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Kandel: Übersetzung

  • RadFritze, 07.04.2020, 19:45 Uhr
    Hallo welche Übersetzung würdet ihr empfehlen? Ich(15) Möchte den Kandel bald in Angriff nehmen dabei jedoch nicht an der Übersetzung scheitern.
  • AP, 07.04.2020, 21:01 Uhr
    Hallo,

    Die Übersetzung hängt nicht vom Berg ab, sondern von deinem Leistungsvermögen. Wegen deines Alters würde ich dir empfehlen, mit der niedrigsten Übersetzung, die du hast, anzufangen und dann mal schauen, wie es sich anfühlt.

    Gruß und viel Glück
  • Cinelli09, 07.04.2020, 21:16 Uhr
    Um es in Zahlen auszudrücken : eine 1:1 Übersetzung,z.B. 34 zu 34 ist das mindeste,sonst machst Du Dir in Deinem Alter gleich schon Knie,Sehnen und sonst noch was kaputt.Idealer wäre eine Untersetzung,z.B. 30 zu 34.Oder ein MTB mit 2 oder 3fach Kurbel und einer 34er Kassette nehmen.

    Kein falscher Ehrgeiz.Heldenübersetzungen kannst Du in 10 oder 15 Jahren noch zur Genüge treten
  • Uwe, 07.04.2020, 21:18 Uhr
    Hallo!
    Kandel ist von den Zahlen her schon mit einem ordentlichen Alpenpass vergleichbar und hat auch laut Profil hier bei Quaeldich.de keine besonderen Spitzensteigungen. Ich war zwar nie am Kandel, habe aber durchaus Erfahrung mit vielen verschiedenartigen Anstiegen in den Alpen.
    Daher mal meine grundsätzliche Empfehlung für solche Anstiege immer eine Übersetzung zu nehmen die nennenswert unter 2,50 m Entfaltung liegt. Bei 2,50 m musst du schon recht kernig drücken und tust dir keinen Gefallen. Besonders wenn dir vermutlich noch die große Erfahrung mit langen Anstiegen fehlt.
    Ich bin mit meinen Söhnen viele Jahre lang immer wieder in den Alpen herum geeiert. Sie haben mit 8 bzw. 11 Jahren ihre ersten Alpenpässe gemacht und in deinem Alter üblicherweise die kürzesten Gänge bei 2,50 m oder noch etwas weniger gehabt. Sie hatten aber mit 15 Jahren auch schon reichlich Erfahrung mit Pässen. Falls du noch nie so ein langes Ding rauf gefahren bist, dann solltest du von Beginn an daran denken, dass es noch gaaaanz lange dauert bis oben und dass du durchhalten muss. Deshalb von Beginn an langsam fahren, so dass du noch mit einem Mitfahrer dummes Zeug erzählen kannst ohne vom Sockel zu fallen.
    Du wirst sehen, dass so etwas keine Zauberei ist, sondern nur eine Fleißarbeit und auch Kopfsache. Dein Kopf muss es wollen, dann schaffst du es auch! Und dann macht es süchtig...
    Viele Grüße, Uwe (nein, noch nicht Opa, aber die Jungs sind schon lange erwachsen...)
  • sugu, 08.04.2020, 10:43 Uhr auf Cinelli09
    Die Größenordnung von 1:1 ist schon die richtige Richtung, aber genau 1:1 sollte es nicht sein denn dann sind Kurbel und Hinterrad synchron. Die größte Kraft (Kurbel 90°) trifft immer dieselben Speichen und das an einem langen Berg über lange Zeit. Das mag kein Laufrad, schon gar nicht die zarten Gemüter an den Rennrädern. Ein Zahn Differenz sollte zwischen Kettenblatt und Ritzel schon sein.
  • lowrider, 08.04.2020, 10:43 Uhr
    Der Kandel hat ab Waldkirch ziemlich konstant um 11% Steigung und das über gut 11 km - ist also schon eine ernsthafte Herausforderung.
    Wo fährst du jetzt rum und wie fit bist du?
    Wenn du aktuell bei kürzeren Steigungen mit 12% noch min. einen Gang in Reserve hast, gibt es am Kandel sicher keine Probleme außer der Kopf macht nicht mit.

    Schönen Gruß, Oliver
  • el_zet, 08.04.2020, 10:55 Uhr
    Wir wollen's nicht übertreiben. Das sind 900 Hm auf 11 km, also 8.2% im Mittel. Reicht auch.
    Ich mache mir gelegentlich den Spaß, aus poetischen Passbeschreibungen eine Höhe auszurechnen, und komme dann regelmäßig auf ein paar hundert Höhenmeter mehr als auf der Karte.
  • RadFritze, 08.04.2020, 10:59 Uhr auf lowrider
    Vielen Dank
    ich möchte über Waldkirch hochfahren und würde meine Kondition auf durchschnittlich bis gut schätzen.
  • RadFritze, 08.04.2020, 11:01 Uhr auf Cinelli09
    Habe eine 3 Fach Kurbel eine vorne 30 zu hinten 26 Übersetzung.
  • el_zet, 08.04.2020, 11:56 Uhr 08.04.2020, 12:05 Uhr auf RadFritze
    Meine leidvolle Erfahrung aus der Zeit, als die Söhne in dem Alter waren, ist, dass die überall raufkommen. Wiegen nichts und sind fit vom Fußballspielen. Die größten Probleme sind
    a) Langeweile
    b) Hunger (mein einer hat mal am Ende am Belchen ein bisschen geschwächelt; angehalten, letzten Riegel geteilt, bis ich wieder im Rhythmus war, hab ich ihn nicht mehr gesehen).
  • AP, 08.04.2020, 12:14 Uhr auf RadFritze
    Paßt!
  • AP, 08.04.2020, 12:16 Uhr auf el_zet
    Das ist die subjektive Komponente des Radfahrens. Gibt es auch beim Angeln, wenn die Forelle zum Schwertfisch mutiert.
  • RadFritze, 08.04.2020, 12:54 Uhr
    Ok vielen Dank
    Ich werde den Kandel mit meinem Rad so wie es momentan ist in Angriff nehmen. Falls ich Probleme bekommen sollte lässt sich nach der Tour auch noch etwas ändern.
    Ich werde ja dann sehen ob ich mich am Berg QUÄLEN muss.
    sportliche Grüße und Vielen Dank an alle die geantwortet haben
  • artie_1970, 08.04.2020, 17:12 Uhr auf RadFritze
    Und damit du den Fehler vermeidest, den ich bei meinem ersten Pass (Hochblauen) gemacht habe, kannst du hier in meinem Profil die entsprechende Anekdote finden. Paesseradeln ist Kopfsache.
  • alltagsfahrer, 08.04.2020, 20:32 Uhr
    Hallo,

