Saisonauftakt in Ligurien / Mamma mia Ghiffi

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Tourentipp: Saisonauftakt in Ligurien

Tourentipp von helmverweigerer (weitere...)

Tag 2: Chiavari - Chiavari; Tour A: Mamma mia Ghiffi
67,9 km / 1570 Hm

Chiavari (0,0 km) - Lavagna (2,1 km) - Cogorno (4,2 km) - Carasco (9,8 km) - Mezzanego (15,1 km) - Borgonovo Ligure (15,9 km) - Borzonasca (19,4 km) - Prato Sopralacroce (26,2 km) - Passo del Ghiffi (32,8 km) - Passo del Bocco (36,4 km) - Montemoggio (42,3 km) - San Siro Foce (45,2 km) - Semovigo (47,1 km) - Mezzanego (54,7 km) - Carasco (60,1 km) - Chiavari (67,9 km)

Beschreibung

Tolle Passage in Mezzanego.
(september 2008)Im Mittelpunkt dieser Tour steht eines der absoluten Highlights der Region, der Passo del Ghiffi. Der Passo del Ghiffi ist ein Traumpass mit sehr wenig Verkehr, einem langen Anstieg bei toller Strassenführung und wunderschöner Aussicht, zudem erreicht man beinahe eine Höhe von 1'100 Metern. Den Preis dafür bezahlt man mit einer harten Steigung im zweiten Teil des Aufstiegs. Eine bergtaugliche Uebersetzung wird hier empfohlen, am besten mit Kompakt- oder Dreifachkurbel.
Doch der Reihe nach: Nach Chiavari fährt man über Lavagna und Cogorno nach Carasco. Die Tour vom Vortag ist sicher nicht spurlos an den Beinen vorbeigegangen und so kommen die 10 flachen Kilometer sehr gelegen.
Hier zweigt man ins Val Sturla ab und auch wenn auf dieser Strasse die ein oder andere Welle weggedrückt werden muss, fährt es sich locker bis nach Borzonasco, dem Ausgangspunkt des Aufstieges zum Passo del Ghiffi.
Der erste Teil des Aufstieges bis Prato Sopralacroce ist angenehm zu fahren. Die Strasse steigt konstant und kurvenreich, zuerst durch dicht bewaldetes Gebiet. Auf dieser schmalen Strasse gibt es nur sehr wenig Verkehr und es lässt sich entspannt plaudern.
In Prato Sopralacroce sollte man noch bei der Bar da Remo einkehren und Stärkung für den Rest des Aufstiegs in Form von Kaffee und Kuchen holen. Diese Stärkung kann man auch gebrauchen, denn nun geht es richtig zur Sache. Es werden Steigungen um 18% erreicht und über einen längeren Streckenabschnitt sinkt die Steigung nie unter 10%. Kein Wunder, dass einem der ein oder andere Automobilist mit "Mamma Mia Ghiffi" anspornt.
Motivierend mag wirken, dass man durchaus nicht der erste ist, der hier Qualen erleidet. In der Bar erzählt Remo gerne von den Leiden von Pantani und Indurain anlässlich einem Giro-Bergzeitfahren anno 1994.
Als Belohnung winkt ein Pass, den man nicht nur aufgrund seiner Härte gerne in seinem Palmarès aufführt, auch wegen seiner landschaftlichen Schönheit und der Ruhe und Abgeschiedenheit wird man diese Auffahrt wohl immer in Erinnerung behalten.
Den nächsten – wesentlich bekannteren – Passo del Bocco kriegt man geschenkt, denn es geht zur Passhöhe nur bergab. Dabei erspäht man tiefe Einblicke in die Emilia Romagna und sieht, welche Möglichkeiten sich hier für den Rennradfahrer ergeben. Doch dazu ist die Saison noch zu jung, dies bleibt dem Bergtraining in Ligurien und dem Saisonausklang in Ligurien vorbehalten.
Die anschliessende Abfahrt vom Passo del Bocco verdient das Prädikat Spass total. Die Steigungsprozente verlangen nur seltenes und dosiertes Bremsen, die abwechslungsreiche Strasse bietet Kurven jeglicher Couleur und tolle Ausblicke ins Val Sturla und die soeben gemeisterte Auffahrt zum Passo del Ghiffi.
In Montemoggio greift man erstmals richtig in die Eisen und kehrt ein zu einer Portion Pasta.
Nach dem Mittagessen geht es nur noch kurz bergab bis San Siro Foce. Dort zweigt man von der Bocco Passstrasse ab und wärmt sich auf einem kurzen Zwischenanstieg nach Semovigo auf. Es folgt eine spektakuläre Abfahrt nach Mezzanego. Diese muss man zwar wesentlich langsamer angehen als diejenige vom Passo del Bocco, denn die Strasse ist unübersichtlich und schmal. Dafür entlohnt die tolle Strassenführung und die landschaftliche Schönheit.
Zurück im Val Sturla fährt man bis nach Carasco und meistert noch den 200 Meter Aufstieg Richtung Leivi. Von hier ist das zwar ein recht hässlicher und auch steiler Anstieg, geprägt durch die Industriezone von Carasco. Sobald man jedoch die von weitem sichtbare Kirche erreicht habt, wartet die schon vom Vortag bekannte Schlussabfahrt direkt zur Garage des Hotels.