"Deuter-Test-Team" auf dem Weg zum Lago di Lugano / Warmfahren im Flachland

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Erlebnisbericht: "Deuter-Test-Team" auf dem Weg zum Lago di Lugano

Erlebnisbericht von Vollhorst (weitere...)

Tag 1: Heppenheim - Stetten: Warmfahren im Flachland
161,5 km / 1419 Hm

Heppenheim (3,1 km) - Laudenbach (6,9 km) - Hemsbach (9,1 km) - Sulzbach (10,9 km) - Weinheim (14,1 km) - Lützelsachsen (16,9 km) - Großsachsen (18,6 km) - Hirschberg (20,2 km) - Schriesheim (22,9 km) - Handschuhsheim (28,5 km) - Neuenheim (30,3 km) - Heidelberg (30,8 km) - Rohrbach (34,3 km) - Leimen (38,2 km) - Nußloch (41,3 km) - Wiesloch (44,6 km) - Bad Schönborn (54,9 km) - Bad Langenbrücken (56,7 km) - Ubstadt (61,8 km) - Unteröwisheim (65,8 km) - Kraichtal (70,1 km) - Gochsheim (74,2 km) - Oberderdingen (81,4 km) - Sternenfels (86,1 km) - Diefenbach (88,9 km) - Zeisweiher (91,2 km) - Lienzingen (95,5 km) - Eckenweiher (97,9 km) - Mühlacker (100,2 km) - Pinache (105,4 km) - Wiernsheim (107,6 km) - Flacht (118,9 km) - Stetten (160,8 km)

Beschreibung

Steige Richtung Pinache08.08.2009 Der Tag der Abfahrt ist gekommen. Mit einer Mischung aus Vorfreude, Angst und Neugierde machen wir uns um neun Uhr in Bensheim auf den Weg. Kurz nach neun wollen wir Daniel in Heppenheim abholen. Fränki, der als "Alleintrainierer" und "e-Mail nicht richtig Leser" dem Fahren in der Gruppe nicht so zu getan scheint, ballert nach drei Kilometer mit 30 Sachen am vereinbarten Treffpunkt vorbei, und ward nicht mehr gesehen. 15 Minuten später, wir hatten uns inzwischen mit Bertram in Hemsbach getroffen, ruft er erbost an und fragt ob wir uns erst in Stuttgart wieder treffen wollen. Erst die Gruppe kaputt fahren und sich dann beschweren - Radfahrerego halt.
Kurz darauf sind die Wogen genauso geglättet wie die Straße Richtung Süden. An der Bergstraße entlang gehts Richtung Heidelberg. Was ein Glück soll Heidelberg die größte Stadt auf unserer Tour sein. Ampelschaltungen soll mal einer verstehen.
Hinter Heidelberg wird die Straße leicht wellig und wir fahren in gemütlichem Tempo bis nach Ubstadt-Weiher. Dort links ab ins Kraichtal. Zwischen Obererdingen und Sternenfels kommt die erste nennenswerte Steigung. Also bereit machen zum Angriff, runter vom Blatt (bei 50/34 verbietet sich der Begriff "Blatt" ja eigentlich) und....Kette runterfallen lassen! Scheiße, keiner merkt etwas und bis ich das Ding wieder aufgelegt habe sind die Anderen schon enteilt. Als ich wieder drann bin unterhalten sich die Buben im lockeren Plausch. Wie? Kein Krieg? Haben wohl doch alle Respekt vor dem was noch kommt.
In Mühlacker machen wir unseren zweiten Tankstellenstopp. Von dem uns versprochenen Regen haben wir an dem Tag erst nach der Ankunft was zu sehen bekommen, und somit war der Flüssigkeitsbedarf enorm hoch.
Weiter durch das wellige Heckengäu (heißt das dort so?) kommen wir in Böblingen/Sindelfingen an, wo wir uns erstmal kräfitg verfahren. Entweder ist das Gehirn schon dehydriert (geht ja aber bei der getrunkenen Menge nicht), oder Städte mit mehr als 20.000 Einwohnern sind nicht Radfahrer freundlich. Da ich aber ein strikter Verweigerer von Navigationsgeräten bin - sorry hierfür nochmal an die Begleiter - hießt es also durchfragen. Die Jungs sind das gewohnt wenn sie mit dem Himmelfahrtskommando unterwegs sind, und ertragen es zumeist mit störischer Ruhe - wer nach 140km noch Kraft zum maulen hat, hat sowieso irgendwas verkehrt gemacht. Nach einigen Versuchen haben wir den Weg Richtung Leinfelden-Echterdingen-Stetten gefunden. Auf der Bergaufstrecke (Berg kann man das nicht nennen) von der Seebrückenmühle nach Echterdingen entbrennt nun doch noch das erste richtige Kräftemessen, das später an der Höfer Steige seinen Höhepunkt fand.

Da unser im Urlaub befindlicher Onkel freundlicher Weise sein Heim zum Zwecke der Übernachtung zur Verfügung stellt, müssen wir noch Essen einkaufen - dachten wir. Ein Trugschluß, wie sich heraus stellt. Der selbst pedalierende Onkel dachte wohl wir würden zu 20st einfallen, oder eine Woche ein Kriterium um den Stuttgarter Flughafen austragen. Zumindest ist der Kühlschrank so prall gefüllt, das es uns an nichts mangelt. Vor allem nicht an Bier und Schoki. Hierfür noch einmal herzlichen Dank an den Gastgeber.