Saisonauftakt in Ligurien / Königsetappe

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Tourentipp: Saisonauftakt in Ligurien

Tourentipp von helmverweigerer (weitere...)

Tag 5: Chiavari - Chiavari; Tour A: Königsetappe
100,4 km / 2109 Hm

Chiavari (0,0 km) - Carasco (6,8 km) - Mezzanego (12,1 km) - Borgonovo Ligure (13,0 km) - Recroso (20,3 km) - Belpiano (22,4 km) - Acero (27,9 km) - Passo della Forcella (31,0 km) - Parazzuolo (33,5 km) - Priosa (35,3 km) - Barbagelata (44,8 km) - Passo della Scoglina (49,0 km) - Favale di Malvaro (57,3 km) - Castagnelo (59,7 km) - Acqua di Sopra (61,3 km) - Cicagna (64,5 km) - Pian dei Ratti (67,0 km) - Pian di Coreglia (68,0 km) - Calvari (69,0 km) - Romaggi (75,9 km) - Passo di Romaggi (78,1 km) - Cichero (82,3 km) - Calcinaia (84,3 km) - Carasco (93,9 km) - Chiavari (100,4 km)

Beschreibung

Die traumhafte und völlig einsame Auffahrt zum
Passo della Forcella.
(März 2009)Ganz im Stile einer Königsetappe wird heute die 2'000 Höhenmeter-Marke geknackt. Dabei steht aber immer noch der Genuss am Radfahren nach der Winterpause und das landschaftliche Erlebnis im Vordergrund.
Wichtig an so einem Tag ist, dass man behutsam beginnt und sich gut einteilt. Das geht auf dieser Runde ganz gut, denn die Fahrt ins Val Sturla über Lavagna und Carasco wartet nur mit wenigen Höhenmetern auf. Entgegen der Tour über den Passo del Ghiffi am zweiten Tag zweigt man aber früher ab. Die Strasse würde zwar direkt auf den Passo della Forcella führen, das erste Ziel des Tages. Jedoch ist die Fahrt über Belpiano auf dieser Nebenstrasse wesentlich ruhiger und viel schöner.
Diese führt entlang der südlichen Talflanke. Nach einem kurzen, steilen Abschnitt zu Beginn der Auffahrt bwegt man sich in erhöhter Lage dem Passübergang entgegen und hat dabei herrliche Ausblicke auf das Tal, den zu dieser Zeit noch schneebedeckten Monte Aiona und die Pässe Ghiffi und Bocco. Auf dieser schmalen Strasse, welche man praktisch nur als Auffahrt empfehlen kann, erreicht man den Passo la Forcella auf knapp 900 Metern.
Nun geht es durch ein Hochtal zum Passo della Scoglina, zu welchem man nicht allzu viele Höhenmeter überwinden muss. Hier zweigt die Strasse nach Montebruno ab, von welcher die Teilnehmer von Tour B entgegenkommen. Der Vorteil dieser Tour gegenüber Tour B ist, dass man diese traumhafte Strasse hochfährt und sie dabei in vollen Zügen geniessen kann. Diese 4 Kilometer gehören zum Besten was die Region zu bieten hat. Die schmale Strasse windet sich nach Barbagelata auf 1'140 Metern empor und gibt dabei herrliche Ausblicke über die umgebenden Berge bis zum Golfo di Tigullio und den Felsvorsprung bei Sestri Levante preis.
Man muss aber unbedingt bis nach Barbagelata fahren, welches sich auf einer Krete befindet. Hat man diese überwunden, sieht man westwärts über den gesamten Apennin und bei guter Fernsicht einen grossen Teil des Alpenbogens. Diese Schönheit kann man in völliger Ruhe geniessen, denn kaum ein Auto verirrt sich in diese verlassene Gegend.
Hat man sich einmal satt gesehen geht es wieder hinunter zum Passo della Scoglina, man hat also nochmals Gelegenheit, die Aussicht zu geniessen. Vom Passo della Scoglina geht es sehr rasant zu Tale, auf einer Adrenalin-geladenen Abfolge von langen Geraden und Haarnadelkurven. Diese Abfahrt führt ins Val Fontanabuona, dieses fährt man aber nur kurz bergab um dann in Calvari zum Passo di Romaggi hochzufahren. Auch dies ein landschaftlicher Genuss, von welchem man erneut auf den Golfo di Tigullio hinunterblickt. Das letzte Highlight des Tages ist die Abfahrt ins Val Sturla, in welchem der Tag ganz gemütlich begonnen hat.