Mallorca - erste Sonne 2004 / Zum Kloster Cura, Puig Randa
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DLRF: 2
Erlebnisbericht: Mallorca - erste Sonne 2004
Erlebnisbericht von marik (weitere...)
Tag 8: Son Serra de Marina - Son Serra de Marina: Zum Kloster Cura, Puig Randa
98 km / 03.04.2004
Son Serra de Marina (0,0 km) - Puig de Randa - Son Serra de Marina (98,0 km)
Beschreibung
Schon war der letzte Tag gekommen. Alle hatten ihren Rückflug auf um die 20 Uhr legen können, und so hatten wir noch fast einen ganzen Tag Zeit.Das Frühlingswetter zeigte sich in großartiger Form - es schon bei unserem frühen Aufbruch angenehm warm. 100 km hatten wir uns vorgenommen, und da wir um 14 Uhr wieder zurück sein wollten, um genug Zeit zum Packen zu haben, konnten wir wieder die klare, morgendliche Frühlingsluft genießen.
Das Ziel unserer heutigen Tour sollte das Kloster Randa sein, besser gesagt das Kloster Cura auf dem Berg Puig de Randa (542 m).
Auf direktem Weg ging es dafür nach Sineu, und wie Mittwoch auf dem Weg nach Port de Valldemossa weiter nach Lloret. Hier dann aber nicht durch den Pinienwald nach Ruberts, sondern weiter durch Pina und Algaida zum Ort Randa.
Die ganze Strecke führt über Nebenstraßen, nur kurz vor Algaida mussten wir für einige 100 m die C715 Manacor - Palma in Kauf nehmen.
Die 6 km lange Anfahrt von Randa zum Kloster Cura stellte die einzige Schwierigkeit des Tages da; auf den ersten 5 km gewinnt man 350 m.
Aber sowohl die sich in Kehren durch Strauchbewuchs nach oben windende Straße als auch der sich oben öffnende Blick über die ganze Insel ist mehr als genug Belohnung für diese Mühen.
Von Palma im Westen über die sich von dort nach Norden bis zum Cap Formentor ziehenden Berge geht der Blick über die Bucht von Alcudia bis zur Serra d'Arta im Nordwesten, wo die Eremit de Betlem liegt.
Auch die gesamte Ostküste lag klar vor uns - mit dem Wetter hatten wir an diesem Tag wirklich Glück. Der Ausblick war phantastisch.
Den Aufstieg nach Randa fuhr ich als einzigen im ganzen Urlaub unter Vollast hoch, als abschließenden Formtest quasi.
Das Ergebnis war, dass ich zwar ordentlich an Form zugelegt hatte, von der Form des letzten Jahres aber noch immer weit entfernt war. Wie auch immer - Spaß hat es richtig gemacht hier hoch - und die Aussicht, aber auch die Auffahrt selbst, machen den Puig de Randa zur Pflicht eines Mallorcabesuchs.
Das Kloster selbst, zu dem es von dem besten Aussichtpunkt noch einen knappen Kilometer eben weiterführt, ist wenig weihevoll. Unsere Andacht, mir der wir schiebend das Gelände betraten, stellte sich als fehl am Platze heraus: eine Horde Radfahrer bescherte dem auf Touristenmassen eingerichtete mönchischen Cafe gute Geschäfte - keine Spur von stiller Einkehr zu sich selbst.
Und so ging es auch bald weiter - der Zeitplan drängte uns zurück, runter nach Randa.
Nach der schnellen Abfahrt bogen wir nun rechts ab, auf eine ganz schmale Straße nach Montuiri, die noch einmal Mallorcas Innenland von der besten Seite zeigte: Mit Mauern, Obstbäumen und Schafen.
Als wir dann über Sant Joan Petra erreichten, war spätestens der Zeitpunkt gekommen, in Wehmut zu verfallen. Denn jetzt ging es zum letzten Mal über den Zuckerbelag der PM 333 zur Tankstelle an der Küstenstraße, und dann die letzten Kilometer nach Son Serra.
Traurig, wirklich, dass dieser Urlaub schon wieder zu Ende war. Aber auch glücklich, dass wir alle im Wesentlichen unverletzt geblieben waren - nur Torstens Knie drückte auf die Stimmung - er konnte diesen letzten Tag nicht zu Ende mitfahtren. Wirklich schade, denn mit dem Puig de Randa hat er wirklich was verpasst. Sorry, Torsten. Aber bei der nächsten Mallorcatour werden wir das nachholen.
Denn auch, wenn wir in dieser Woche viel mehr gesehen haben als anfangs gedacht, bleiben doch zumindest drei weiße Flecken:
Galilea im Südwesten, Sa Calobra als Abstecher von der Straße zum Puig Major, und Cap Formentor, das wir eigentlich an unserem Regentag nehmen wollten.
Und all die Highlights dieser Tour können gerne noch einmal gefahren werden: in aufsteigender Reihenfolge werden Coll de Sa Bataia, Puig Major, Coll de Soller, Puig de Randa, Eremit de Betlem und Port de Valldemossa in der Erinnerung verankert bleiben.
Was fehlt noch? Die Räumung des Hauses, die sehnsüchtige abschließende Fahrt nach Palma, der Abschied von Eva und Uwe, Martin, Jochen und Torsten am Flughafen und der Rückflug nach Berlin.
Von wo aus ich schon von meiner nächsten Tour träume. Wohin wird sie wohl führen?




