quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt 2011: Bericht / Nordschwarzwald und Rheinebene
QD-Reisen & Events:
DLRF: 2
quaeldich.de-DLRF 2011 Etappe 2
163,0 km / 2350 Hm
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Tourentipp: quaeldich.de-Deutschland-Rundfahrt 2011: Bericht
Tourentipp von Jan (weitere...)
Tag 2: Bad Peterstal - Rathausplatz: Nordschwarzwald und Rheinebene
163,5 km / 2361 Hm
Bad Peterstal (0,0 km) - Breitenberg (5,2 km) - Zuflucht (14,7 km) - Obertal (25,5 km) - Mitteltal (28,7 km) - Baiersbronn (32,5 km) - Klosterreichenbach (35,7 km) - Igelsberg (41,5 km) - Schernbach (47,9 km) - Göttelfingen (50,7 km) - Allmandie (51,5 km) - Eisenbach (53,8 km) - Urnagold (54,9 km) - Poppeltal (59,0 km) - Gompelscheuer (60,4 km) - Mittelenztal (63,8 km) - Lappach (64,6 km) - Enzklösterle (64,7 km) - Nonnenmiß (66,7 km) - Sprollenhaus (69,6 km) - Kaltenbronn (75,1 km) - Schwarzmiss (Kaltenbronn) (76,3 km) - Reichental (83,8 km) - Hilpertsau (88,1 km) - Hörden (93,9 km) - Winkel (101,3 km) - Oberweier (103,1 km) - Waldprechtsweier (105,7 km) - Malsch (107,9 km) - Neumalsch (111,8 km) - Durmersheim (116,8 km) - Würmersheim (118,3 km) - Au am Rhein (120,4 km) - Neuburgweier (123,8 km) - Berg (130,4 km) - Minfeld (143,0 km) - Steinweiler (149,8 km) - Rohrbach (151,7 km) - Mörzheim (158,5 km) - Landau in der Pfalz (162,8 km) - Rathausplatz (163,5 km)
Beschreibung
Ein Sturz in der Abfahrt von der Schwarzmiss trübt die Freude über eine weitere sehr schöne Etappe erheblich. Die Person wurde zur Beobachtung im Krankenhaus behalten und muss die Rundfahrt beenden, ist aber den Umständen entsprechend wohlauf.Morgens in Bad Peterstal erwartete uns strahlender Sonnenschein bei noch niedrigen Temparaturen. Das Startprozedere wäre sicherlich sehr rund verlaufen, wenn der Besenwagen angesprungen wäre. Mit etwas Improvisation lief es rund genug, um die fünf Gruppen stressfrei und pünktlich auf die Reise zu schicken. Wieder startete die rote Dolce-Vita-Gruppe zuerst, gefolgt von der schnellen schwarzen Gruppe 1, der grünen Gruppe 2, der blauen Gruppe 3 und der roten Gruppe 4. Als diese wegfuhr, konnte sogar der mittels ADAC reanimierte Besenwagen folgen.
Da sich niemand für den Bericht aufgedrängt hat, erfolgt der Bericht wieder aus Sicht meiner grünen Gruppe. Der unserer Gruppe zugeteilt Guide kam nach dem Guide-Briefing zu mir und holte sich mein OK ab, sich eine Gruppe zurückstufen zu lassen. Damit standen wir zwar ohne ortskundigen Guide da, aber die geballte GPS-Weisheit unserer Gruppe ließ dies zweifellos und problemlos zu. Dies schicke ich nur voraus, weil die GPS-Weisheit gleich hinter dem Abzweig in Richtung Breitenberg die falsche, nämlich die steilere rechte Variante einschlug, was schnell auf Schotter und zurück auf dem Track hinter der blauen Gruppe endete, die wir dadurch erstmals heute überholen konnten. Herr_ und andere Heißsporne setzten gleich zum Überholen an, wodurch wir immer andere freundliche Gesichter neben uns hatten, die uns in idyllischer Schwarzwaldatmosphäre entgegenstrahlten - trotz des anspruchsvollen Anstiegs, der allerdings nach 250 Höhenmetern gegessen war. Oben sammelten wir uns kurz, um der blauen Gruppe schnell zu entkommen. Was aufgrund eines Plattens allerdings nicht gelangt. Wieder überholte blau.
Rasant gings bergab, um unübserichtlich in 140-Gradwinkel nach schräg hinten rechts abzubiegen und damit den wesentlichen Tagesaufstieg, die Zuflucht anzusteuern. Auf dieser Nebenstraße gehts malerisch durch Wiesen und Wälder hinauf, bevor man kurz vor dem Hochpunkt auf die Hauptstrecke zur Zuflucht trifft, und bald darauf die tolle Aussicht bis in die Rheinebene genießen kann. Hier mischten sich dann wieder die grüne, blaue und rote Gruppe. Nur von der gelben war noch nichts zu sehen - und natürlich von der schwarzen nichts mehr, die nach dem Aderlass von gestern noch einige starke Jungs aus der grünen Gruppe abgeworben haben, und so statt mit 17 immerhin mit 21 Teilnehmern starten konnten.
