Pässetour Berchtesgaden 2008 / Auf großer Runde um den Berchtesgadener Nationalpark
QD-Reisen & Events:
DLRF: 0
Erlebnisbericht: Pässetour Berchtesgaden 2008
Erlebnisbericht von martin_s (weitere...)
Tag 3: Bischofswiesen - Bischofswiesen: Auf großer Runde um den Berchtesgadener Nationalpark
138,6 km / 2603 Hm
Bischofswiesen (0,0 km) - Unterau (9,5 km) - Oberau (11,1 km) - Neuhäusl (11,6 km) - Pernerinsel (18,1 km) - Hallein (18,6 km) - Kuchl (26,2 km) - Kellau (29,5 km) - Golling an der Salzach (30,3 km) - Pass Lueg (33,6 km) - Tenneck (44,7 km) - Werfen (47,5 km) - Imlau (49,0 km) - Bischofshofen (54,8 km) - Mühlbach am Hochkönig (65,6 km) - Dientner Sattel (72,2 km) - Filzensattel (78,2 km) - Aberg (87,1 km) - Maria Alm (89,3 km) - Saalfelden (94,3 km) - Marzon (97,4 km) - Weissbach (108,2 km) - Hirschbichl (115,2 km) - Stanggaß (136,8 km) - Bischofswiesen (138,6 km)
Beschreibung
Bestes Radsportwetter überrascht mich am Morgen des dritten Tages und so mache ich mich bei angenehmen 25°C und Sonnenschein auf die 143 km lange Tour durch Österreich. Auf einer großen Runde führt der Weg um den Berchtesgadener Nationalpark. Nach einem kurzen, aber sehr steilen Anstieg hinauf nach Oberau gelange ich auf schneller Abfahrt über die Nordseite der Rossfeldstrasse hinunter in das Salzachtal nach Hallein. Von hieraus folge ich dem Flusslauf der Salzach über Bad Vigaun und Werfen bis in das 35 km entfernte Bischofshofen, wo die Auffahrt zum Dientener Sattel (1370 m.) beginnt.
Dieses überwiegend flache Talstück – es geht nur einmal etwas bergauf, am sog. „Pass Lueg“, der aber nicht wirklich als solcher zu bezeichnen ist - zehrt enorm an den Kräften, denn starker Gegenwind erschwert heute die Fahrt.
Die ersten Kilometer der Passstraße zum Dientener Sattel verlaufen teils flach, teils leicht ansteigend durch das Tal und sind daher schnell überwunden. Der Wind von heute morgen hat sich mittlerweile gelegt und die Mittagshitze macht mir zunehmend zu schaffen.
Ab Mühlbach wird es dann schon deutlich steiler und das Bergmassiv des Hochkönigs ist ab hier ständiger Begleiter am Wegesrand. Leider sind auch heute die Gipfel zwischen vereinzelten Wolken verschwunden, aber zum Glück regnet es nicht.
Die breite Straße windet sich fortan mit zweistelligen Steigungswerten nach oben, abwechselnd umgeben von Wald oder Wiesenstücken. Besonders die langen Geraden im Freien bereiten mir Schwierigkeiten und die immer größer werdende Hitze tut ihr Übriges. Schließlich erreiche ich etwas erschöpft ein längeres Waldstück, wo die Steigung leicht nachlässt. Die schroffen Felswände des Hochkönigs sind von hier besonders gut zu sehen.
Auf den letzten Metern bis zu Passhöhe gebe ich aber noch einmal richtig Gas und stehe nach einer knappen Stunde zum Foto neben dem Passschild.
Weiter geht es über die kurze Abfahrt zur Ortschaft Dienten am Hochkönig und es folgen zwei steile Kilometer bis zur Bergkuppe des Filzensattel (1306 m). Auch hier verweile ich nur für ein paar Schnappschüsse und stürze mich dann in die Abfahrt nach Saalfelden, die besonders im oberen Teil mit zahlreichen Schlaglöchern gespickt ist und zur Vorsicht rät. Ab der Gemeinde Hintertal wird der Asphalt aber deutlich besser und bis ins Tal kann man es bergab richtig krachen lassen.
Angekommen in Saalfelden nehme ich in nördlicher Richtung den Radweg durch das Saalachtal bis nach Weißbach bei Lover und kann mich gut erholen für die Südauffahrt des Hirschbichl zurück nach Deutschland. Sofort geht es mächtig steil los und die ersten Kilometer verlaufen in mehreren Kehren durch den Wald. Danach wechseln immer wieder leicht ansteigende Passagen im Freien mit sehr steilen Waldstücken ab. Im oberen Teil des Anstiegs warten zum Schluss mehrere extrem steile Rampen mit (laut Schild) bis zu 30% Steigung, die meine Beine fast zum Platzen bringen. Mit letzter Kraft schiebe ich mich bis zur Passhöhe und rolle dann auf den verbleibenden Kilometern gemütlich nach Bischofswiesen.










