Deutschlandtour 2002
QD-Reisen & Events:
DLRF: 2
Erlebnisbericht: Deutschlandtour 2002
Erlebnisbericht von Dimos
Oberstorf - Oberstaufen: 127 km / 1969 Hm / 30.03.2002
Oberstorf (0,0 km) - Oberjochpass - Riedbergpass - Oberstaufen (127,0 km)
Beschreibung
Eine Beschreibung der Jedermannetappe der Deutschlandtour 2002 von Oberstorf nach Oberstaufen.Am vergangenen Wochenende haben wir die diesjährige Königsetappe der D-Tour unter die Lupe genommen, um zu wissen, welche Steigungen uns dort am Pfingstsonntag erwarten. Zum Vergleich ziehen wir die letztjährige Etappe über den Kandel heran, die einige am Berg unerfahrene Radler bereits in den ersten steilen Passagen (10 %ige Steigung) vom Rennrad steigen ließ. Heuer wird's noch deutlich anspruchsvoller. Hatte man vor Jahresfrist nach 20 km bereits den Kandel hinter sich gelassen, so lauern Hornisgrinde und Oppenauer Steige nach 43 und 70 km.

In Achern sollten die letzten flachen Meter zum Verschnaufen genutzt werden, bevor das erste große Hindernis des Tages in Angriff genommen wird - Hornisgrinde, 870 m, unrhythmisch, steil und durchaus dem Kandel ebenbürtig. Wohl dem, der bei über 10% Steigung die Muße besitzt, die schöne Aussicht auf die Rheinebene zu genießen. In der Abfahrt vom Mummelsee fallen dem aufmerksamen Betrachter des Höhendiagramms zwei Gegensteigungen auf - reine Körnerkiller, erneut im roten Bereich. Das Gefälle ist recht gering, lediglich kurzzeitig werden 12% erreicht.
Am Ortseingang von Oppenau muß dann scharf heruntergebremst werden, um die Abzweigung zur Oppenauer Steige nicht zu verpassen. Diese könnte die Schwester der Stohrenstraße zum Schauinslands bei Freiburg sein. 18% Steigung lassen die Herzen der Kletterspezialisten höher schlagen. Allen anderen, vor allem aber jenen, die letztes Jahr am Kandel geschoben haben, können wir nur empfehlen, ein Notritzel zu montieren ( 39/25-27 ), ein drittes Kettenblatt würde ebenso helfen - QUÄLT EUCH.
Über Zuflucht, Alexanderschanze und Kniebis gelangt man in einer wenig spektakulären Abfahrt nach Klösterle. Es sind jetzt nur noch 250 Hm zu meistern. Der dritte und mit Abstand flachste Anstieg muß die Entscheidung bringen, denn auf den letzten 7 km kann vermutlich nicht mehr ausgebrochen werden, um solo ins Ziel zu gelangen.
Fazit: Eine sehr anspruchsvolle Etappe, die schlecht Trainierte gegen den Besenwagen fahren lassen wird.


