ist ein Traumpass mit sehr wenig Verkehr, einem langen Anstieg bei toller Strassenführung und wunderschöner Aussicht, zudem erreicht man beinahe eine Höhe von 1'100 Metern. Den Preis dafür bezahlt man mit einer harten Steigung im zweiten Teil des Aufstiegs. Eine bergtaugliche Uebersetzung wird hier empfohlen, am besten mit Kompakt- oder Dreifachkurbel.
Gerne erzählt Remo in seiner Bar in Prato Sopralacroce von den Leiden von Indurain und Pantani anlässlich eines Bergzeitfahrens 1994. Nur zu gut kann man nachvollziehen, dass hier der eine oder andere Profi zu schnell in den Berg reingefahren ist um dann an der giftigen Rampe keine Reserven mehr zur Verfügung zu haben.
Als Belohnung winkt ein Pass, den man nicht nur aufgrund seiner Härte gerne in seinem Palmarès aufführt, auch wegen seiner landschaftlichen Schönheit und der Ruhe und Abgeschiedenheit wird man diese Auffahrt wohl immer in Erinnerung behalten.
Den nächsten – wesentlich bekannteren – Passo del Bocco kriegt man geschenkt, denn es geht zur Passhöhe nur bergab. Dabei erspäht man tiefe Einblicke in die Emilia Romagna und sieht, welche Möglichkeiten sich hier für dem Rennradfahrer ergeben. Dabei kommt sicher auch schon einige Vorfreude auf eine spätere Tour auf, denn der knapp 1'500 Meter hohe Passo del Chiodo liegt in diesem Gebiet.
Auch der nächste Pass, der Passo di Malanotte, kostet höchstens ein müdes Lächeln. Denn vom Passo del Bocco sind es nur 100 Höhenmeter zum 1'052 Meter hohen Passo di Malanotte. Interessant ist hier der schnelle Wechsel der Vegetation. Befindet man sich am Ghiffi in einer kargen Landschaft, fährt man hier plötzlich wieder durch dichten Wald.
Eine lange Abfahrt führt fast bis nach Varese Ligure. Doch vorher biegt man rechts ab über den Passo della Biscia. Dieser knapp 900 Meter hohe Pass wurde von dieser Seite 2007 auf einer Giroetappe befahren welche ausserhalb Genua mit einer Bergankunft endete. Wir danken es, denn die teilweise erbärmlichen Asphaltabschnitte von einst wurden neu aufgeteert. Der Biscia ist recht einfach zu fahren. Auf der Passhöhe hat man einen schönen Ausblick auf den tigullischen Golf und die anschliessende Abfahrt durch das Val Graveglia macht mächtig Spass. Im oberen Bereich noch auf einer einspurigen Strasse mit schönen Haarnadelkurven verbreitert sich die Strasse ab Arzeno und führt über viele Brücken und genial zu fahrende Kurvenkombinationen nach Chiavari.