"Deuter-Test-Team" auf dem Weg zum Lago di Lugano / Ausscheidungsfahren auf der ersten Bergetappe
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DLRF: 2
Erlebnisbericht: "Deuter-Test-Team" auf dem Weg zum Lago di Lugano
Erlebnisbericht von Vollhorst (weitere...)
Tag 3: Frasnacht - Flüelapass: Ausscheidungsfahren auf der ersten Bergetappe
153 km / 2529 Hm
Frasnacht (0,7 km) - Arbon (3,9 km) - Steinach (5,4 km) - Horn (7,2 km) - Rorschach (10,1 km) - Buechen bei Staad (14,8 km) - Rheineck (19,2 km) - St. Margarethen (22,9 km) - Au (26,3 km) - Unterdorf (28,2 km) - Widnau (31,6 km) - Kriessern (37,1 km) - Eichenwies (44,4 km) - Schaan (67,6 km) - Vaduz (71,8 km) - Triesen (74,3 km) - Balzers (78,7 km) - Bad Ragaz (90,2 km) - Landquart (97,8 km) - Grüsch (105,3 km) - Schiers (108,7 km) - Pragg-Jenaz (112,7 km) - Dalvazza (118,8 km) - Küblis (119,3 km) - Saas (121,7 km) - Pagrüeg (124,6 km) - Mezzaselva (125,5 km) - Klosters Dorf (128,5 km) - Klosters Platz (130,5 km) - Davos Laret (135,9 km) - Wolfgangpass (137,3 km) - Flüelapass (153,0 km)
Beschreibung
10.08.2009 Wieder hat es in der Nacht geregnet, und erneut bessert sich das Wetter pünktlich zur Abfahrt – wir haben ja auch alle brav aufgegessen. Die Strecke soll bis Landquart eigentlich leicht zu finden sein. Bodenseeradweg bis an den Rhein, und dann den Rheinradweg bis eben nach Landquart. Trotzdem verfahren wir uns ein paar Mal. Der Rheinradweg ist nicht durchgehend geteert, was uns ab und zu zum Umkehren zwingt. Unterwegs machen wir einen Abstecher nach Vaduz um unsere Vorräte aufzufüllen. Der auf dem Rheindamm verlaufende Radweg ist eher unspektakulär. Also kreiseln wir im Gegenwind wie die Blöden und fahren uns im Flachland schon richtig einen in den Schuh.
Ab Landquart geht es dann fast durchgehend bergauf – 1800HM. In Schiers machen wir noch mal Halt um uns Getränke zu besorgen. Vor Praag-Jenaz ist eine größere Baustelle, was uns bei dem hohen Verkehrsaufkommen nicht gerade zu Freudentränen rührt. Vor Saas wird es das erste Mal richtig Ernst. Eine fiese Rampe bei viel Verkehr. Mir geht´s schon richtig dreckig. Die Anderen scheinen recht problemlos hoch zu kommen. Glücklicherweise kenne ich die Strecke und weiß, dass der 10%er kaum 2 km anhält. Bis Klosters ist die Steigung dann nicht weiter erwähnenswert, wir fahren wieder geschlossen.
In Klosters an der Madrisabahn wieder ne kurze Rast. Diverse Beteiligte sind auf der Suche nach einem Pott – Angstschiss vielleicht?! Klosters bewältigen wir gemeinsam, und nach einer kurzen Abfahrt am Ortsausgang geht’s in eine nächste Rampe. Glücklicherweise fahr ich gerade vorn und kann mein eigenes Tempo fahren. Nach der ersten Kehre drehe ich mich um und merke, dass schon alles auseinander geflogen ist. Bertram fährt auf, und wir fahren bis kurz vor die Passhöhe des Wolfgangpass gemeinsam – was ein Glück. Im Flachstück kommt Frank noch mal näher, lässt aber im letzten Steilstück wieder Zeit liegen. Am letzten Steilstück lässt mich Bertram ganz trocken stehen.
Als alle in der Tanke auf dem Wolfgangpass angekommen sind, fängt es an zu regnen. Also Kaffee und ´nen Landjäger rein. Im Winter trinken wir hier nach einer Tourenabfahrt vom Parsenn immer Weizenbier, allerdings kann ich im Moment niemand dafür begeistern – mich selbst eingeschlossen. Mit 140km auf der Uhr und dem Flüela vor der Nase steht uns die Angst ins Gesicht geschrieben.
Der Regen hört auf, und wir begeben uns auf die nasse Straße. Runter nach Davos. Ich stelle mir die Frage, warum wir nicht in Davos übernachten, verwerfe diese aber mit dem Blick auf die nächsten Etappen wieder. In Davos sind 10 Grad, wie kalt wird es wohl oben sein. Hoffentlich hält das Wetter. Oh Mann, 800 Höhenmeter noch. Bei den Beinen wird das die Hölle.
An der Pischabahn sind wir wieder zu zweit. Daniel geht´s richtig scheiße. Frank ist noch in Sichtweite hinter uns. Ab dem Gasthaus Tschuggen kann ich Bertl´s Hinterrad nicht mehr halten, und hoffe nur noch Fränki auf Distanz zu halten. Der scheint seine Kräfte gut eingeteilt zu haben. Bertram kommt im Trocknen oben an. Als ich das Hopiz sehe, fängts an zu regnen – bei 5 Grad. Beim Betreten des Hospiz schaut mir mein Bruder entgegen und sieht aus wie der Tod auf Rädern. Ich muss mich erstmal auf den Fußboden legen. Mir ist schlecht. Zweiter, aber für was für einen Preis. Selbst die Brühe will nicht schmecken. Frank probierts mit Schoki, und scheint mehr Erfolg zu haben.
Daniel bekommt ein bischen mehr Regen ab, aber auch er kommt an ;-). Nach ´ner heißen Dusche und dem Klamottenwaschen sieht die ganze Sache schon etwas besser aus. Jeder bestätigt über der Kotzgrenze gefahren zu sein, was einen klaren Hinweis auf den Trainingszustand gibt. Beim gemeinsamen Abendessen mit einem Bekannten aus Davos erwähnt dieser beiläufig, dass die Regeneration über 1500 Metern nicht ganz so gut funktioniert wie weiter unten. Recht sollte er behalten.











