quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt 2011: Bericht / Hart am Wind und stark am Buffet
QD-Reisen & Events:
DLRF: 2
quaeldich.de-DLRF 2011 Etappe 8
165,0 km / 2550 Hm
Beigesteuert und verwaltet von Jan.
Tourentipp: quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt 2011: Bericht
Tourentipp von Jan (weitere...)
Tag 8: Schreufa - Hünfeld: Hart am Wind und stark am Buffet
164,1 km / 2742 Hm
Schreufa (4,0 km) - Oberorke (13,1 km) - Buchenberg (17,3 km) - Herzhausen (21,4 km) - Vöhl (27,1 km) - Basdorf (30,3 km) - Nieder-Werbe (33,0 km) - Waldeck-West (38,8 km) - Waldeck (40,4 km) - Buhlen (44,9 km) - Affoldern (47,7 km) - Lieschenruh (49,2 km) - Bergheim (51,5 km) - Anraff (54,5 km) - Wenzigerode (64,0 km) - Betzigerode (66,0 km) - Kerstenhausen (68,4 km) - Arnsbach (71,1 km) - Trockenerfurth (73,0 km) - Dillich (79,1 km) - Welcherod (81,2 km) - Frielendorf (83,0 km) - Großropperhausen (89,2 km) - Schwarzenborn (97,5 km) - Grebenhagen (100,0 km) - Salzberg (103,6 km) - Raboldshausen (105,7 km) - Eisenberg (Knüll) (110,1 km) - Wahlshausen (116,9 km) - Oberaula (118,5 km) - Hausen (120,7 km) - Ibra (124,3 km) - Machtlos (127,3 km) - Breitenbach am Herzberg (132,5 km) - Oberjossa (134,8 km) - Niederjossa (136,7 km) - Wetzlos (143,0 km) - Schletzenrod (143,8 km) - Langenschwarz (150,5 km) - Hechelmannskirchen (152,2 km) - Großenmoor (153,3 km) - Burghaun (159,0 km) - Gruben (161,0 km) - Hünfeld (163,2 km)
Beschreibung
In der Nähe des historischen Rathauses von Frankenberg traf sich am frühen Morgen die wilde Quaeldich.de-Meute am Unteren Markt. Viele der Radler hatten da schon einige Kilometer in den Beinen, weil die meisten Hotels bzw. Unterkünfte zum Teil 12 Kilometer von Frankenberg entfernt lagen. So kam es, dass sich auf der B252 zwischen der Jugendburg Hessenstein, wo ein schöner Grillabend am Vortag zu Ende gegangen war, und Frankenberg ein 1a-Zug an Radfahrern auf den Weg zum Start begab. Dieser begann bei noch kühlen Temperaturen, doch der Blick gen Himmel gab Anlass zur Hoffnung, dass es ein wunderschöner Tag werden sollte. Pünktlich nahm die Dolce-Vita-Gruppe das hervorragende Pflaster in der Innenstadt von Frankenberg in Angriff.Es darf hier noch erwähnt werden, dass es sich bei der 8. Etappe der 3. Quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt um die erste ganz auf hessischem Terrain stattfindende Etappe der DLRF-Geschichte handelt. Dass Hessen vehement von der DLRF gemieden, sogar konsequent umfahren wurde, ist von vielen Seiten schon als Mangel angesehen worden. Als Wortführer dieser Minderheit wurde ein Oberrhosper ausgemacht, der aber unverständlich bei der Hessenpremiere auf der DLRF nicht mit Anwesenheit glänzte.
Aber auch ohne diese Prominenz konnte die schöne Kopfsteinpflaster-Abfahrt aus Frankenberg in Angriff genommen werden. Über Schreufa und Oberorke erklommen die Radler die ersten Wellen Nordhessens Richtung Ferienregion Edersee. Über einen mit schönen Kurven garnierten Rolleranstieg wurden die Anhöhen des Kellerwalds erklettert. Belohnt wurden die Radrecken mit einer rasanten Abfahrt hinunter an den Edersee, der merklich an Wassermangel litt, weil der Seespiegel deutlich niedriger als die mögliche Kapazität lag. Auf der Uferstraße, die nicht unter dem typischen Wochenendausflugsverkehr zu diesen frühen Stunden litt, wurde die erste Getränkeverpflegung am Edersee angefahren. In der Nähe sollte sich eine Tragödie der besonderen Art ereignen. Der treue, von Sille stets sicher gelenkte Besenwagen von Schwalbe sollte den Dienst verweigern. Ihn ereilte das Schicksal eines Kupplungsschadens, und so konnte er nicht mehr verwendet werden. Doch für Ersatz wurde schnell gesorgt, so dass die Dolce-Vita-Gruppe weiterhin auf ein Schlussfahrzeug hätte zurückgreifen können.
Der Edersee wurde anschließend über den Anstieg hinauf nach Waldeck verlassen, dessen stolzes Schloss als prächtige Kulisse diente und vom Edersee schön zu sehen war. Wieder im Tal der Eder angekommen, hieß es im folgenden Abschnitt bis Anraff Kilometer zu machen. Hier zeigte sich erstmals der nicht sichtbare und zähe Gegner des Radlers. Nachdem der Anstieg nach Altwildungen und die enge und kurvige Abfahrt nach Wildungen genommen wurde, folgte mit dem Aufstieg nach Wenzigerode die nächste kleine Herausforderung. Duell Nummer zwei begann nun bis zur Mittagsverpflegung in Frielendorf mit dem Wind. Noch kämpften die Gruppen tapfer gegen diesen harten Gegner. Gestärkt mit Würstchen, Kartoffelsalat und anderem leckeren Gedöns wartete hier ein weiteres besonderes Schmankerl auf die Radler. Das Verpflegungsteam um Schnittchenvolker legte sich voll ins Zeug, um ein Lächeln in die Gesichter der Radler zu Zaubern, indem sie bei Klängen des bekannten Udo-Jürgens-Songs "Aber bitte mit Sahne" Kuchen mit Schlagsahne kredenzten. Auch der bekannte Schlager "Er gehört zu mir" wurde im Animationsprogramm gekonnt eingebaut.
