Mallorca - erste Sonne 2004 / Erste Tritte
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DLRF: 2
Erlebnisbericht: Mallorca - erste Sonne 2004
Erlebnisbericht von marik (weitere...)
Tag 7: Son Serra de Marina - Son Serra de Marina: Erste Tritte
59 km / 27.03.2004
Son Serra de Marina (0,0 km) - Son Serra de Marina (59,0 km)
Beschreibung
Zu sechst wollten wir vom 27.3. bis zum 3.4. Mallorca unsicher machen. Uwe und Eva waren schon seit 8 Uhr auf der Insel, als ich pünktlich um 13 Uhr landete.Ich wollte auf jeden Fall noch 2 Stunden fahren an diesem ersten Tag, und Martins Flieger aus Köln ist zu spät, kommt erst um 14 Uhr.
Dafür ist dfie Freude umso größer, als wir endlich in unserem gemieteten Fiat Doblo sitzen, die Radkoffer hinten verstaut.
Wir fahren nach Son Serra de Marina, am südlichsten Punkt der Bucht von Alcudia, im Nordosten der Insel, 22 km südöstlich von Alcudia.
Wir fahren auf der Autobahn nach Inca, mit den Bergen linker Hand, die wir in den nächsten Tagen lieben lernen werden. Weiter geht es nach Nordosten über Llubi und Santa Margalida, Namen, die ich vorher noch nie gehört habe,
In Son Serra werden wir von Eva und Uwe empfangen - aber wir sind so heiß, unsere Räder zu besteigen, dass wir weitere Gespräche auf später verschieben und in Windeseile unsere Räder zusammenbauen.
Die erste Runde
Und los geht es auf die erste Runde im gelobten Land des Radsportfrühlings.Martin war schon zwei Mal auf der Insel, und kennst sich richtig gut aus. Er entscheidet eine Runde über Muro, Sineu und Petra, und heute wie auch in den Folgeetappen sollten wir keine seiner Entscheidungen bereuen.
Von Son Serra ging es also die Stichstraße hinauf zur Küstenstraße C712, die von Arta im Nordosten nach Alcudia im Nordwesten führt.
Knappe 2 km in Richtung Alcudia können wir diese unattraktive, breite und befahrene Straße in einer Senke wieder verlassen - dort geht es nach links auf der PM 340 ins Landesinnere, in Richtung Santa Margalida, unserer Anreiserichtung entgegen.
Der Himmel ist wie schon den ganzen Tag über bedeckt, und es fallen sogar einzelne Regentropfen, aber das tut unserer Stimmung keinen Abbruch, denn erstens ist das schlechte Wetter jawohl spätestens morgen vorbei, und zweitens sind wir auf Mallorca, und diese Straße lässt schon einiges erwarten.
Sie ist zwar noch recht breit, aber nach rechts und links schließen sich weite Wiesen mit Obstbäumen an, sauber abgetrennt durch Steinmauern, von hier bis an den Horizont, wo sich die Straße verliert.
Was mir jetzt noch nicht auffiel, aber in den nächsten Tagen anstrengend wurde, sind die manchmal endlos scheinenden Geraden nicht nur auf dieser Straße, sondern auf der ganzen Insel - nach einer langen Tour kann das sehr ermüdend sein.
Nach 10 km dieser ersten Kennenlerntour erhöhte sich die Stimmung weiter., als wir nach rechts in Richtung Muro abbogen, wo ich ein weiteres Charakteristikum mallorquinischer Straßen kennenlernte:
Egal wie schmal die Straße, der Mittelstreifen bleibt. Auf 3 m Breite ging es jetzt einen kleinen Hügel hinauf, und auf der abschließenden Abfahrt musste ich erst mal meine Freude hinaus schreien, so gut ging es mir. Wir hatten jetzt 13 km hinter uns gebracht, in Berlin wäre ich jetzt noch in der Stadt, auf dem Weg ins Umland.
Rechts links ging es auf die PM 341 und weiter auf ähnlich schmaler Straße in Richtung Muro, nun durch weites Ackerland links und rechts, von einigen Wellen aufgelockert.
Nach Muro hinein geht es ansteigend durch einen engen Felseinschnitt der Stadtbefestigung - ein atemberaubender Anblick. Muro ist ein ganz typisches mallorquinisches Städtchen mit übereinander gestaffelten Sandsteinhäusern und engen, verwinkelten Gassen, für das wir wegen der späten Stunde nicht allzu viele Blicke übrig hatten, sondern lieber in Richtung Süden weiter fuhren, die Straße Llubi - Sta Margalida kreuzend nach Sineu (144 m) mit dem Kreisel an der Windmühle, und auf der etwas breiteren PM330 die 10,5 km nach Petra (205 m).
Hier wusste Martin von dem traditionellen Radlertreff am Stadtplatz, wo um ein begrüntes, umzäuntes Carree sich Cafe an Cafe reiht, und tagsüber sich die Rennräder am Zaun staffeln.
Wir waren allerdings so spät am abend die einzigen Gäste, bekamen zu unseren Espressi noch ein Stückchen Kuchen gratis, für zusammen 1,60 EUR - so ließ es sich leben.
Jetzt waren es noch 20 km nach Hause, über die PM 333, neben der am Anfang gefahrenen PM 340 die Hauptroute zurück nach Hause. Die PM 333 hat glatten, neu aufgezogenen Belag, und die Euphorie des ersten Tages führte uns wie von selbst über die Wellen zurück auf die Küstenstraße C712, auf die wir in der Senke an der Tankstelle stießen. Links den Berg hoch, und nach 2 km rechts nach Son Serra de Marina eingebogen, wo wir trotz mäßigen Wetters mit einigem an Endorphinüberschuss nach 59 km ankamen.
Nun gingen Martin und ich schnell einkaufen, während Eva und Uwe noch Torsten und Jochen vom Flughafen abholten. Als wir endlich komplett waren, gab es nicht zum letzten Mal in diesen Tagen Nudeln mit Tomatensauce - zur Vorbereitung auf die morgigen Untaten.
Wir diskutierten noch die Tour am morgigen Sonntag. Wir mussten unser Auto nach Palma zurückbringen, und so planten Jochen, Martin und ich eine Südostkurve von Palma über Cap Blanc, Santanyi und Portocristo. Wir wollten den hügeligen Osten erkunden, und nach 130 km wieder in Son Serra sein.