Vor der anschließenden Abfahrt hinunter nach Obertal war beim Guidebriefing zurecht gewarnt worden - Rollsplitt, Schlaglöcher und Baumreste erzwangen eine langsame Abfahrt durch malerische Schwarzwaldwälder.
Unten im Tal wurden die Zugpferde eingespannt und brachten bis zur Getränkeverpflegung erstmal einen gewissen Zeitpuffer zwischen uns und die Blauen. In Klosterreichenbach stand Michl bereit, und dank einiger Konsultationen am Mechanikerfahrzeug der Fahrradwelt Rest konnte auch die blaue Gruppe noch ein Erfolgserlebnis verzeichnen.
Es folgte die Rollerauffahrt zum Igelsberg, dem wesentlichen Anstieg vor dem Beginn des Kackwellenteils vor der Gruppe. Hinter uns fuhr das Medical Car, was wirklich Eindruck machte auf die heraufkommenden Autos - keiner traute sich zu überholen. Nach der Abfahrt folgte der Kackwellenstufenanstieg über Schernbach, Göttelfingen und Eisenbach. Kackwellen zeichnen sich dadurch aus, dass sie zu kurz sind für eine Freigabe, aber zu steil, um den Verband geschlossen zu halten. Und da muss ich unseren Teilnehmern ein Riesenlob ausprechen. Der Verband blieb eine perfekte Einheit, und vorne wurde ein zügiges, aber nicht überzogenes Tempo angeschlagen, so dass wir den Kackwellenteil problemlos im geschlossenen Verband meisterten, und kaum Pfiffe von hinten kamen (insbesonderd 1 Pfiff => langsamer). Eine super Sache!
Nach dem Verlust von 350 Höhenmetern stand die Schwarzmiss auf dem Speiseplan. Nicht zu steil, und insbesondere im oberen Teil sehr schön - oben mit traumhafter Aussicht, wieder in die Rheinebene.
Unten folgte dann recht zügig die Verpflegung in Gaggenau, wo erstmals in der Rundfahrtsgeschichte das bestellte Essen ausging. Sonntags auch nicht mehr zu beheben, so dass einige Mitfahrer der Dolce-Vita-Gruppe ein äußerst dürftiges Mittagsbuffet vorfanden. Dieser äußerst peinliche Umstand wird sich natürlich morgen nicht wiederholen.
Es folgte die Querung der Rheinebene, aus dem Jahr 2009 noch in verheerender Erinnerung, als starke Westewinde vorherrschten, und kein Windschatten verfügbar war, und gefühlt alle 300 Meter eine rote Ampel wartete. Diesmal lief es alles sehr rund, und dank weiterer hinzukommender Zugtiere kamen wir recht zügig nach Landau - mit einer Polizeieskorte, der uns mit seinem Motorrad sämtliche Ampelkreuzungen bis auf den Rathausplatz von Landau freisperrte. Ein großartiger Abschluss einer schönen Etappe mit bitterem Beigeschmack!
Mit etwa 2300 Höhenmetern gehört die zweite Etappe der 3. Deutschland-Rundfahrt nominell zu den weniger schweren Etappen. Doch auch auf dieser Etappe stehen einige Hindernisse im Weg, und die meisten davon liegen auf der ersten Etappenhälfte im Nordschwarzwald. So werden wir schon knapp 1000 Hm auf dem ersten Abschnitt zwischen Bad Peterstal und Baiersbronn überwunden haben – und mit der Zuflucht auch einen der prestigeträchtigsten Anstiege im Nordschwarzwald. Kleine Nebenstrecken sorgen auch hier wieder dafür, dass wir die Schwarzwaldidylle und die landschaftliche Schönheit genießen dürfen. Der zweite Abschnitt bis zur Mittagspause in Gernsbach ist dann schon nicht mehr ganz so schwer – die Anstiege sind weniger steil, und von der Schwarzmiss entschädigt uns noch einmal ein traumhafter Ausblick für die Strapazen. Nach der Mittagspause heißt es dann Abschied nehmen vom Schwarzwald, denn entlang des Murgtals steuern wir auf die Rheinebene zu. Jetzt kann uns höchstens noch Westwind zum Verhängnis werden, denn nennenswerte Steigungen gilt es jetzt nicht mehr zu überwinden. Mit der Rheinfähre bei Neuburg setzen wir wie schon 2009 über in die Pfalz und steuern schließlich unser heutiges Tagesziel in Landau an. offizielle Etappenseite...
Für Mithilfe bei der Planung der Etappe bedankt sich das Orga-Team bei den qd-Usern Martin, Peter, Sandro und Klaus.
Die GPS-Tracks werden erst zum Abschluss des Genehmigungsverfahrens zum Download bereitgestellt.
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