quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt 2011: Bericht / Ganz in weiß

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quaeldich.de-DLRF 2011 Etappe 7
162,0 km / 2550 Hm

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Tourentipp: quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt 2011: Bericht

Tourentipp von Jan (weitere...)

Tag 7: Wiehl - Somplar: Ganz in weiß
160,4 km / 2940 Hm

Wiehl (0,0 km) - Dreisbach (3,5 km) - Burgmühle (5,4 km) - Drespe (5,9 km) - Pettseifen (7,5 km) - Reichshof Berghausen (8,9 km) - Allinghausen (10,2 km) - Allenbach (11,0 km) - Mittelagger (11,5 km) - Oberagger (12,6 km) - Schmittseifen (14,5 km) - Hahnbuche (15,7 km) - Branscheid (16,5 km) - Hützemert (22,9 km) - Stade (33,4 km) - Rahrbach (50,5 km) - Welschen-Enest (52,6 km) - Benolpe (55,2 km) - Brachthausen (63,4 km) - Vorspanneiche (64,4 km) - Hilchenbach (69,4 km) - Vormwald (71,6 km) - Bahnhof Vormwald (73,6 km) - Kronprinzeneiche (76,1 km) - Siedlung Lützel (78,9 km) - Schöne Aussicht (80,6 km) - Volkholz (90,4 km) - Feudingen (94,2 km) - Bermershausen (96,5 km) - Saßmannshausen (98,2 km) - Schloss Wittgenstein (101,6 km) - Harfeld (111,0 km) - Richstein (114,0 km) - Weißestein (116,0 km) - Beddelhausen (117,9 km) - Elsoff (122,8 km) - Alertshausen (127,0 km) - Diedenshausen (130,6 km) - Wunderthausen (133,0 km) - Hof Trambach (136,8 km) - Hallenberg (142,5 km) - Somplar (146,6 km)

Beschreibung

SAM 4919.Es ging natürlich auch ums Radfahren. Aber das war heute nebensächlich. Zumindest aus Sicht des Brautvaters, der diese Zeilen auf der Grillparty an der Jugendburg Hessenstein diktiert. Gegen 7 Uhr traf sich die Hochzeitsgesellschaft in WIehl vor dem Standesamt. Der Standesbeamte räumte ein, dass es bezüglich der Zeit eine außergewöhnliche Hochzeit sei. Zur Trauung angemeldet hatten sich die Sille und der Spaghettifresser. Während die quäldich-Gemeinde langsam in WIehl zum Start eintraf, standen Silvia und Jan mit Freunden und Familien im Standesamt vor einem gut gelaunten, sehr unterhaltsamen Standesbeamten. Dieser hatte sich auf diesen besonderen Anlass hervorragend vorbereitet, und zelebrierte die Trauung sehr charmant.

Nach der Trauung durchschritt das Paar ein Spalier aus Tafellinealen zu ihrem Fahrradgespann, was allerdings beim ersten Pedaltritt auseinanderbrach. Das Brautpaar begab sich mit der kurzzfristig auf Weddinggruppe umgetauften roten Gruppe auf die Reise in die Flitteretappe nach Frankenberg. Die Engel weinten, weil Sille vom Markt ist. Aber nicht lang, dann stellte sich wieder das quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt-2011-Premiumwetter ein. Da schmeckte auch die Hochzeitstorte, die Michl für die zweite Getränkerast organisiert hatte, hervorragend. So gestärkt rollte das Brautpaar über die letzten Wellen hinab nach Frankenberg und wurde nach rasantem Schlussanstieg in der historischen Altstadt begeistert empfangen. Der Brautvater und Etappenplaner wechselte ganz gegen seine Gewohnheit in die gelbe Gruppe, um Tom mit seinen Guidediensten den Arsch zu retten.

Ein paar Worte zur Etappe: ich habe sie genial geplant, und ebenso wurde sie befahren (das hat jetzt nicht Andreas gesagt, es wurde ihm in den Mund gelegt). Schöne Rollerpassagen wechselten sich mit schönen Anstiegen und teils rasanten Abfahrten ab.

Was sonst geschah:

In Benolpe lernte das Fahrerfeld die amüsante Tradition der Bettelschranke kennen. Sie ist sinnigerweise geschlossen so dass man über einen Rufknopf erst das Öffnen der Schranke erbetteln muss. Es zeigte sich dass der zuständige Bettelmönch sehr schnell ermüdete. Öffnete er bei den ersten Gruppen noch zügig die Sperren und liess sich sogar auf lockeres Geplausch ein tat er bei der Dolce-Vita-Gruppe auch nach dem fünften Klingeln keinen Mucks. Erst Minuten später öffneten sich die Schranken wortlos. Offenbar war er durch Hintergrundbemerkungen aus der grünen Gruppe über Beamtenmentalität im allgemeinen so verärgert dass er die später eintreffende Radler seine Macht spüren liess.

Die schwarze Gruppe ließ - vorgeblich aus Speedwahn aber wahrscheinlicher aufgrund der ermatteten Gliedmaßen - im Lahntal den Anstieg zum Wittgensteiner Schloss aus. Für die Gesamtwertung der DLRF scheiden sie damit natürlich aus. Somit ist von nun an die grüne nicht nur die lustigste, sondern auch noch die schnellste Rundfahrtsgruppe.

Toll war trotz ruppigen Belags die Eisenstraße zur Siegquelle. Wobei auch noch zwei Streifen Asphalts vorhanden waren, für jede Reihe einer.

Abends wurde noch auf der Jugendburg Hessenstein bis in die Nacht gefeiert. Schluss. Aus. Ende

O-Töne der Etappe:
Die ersten 12 km waren eine Tortur, danach hat die Kopfschmerztablette gewirkt.
Ist die Abfahrt freigegeben?
Warum gibts hier kein UMTS?




Nach der etwas leichteren Etappe nach Wiehl folgt mit 162 km und ca. 2500 Hm eine dem Rundfahrtsanspruch entsprechende Etappe vom Bergischen Land über Sauerland und Wittgensteiner Land bis ins hessische Frankenberg an der Eder. Die Strecke bietet Fachwerkhäuser, Schieferdächer, Aussichtspunkte, idyllische Täler und viele mittellange Anstiege von eher geringer Steigung mit ein paar wenigen hochprozentigen Wadenkneifern, der letzte unmittelbar vor dem Ziel in Frankenberg.
Auf überwiegend verkehrsarmen Straßen verlassen wir in Belmicke das Bergische Land. Das Sauerland begrüßt uns mit der Biggetalsperre, bevor wir in Hilchenbach die auf dieser Etappe recht früh geplante Hauptverpflegung erreichen. Von Hilchenbach aus orientiern wir uns nach Südosten in’s Wittgensteiner Land und erreichen über Bad Laasphe immer an der Grenze zu Hessen entlang bald mit Hallenberg die südlichste Stadt des Hochsauerlandkreises. Von dort zu unserem Tagesziel in Frankenberg an der Eder ist es nur noch ein kurzer Streckenabschnitt. Offizielle Etappenseite....

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