quäldich.de-Alpengiro 2006 / Durch Südtirol
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Tourentipp: quäldich.de-Alpengiro 2006
Tourentipp von Jan (weitere...)
Tag 2: St. Leonhard: Durch Südtirol
116 km / 2219 Hm
St. Leonhard (0,0 km) - Meran (20,2 km) - Lana (28,6 km) - Gampenpass (46,4 km) - Fondo (60,2 km) - Cles (78,9 km) - Dimaro (97,9 km) - Passo Campo Carlo Magno (113,9 km) - (116,4 km)
Beschreibung
Der Tag beginnt zum Einrollen optimal mit einer 20 km langen, leichten Abfahrt nach Meran, in der wir dem südlichen Klima merklich näher rollen. Die Alpenmetropole Meran durchfahren wir schnell in Richtung Lana, wo endlich der erste Anstieg des Tages wartet: der äußerst gleichmäßige Gampenpass, auf dessen verkehrsarmer, kehrenloser Anfahrt wir fast ständig den schönen Blick auf das Etschtal genießen können.Am Scheitelpunkt können wir einkehren - ansonsten ist sie eher unspektakulär. So wird es zügig weitergehen in die Abfahrt, die durch die Fahrt in den Süden zu einem kleinen Highlight wird: zusehends wirkt es italienischer, Bewuchs und Bebauung wirken südlicher, und auch mit deutsch kommt man hier nicht so weit wie noch einige Kilometer zuvor.
Die Landschaft ist hier zumeist lieblich und landwirtschaftlich geprägt, doch plötzlich erscheinen schroffe Felswände zur Rechten; die Straße führt über tiefe, enge Schluchten. So erreichen wir Fondo, das wir aber lediglich am Rande berühren und gleich auf schmalen Straßen wie zuvor wieder in Richtung Passo di Tonale verlassen.
Hier durchfahren wir auf dem Weg zum Noce-Stausee die Dörfer Brez, Cloz und Revò. Hier sind wir mitten in Italien angekommen, Baustil und Vegetation vermitteln mediterranes Flair. Diese 19 km lange wellige Passage endet am Noce-Stausee, der malerisch zu unserer Linken liegt.
An der Kreuzung der S42 beginnt nun ein 13,5 km langes Straßenstück, das wir auf der S42 absolvieren müssen. Hier werden wir uns einreihen und konzentriert bis Dimaro fahren, dem Hauptort des Val di Sole.
Hier biegen wir gleich nach Ortseingang nach links auf die Straße zum Passo Campo Carlo Magno ab.
Dieser Anstieg ist gut zu bewältigen, auch wenn es als zweiter Anstieg des Tages schon an die Substanz gehen wird. Die Steigung ist aber gemäßigt, und so können wir uns ganz auf die Abwechslungsreiche Anfahrt konzentrieren, die in den Wiesen hinter Dimaro beginnt, dann in einen lichten Kiefernwald übergeht, und kurz vor der Passhöhe einen sagenhaften Blick auf die Wand der Brentagruppe zur linken frei werden lässt.
Da diese Aussicht aber von unserem Hotel in Madonna di Campiglio noch besser ist, werden wir an der ansonsten eher tristen Passhöhe keine allzu lange Pause einlegen.
4 schnelle Abfahrtskilometer später erreichen wir bereits unseren Zielort. Hier müssen wir die Straße kurz vor dem Tunnel verlassen, um gleich linker Hand unser 4-Sterne-Hotel ansteuern zu können.
Hier werden wir rundum gut versorgt. Die sehr gute Küche, Wäscheservice, Pool und Frühstücksbuffet werden dafür sorgen, dass wir am morgigen Tag gestärkt und ausgeruht in die einsamen Regionen der Lombardei vorstoßen können.




