"Deuter-Test-Team" auf dem Weg zum Lago di Lugano / Immer gen Süden ans schwäbische Meer

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Erlebnisbericht: "Deuter-Test-Team" auf dem Weg zum Lago di Lugano

Erlebnisbericht von Vollhorst (weitere...)

Tag 2: Stetten - Widenhorn: Immer gen Süden ans schwäbische Meer
174,3 km / 1552 Hm

Stetten (0,7 km) - Filderstadt-Bonlanden (5,3 km) - Aich (11,6 km) - Grötzingen (13,5 km) - Kleinbergle (14,5 km) - Bempflingen (24,9 km) - Riederich (26,4 km) - Metzingen (29,0 km) - Rangenbergle (35,3 km) - Eninger Steige (40,9 km) - Eninger Weide (45,6 km) - Gächingen (51,1 km) - Marbach (58,6 km) - Dapfen (60,4 km) - Eglingen (63,2 km) - Eglingen (63,5 km) - Ehestetten (67,1 km) - Sonderbuch (76,0 km) - Zwiefalten (79,0 km) - Herbertingen (103,0 km) - Boms (116,1 km) - Hangen (117,3 km) - Hirschegg (118,7 km) - Ebenweiler (125,8 km) - Rupprechtsbruck (127,9 km) - Fronreute (130,1 km) - Fronhofen (130,5 km) - Zogenweiler (133,9 km) - Schachen (134,7 km) - Bettenweiler (135,6 km) - Horgenzell (137,2 km) - Wolketsweiler (140,3 km) - Rolgenmoos (141,4 km) - Erbenweiler (142,2 km) - Hefigkofen (145,2 km) - Oberlottenweiler (150,2 km) - Oberailingen (152,1 km) - Unterailingen (152,9 km) - Wiggenhausen (154,0 km) - Löwental (155,1 km) - Romanshorn (169,1 km) - Egnach (172,4 km) - Buech (173,3 km) - Widenhorn (174,1 km)

Beschreibung

Immer nur betrunken.09.08.2009 Es hatte die Nacht geregnet, das Wetter wird aber pünktlich zur Abfahrt um 9:00 Uhr besser. Motivation ist vorhanden, obwohl in diesem Jahr keiner von uns (außer Frank) bisher so weit wie am Vortag gefahren ist – wie gesagt, hinten hilft der liebe Gott.
Wir wollten Richtung Metzingen an die Eninger Steige. Wie sich herausstellt ist das mit etlichen Hindernissen verbunden, so dass unser Zeitplan schon nach 10 Kilometern völlig im A… ist. Bertrams Hinterrad klemmt, was sich an diesem Tag noch beheben lässt. Fachmännisch wird dies auf die Eigenkonstruktion mit einem 30er Ritzel (dies war auf Grund der Heldenkurbel notwendig geworden) zurück geführt. Keine Ahnung ob das stimmt, mit Technik hab ich´s nicht so, ich kann nur treten.
Des Weiteren bewegen wir uns eher im Zickzack-Kurs auf Metzingen zu. Der Orientierungssinn leidet wohl noch ein wenig unter der Verdauung des durchaus opulenten Frühstücks.
Mit einer Stunde Verspätung kommen wir an die Steige und so gleich trennt sich die Spreu vom Weizen. Bertram fährt alleine vorne weg. Fränki gondelt 50 bis 100 Meter vor Daniel und mir rum. Da es an der Eninger Steige nicht viel zu sehen gibt, verleitet Franks knapper Vorsprung Daniel zu einem Experiment. Er fährt also langsam zu Frank auf, um zu sehen was passiert, das Ergebnis seines Experiments eigentlich schon voraus ahnend. Der Binärfahrer kann das nicht auf sich sitzen lassen und forcierte sofort das Tempo, was ich widerrum nicht auf mir sitzen lassen will, und ebenfalls mitzieh. Das ganze gipfelt in einem Bergsprint, der an dem nichts ahnenden Bertram (Terrormusik im Ohr) vorbei führt. Es ist alles wie immer – schön ;-). Zur Schwäbischen Alb bis Zwiefalten gibt es aus meiner Sicht wenig zu sagen, außer, dass die Autos alle mit Strom zu fahren scheinen, und die Menschen nicht sterben. Zumindest gibt es von Eningen bis Zwiefalten weder eine Tanke noch einen Friedhof zu sichten – natürlich kann daran auch der Kreuzblick nach der Steige schuld sein.
Auftanken in Zwiefalten. Hätten wir an der Tanke gewusst, dass sich um die Ecke die nette Klosterbrauerei befindet, der Tage hätte ein böses Ende genommen.
Schnurstracks geht´s weiter Richtung Süden auf der B312, die teilweise aber nicht befahren werden darf. Nachdem wir aber immer wieder Umwege in Kauf nehmen müssen, hab ich die Schnauze voll, hämmere meinen Tacho einfach bei 40km/h fest und wir fliegen dem Bodensee entgegen.
Hinter Altshausen verlaßen wir die Bundesstraße (inzwischen B32) und versuchen den direkten Weg Richtung Friedrichshafen zu nehmen. Kurz nach Frohnhofen stellt sich uns noch eine richtige Wand in den Weg. Bei einer normalen Ausfahrt wahrscheinlich kein Problem, wir aber haben, als wir den Weiler Egg passieren schon 300km in den letzten beiden Tagen hinter uns gebracht, und da tut dieser Hügel schon verdammt weh.
Da ich die letzten 30km bevor es zum Bodensee hinab geht, zur Vernunft mahne (eigentlich bin ich nur im Eimer, und will etwas langsamer fahren), verpassen wir die avisierte Fähre in Friedrichshafen um ein paar Minuten. Egal, ab in den Biergarten und die letzten 170 km Revue passieren lassen.
Nach dem Übersetzen mit der Fähre haben wir eigentlich nur noch 7 Kilometer bis zum Strohhotel Stäheli. Dummerweise fahren wir aber dreimal drann vorbei, was am Ende eines langen Tages durchaus für Unmut sorgt. Nichts desto trotz ist die Herberge sehr zu empfehlen. Wir übernachten im Lager (ohne Stroh) und sind die Einzigen. Des Weiteren ist zu erwähnen, dass der uns aus der Heimat vertraute Apfelwein, auch in dieser Gegend beheimatet ist, was uns zu einer Verkostung des selbigen veranlasste.