Traumtouren im Goldenen Herbst 2009 / Krönender Abschluss im Kaunertal
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Erlebnisbericht: Traumtouren im Goldenen Herbst 2009
Erlebnisbericht von tobsi (weitere...)
Tag 8: Prutz - Prutz: Krönender Abschluss im Kaunertal
77,5 km / 2181 Hm
Prutz (0,0 km) - Platz (8,5 km) - Vergötschen (10,0 km) - Feichten (11,2 km) - Kaunertaler Gletscherstraße (38,2 km) - Feichten (65,3 km) - Vergötschen (66,5 km) - Platz (68,0 km) - Kauns (74,5 km) - Prutz (77,5 km)
Beschreibung
Als krönender Abschluss der acht Tage hatte ich die Kaunertaler Gletscherstraße auserkoren. Leider spielte hier das Wetter nicht mehr ganz mit, denn die Sonne zeigte sich nur ab und zu. Ansonsten versteckte sie sich hinter den Wolken. Zu Anfang noch flach zeigte die Gletscherstraße ihr raues Gesicht kurz vor Platz, als der Anstieg nach einer Brücke auf deutlich über 10 % anzog. Doch dieses Stück hielt nicht lange an, förderte allerdings ein Problem an meiner Rennmaschine zutage, die mich noch auf der gesamten Tour in Atem halten sollte. Aus unerfindlichen Gründen hatte sich eine Schraube an der Kurbel gelöst, die dafür sorgte, dass der linke Kurbelarm immer lockerer wurde und drohte abzufallen. Dank Unterstützung eines Einheimischen im nächsten Ort konnte ich das Problem dank eines geliehenen Inbus-Schlüssels lösen. So ging es flach durch Feichten zu Mautstation auf ca. 1300 m Höhe. Danach taucht man in das Kaunertal und ein Waldstück ein. Dank des kaum vorhandenen Verkehrs konnte man diesen Abschnitt richtig genießen, auch deshalb weil kaum steile Abschnitte für größere Anstrengung sorgte. Zum Schwitzen kommt man dann, wenn der Staudamm ins Blickfeld kommt und die ersten Kehren von 29 hinauf zum Staudamm genommen werden. Mit mehr als 10 % geht es bis zur Dammkrone, von wo es idyllisch und leicht wellig am Gepatsch-Stausee entlang zum Schlussabschnitt ging. Am Ende des Staussees auf gut 1800 m wartete noch ein Abschnitt mit 1000 Hm und gut 10 km Länge. Dass hieß eine Durchschnittssteigung von um die 10 %. Wie die Höhenmeter sich verteilen sollten, wusste ich nicht. So war ich gespannt, was nach der ersten Rampe bis zum Gepatschhaus folgen sollte. Dahinter verbargen sich zunächst zwei kurze Abfahrten, bevor es aussichtsreich durch eine Reihe von Kehren auf eine Höhe von 2000 m ging. Aussichtsreich deshalb, weil schöne Blicke zurück zum Stausee ermöglicht wurden. Nach diesen Kehren wechselte der Charakter der Landschaft. Während im unteren Bereich noch Vegetation das Bild bestimmte, wurde sie jetzt von Gestein und wenig Vegetation abgelöst, die ganz andere Stimmung auslöste. Vorbei an einem kleinen See ging es dann wieder deutlich mit über 10 % durch die letzten Kehren bevor es etwas moderater wurde. Nur der Schluss war mit 10 % wieder etwas steiler. Oben angekommen konnte man von dem großen Parkplatz den Gletscher genießen und auf den Schautafeln etwas darüber lesen. Auf 2750 m war mir ganz schön kalt. Ein ganz anderes Gefühl als die Tage zuvor, wo die Sonne für ausreichend Wärme gesorgt hatte. So war ich froh lange Handschuhe dabei gehabt zu haben, um die Abfahrt relativ warm zu überstehen. Kalte Füße und Beine hatte ich dennoch. So war ich froh am Gepatsch-Stausee angekommen zu sein, wo es schon deutlich wärmer gewesen war. Über Feichten und Platz ging es dann in einen kurzen Anstieg hinauf nach Kauns, wo ich mich entschied nicht den Weg zur Piller Höhe zu nehmen und stattdessen die Tour mit einer Abfahrt nach Prutz zu verkürzen. Ich hatte die letzten Tage schon genug geleistet und froh diese 8 Traumtouren halbwegs ordentlich herumgebracht zu haben. So hatte ich mir selbst das schönste Geschenk gemacht. In 8 Tagen ein paar Radfahrerträume mehr erfüllt zu haben.