So gestärkt und übermotiviert konnte man in den Knüll eintauchen bzw. den Anstieg hinauf zum Knüllköpfchen in Angriff nehmen. Oben angekommen hatten die Radler die Möglichkeit, die schöne Landschaft rundum zu genießen und einen Blick auf den Eisenberg zu wagen. Denn dieser sollte die größte Herausforderung des Tages darstellen und stand nach einer fluffigen Abfahrt und einem kurzen Zwischenanstieg an. Mit Rampen von mehr als 10 % wurde in der Mittagssonne auch dieser Anstieg schweißtreibend. Dafür belohnte uns die herrlich zu fahrende Abfahrt vom Eisenberg für die Mühen mit Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 80 km/h und einigen schön zu fahrenden Kurven. Im Tal zeigte sich, warum die Etappe die windigste 2011 gewesen war. Der Wind sorgte für ein gedrosseltes Tempo. Beispielsweise musste die schwarze Gruppe kämpfen, überhaupt 30 km/h in der Ebene zu erreichen. Deshalb waren wir froh, dass zur Einfahrt in das Jossatal wieder einige Kackwellen im Wald anstanden. Dass der Wind auch zum Freund werden kann, konnte wir im Jossatal erfahren, als er uns, zumindest die schwarze Gruppe, mit über 40 km/h ins Fuldatal bließ. Dies wurde über einen schön zu fahrenden Anstieg, der mit zwei Kehren garniert war, verlassen.
Was jetzt folgte, war ein Kampf mit dem Wind, den kurzen, aber flüssig zu fahrenden Anstiegen, an deren Anschluss schöne Abfahrten folgten. So waren wir froh, die hessischen Wellen und den wohl schlimmsten Feind des Radlers erfolgreich bezwungen zu haben. Auf der heutigen Etappe wurden zwar ordentlich Kräfte gelassen, doch das tolle Hotel Konrad Zuse in Hünfeld zauberte ein wahres Schlemmerbuffet, an dem wir uns richtig ausgiebig laben konnten. Außerdem stärkt die Aussicht nur noch eine Etappe durch die schönste Region Deutschlands, der Rhön, jeden Radler und damit auch uns. Morgen warten nur noch 128 fluffig zu fahrende Kilometer, bevor wir freudetrunken - oder trunken vom Kreuzbergbier - in Bad Neustadt einfahren.
Bleibt mir noch zu erwähnen, dass Günni demoralisiert vom Tempo der Gruppe 5 bzw. eher den auftretenden Knieschmerzen in den nicht vorhandenen Besenwagen stieg und Jan ihn fast perfekt in der gelben Gruppe 4 ersetzen konnte. SkiGünni wurde daraufhin in KnieGünni umgetauft. Doch auch dieses Problem wird wohl morgen nicht mehr vorhanden sein, wenn die Aussicht auf das leckere Kreuzbergbier Günni neue Kräfte verleiht. So wollen wir es alle halten und nochmals alles geben, weil die Aussicht auf das Ende der Tour und das Kreuzbergbier uns Bärenkräfte verleiht und mit Monsterbeinen über die Hügel der Rhön treibt.
Und spätestens beim Tanz auf dem Neuschter Marktplatz sind alle Strapazen dieser denkwürdigen DLRF wie weggeblasen, und man wird nicht mehr unterscheiden können zwischen einem Teilnehmer der DLRF und einem herzlich willkommenen Gast. Außer man hebt die Ärmel der Oberbekleidung etwas an, um die markanten Radfahrerstreifen in Augenschein zu nehmen.
So erwarten ich und wir euch in Bad Neustadt zum Tanz.
Die erste Hessenetappe in der Geschichte der Quäldich.de-Deutschland-Rundfahrt wird vielen in bleibender Erinnerung bleiben. Für einige aufgrund des herausfordernden, sehr welligen Profils: die 2.600 Hm bieten kaum Möglichkeiten zum Ausruhen. Den meisten wahrscheinlich aufgrund der Landschaft: Von Frankenberg schwenkt die Route zunächst in nördliche Richtung, um die Ferienregion rund um den Edersee zu besuchen. Über sehr welliges Terrain erreichen wir nach 40 km den Edersee, bevor es zur Mittagsverpflegung hinauf nach Waldeck geht. Über Bad Wildungen geht es weiter wellig geradewegs durch Nordhessen nach Frielendorf. Das Tor in den Knüll ist die Station für die zweite Verpflegung. Diese ist auch nötig, denn danach wird der längste Anstieg des Tages zum Knüllköpfchen in Angriff genommen. Kurz darauf folgt der steile Eisenberg, bevor es wieder wellig in Richtung Fuldatal geht. Nach einer weiteren Pause nehmen wir die letzen 30 welligen Kilometer in Angriff, um in die Rhön und nach Hünfeld zu fahren. Offizielle Etappenseite....
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