quaeldich.de-Tauernrundfahrt 2011 / Zum Großglockner
QD-Reisen & Events:
DLRF: 2
Tourentipp: quaeldich.de-Tauernrundfahrt 2011
Tourentipp von Roli (weitere...)
Tag 4: Spittal - Zell am See: Zum Großglockner
137,7 km / 2848 Hm
Spittal (0,0 km) - Feicht (6,1 km) - Lendorf (7,9 km) - Steindorf (9,6 km) - Pusarnitz (10,0 km) - Möllbrücke (12,6 km) - Mühldorf (15,4 km) - Kolbnitz (19,9 km) - Gratschach (27,3 km) - Obervellach (31,4 km) - Flattach (36,9 km) - Außerfragant (38,9 km) - Stall (47,7 km) - Lassach (66,9 km) - Mörtschach (68,3 km) - Pockhorn (81,5 km) - Großglockner-Hochalpenstraße (98,6 km) - Fusch (124,8 km) - Wald (128,6 km) - Vorfusch (130,2 km) - Bruck an der Grossglocknerstrasse (131,8 km) - Zell am See (137,7 km)
Beschreibung
Die vierte und leider auch schon vorletzte Etappe der TRF führte das immer noch starke Teilnehmerfeld über das Dach der Tour, den majestätischen Großglockner. Das Höhenprofil sah nach den Sägezähnen der Vortage mit zahlreichen Pässen verlockend aus, gab es doch nur eine einzige Spitze - das Hochtor auf 2.504 m - zu erklimmen. Davor hatte der Herrgott allerdings eine lange Anfahrt von Spittal aus gesetzt, die den Zugpferden in allen Gruppen einiges abverlangte, danach den deftigen Gegenanstieg zum Fuschertörl. Aber nicht nur das Fahren selbst, auch die Umgebungsvariablen spielten eine entscheidende Rolle. So verfehlte ein in Hans-Guck-in-die-Luft-Manier selbstmörderisch auf die Fahrbahn springendes Reh die heranbrausende Gruppe 1 nur um ein paar Meter. Nach der ersten Verpflegung in Winklern fuhr der Tross dann Richtung Weterwechsel und Heiligenblut, bislang waren wir nämlich trocken geblieben.
Schon in den ersten Steigungen vor Heiligenblut merkte man die langen, höhenmeterreichen Strecken der Vortage, das Feld zog sich ordentlich in die Länge, sozusagen ein österreichisch-deutscher Strudelteig. Kurzes Gruppenfoto mit der Kirche und dem hinter dem Nebel und den Wolken nur erahnbaren Glocknergipfel. Hurra - rauf geht's weiter, rein in die Steigung. Kühlung kommt jetzt von oben, es beginnt zu regnen. Die Positionen am Berg sind sowieso bezogen, da gibt es keine großen Überraschungen mehr und es ist immerhin nicht heiß. Eine spektakuläre Stunteinlage liefert bei der Mautstelle der Salzburger Arno: er zeigt einen zirkusreifen, ansatzlosen Salto über den Schranken der Mautstelle, nimmt dieses Missgeschick aber erst recht zum Anlass, seine herannahenden Konkurrenten weiterhin in die Schranken (Achtung, Wortspiel!) zu weisen. Beim Kreisverkehr fahren geschlossen alle rechts zum Hochtor, niemand nimmt trotz vollmundiger Ankündigungen am Vorabend (da sah alles so leicht aus ...) die Franz-Josephs-Höhe unter die Räder. Schieben wir die Schuld halt mal auf das schlechte Wetter :-)
Am Hochtor gibt es Mittagsverpflegung, es hat zu regnen aufgehört und man sieht manchmal sogar ein paar umliegende Berge. Danke nochmal der Organisation und der Hochtor-Wirtin, die die Verpflegung in ihren warmen Räumlichkeiten gestatteten, eine nicht unbedeutende lebenserhaltende Massnahme für die durchfeuchteten Radfahrer. Draußen wars nämlich schon ein bisschen huschi (=kalt). Wie immer bestens verpflegt geht es nach der Stärkung am Mittagsbuffet weiter - erst durch den Tunnel, die Abfahrt zur Fuscher Lacke und dann der immer wieder zumindest mental furchtbare Gegenanstieg, auf dem schon wieder Arno (was hat der heute gegessen?) das Tempo hoch hält. Trockene, lange, schnelle Abfahrt nach Ferleiten, von wo das Feld geschlossen in teilweise atemberaubender Geschwindigkeit, ein paar Teilnehmer (natürlich war Arno dabei :-) hatten noch Reserven zu verpulvern - nach Bruck und weiter nach Zell am See fährt, wo im Waldhof genächtigt und noch länger, bis fast zum Einbruch der Dunkelheit, die Ereignisse des Tages bei isotonischen Sportgetränken nachbesprochen wurden.
--- Vorabbeschreibung der Tour ---
Heute steht endlich der wohl bekannteste Anstieg in Österreich am Programm: die Großglockner Hochalpenstraße. Doch der Tag beginnt nicht gleich mit einem harten Anstieg, sondern wir fahren erst das Drautal, dann das Mölltal aufwärts – und das für etwa 70 km. Hinter Mörtschach geht es steiler bergauf und wir kommen schon einen Vorgeschmack, auf die noch wartenden Höhenmeter.
Heiligenblut, auf einer Höhe von 1300 m, ist bald erreicht, doch der Großteil der Arbeit liegt noch vor uns, aber wir können hier den legendären Blick auf die Kirche und den Großglockner genießen. Über die Fleißkehre und vorbei an der Mautstelle treten wir hinauf zum Kasereck, von wo es kurz bergab zum Kreisverkehr Guttal geht. Besonders Motivierte haben hier die Möglichkeit, noch die Stichstraße zur Franz-Josephs-Höhe unter die Räder zu nehmen.
Alle anderen biegen rechts ab und schrauben sich über einige Kehren weiter nach oben. Nach fast 100 km stehen wir endlich oben am höchsten Punkt unserer Tour, dem Hochtor, und blicken hinunter ins Tal auf den zurückgelegten Weg. Durch den Tunnel geht es wieder nach Salzburg und erstmal hinunter zu Fuscher Lacke. Es wartet noch ein fieser Gegenanstieg von 166 Höhenmetern zum Fuscher Törl, bevor wir über Fusch nach Bruck rollen und dann noch einige flache Meter bis Zell am See zurücklegen. Hier nächtigen wir wieder im Waldhof.