    Es sidn fast tausend Höhenmeter. Normalerweise rechnet man 800 bis 1200 Höhenmeter pro Stunde, sofern man jung und trainiert ist. Also rechne mindestens mit1.5 bis besser 2 Stunden für di ganze Strecke.
    Wichtig ist,
    dass du nicht unter einer Trittfrequenz von 60 fällst
    Dass es mindestens für die ersten 15 Minuten viel zu leicht geht. Aber nicht hochschalten !!
    Trink und iss reichlich.
    Setz die eine Zeit irgendwo zwischen 1.5 und 2 Stunden und fahr nicht schneller.
    mach öfters eine kurze Pause, wenn es nur noch zu langsam geht

    Für jede Sekunde, die du untern zu schnell bist verlierst du oben deren vier. Es dauert immer einige zeit, bevorder Körper reagiert. Vor allem am Berg. Super ist es, wenn du ein Pulsmesser dabei hast. Dann solltest du den Puls nie über dem haben, was Du ununterbrochen über zwei Stunden leisten kannst.

    Lieber langsam oben ankommen, als gar nicht oder die zweite Hälfte zu Fuss neben dem Rad und die Zunge am boden. Und lass Dich nicht von andern beeindrucken, die dich überholen. Man gewinnt Berge immer erst ganz oben und nie unten oder in der Mitte.

    Pässe fahren ist Kopfsache. wenn Du überholt wirst, dann bleib hart und fahr Deinen Rythmus. Blend den aus. Wenn es sein muss, dann schau weg oder wenn es gar nicht geht, dann mach eine kurze pause bis der aus dem Blick ist.
    Wenn Du einen einholst, dann behalte in Erinnerung, dass Du dein Tempo fahren musst. Wenn Du aufschliesst, dann fahr erst eine oder zwei Minuten hinter her in dem noch langsameren Tempo, um Kraft zu holen. Denn beim Überholen brauchst du eventuell mehr Kraft als gedacht. Dann wenn unverhofft ein Auto auftaucht oder warum auch immer.

    Um Berge zu fahren braucht man Erfahrung am Berg, welche man gewinnen kann, in dem man Berge fährt.

    Viele Grüsse, aus Zug, Fritz
  • SystemeU, 09.04.2020, 13:22 Uhr 09.04.2020, 21:35 Uhr
    Man kommt auch locker mit 39/29 hoch. Einfach reintreten. Probieren, keine Bedenken haben, auch mal das langsame Krepieren zulassen ;-) . Durchbeißen und sich besser kennenlernen. Sorry, Jungs ;-) .

    Kleine Ergänzung:
    Den Anstieg ab Waldkirch empfand ich als eher unrhythmisch; zudem hat es meiner Meinung nach den schlechtesten Belag, wie grobes Schmirgelpapier Körnung 6-30. Auf der gesamten Strecke, unter der Woche um ca. 18:00 Uhr, sind mir insgesamt 3 Autos und 1 Motorradfahrer entgegen gekommen. Kein Vergleich zum Feldberg, Schauinsland.
  • Michael 1, 06.06.2020, 12:05 Uhr auf lowrider
    Die Steigung ab Waldkirch beträgt zwischen 11 und 13 %. Kurze Teilstücke sogar bis zu 16 %.
  • leisure17, 23.06.2020, 14:11 Uhr
    Mit 30 Z. vorn und 26 hinten würde ich alter Mann mir das nicht mehr antun, und für junge, auch wenn subjektiv fit, aus meiner Sicht auch keine gute Idee. Heutzutage legen die meisten Fahrer wert auf hohe Trittfrequenzen, weil auf Dauer schonender und vielleicht sogar schneller.
    Also mindestens 1:1 (die Bedenken wegen Speichenbelastung teile ich bei solidem Material, kein High-End-Leichtbau, nicht) oder sogar 30 vorn 32 hinten. Ich geb gern zu, dass ich mittlerweile sogar eine 11-34 Kassette drauf hab. Die taugt dann aber auch für solche Gemeinheiten wie Pragelpass von Osten, Vorder Höhe via Amden oder Zeinisjoch Westauffahrt.
    Ein großes Ritzel in Reserve ist nie verkehrt, eine zu schwere ÜBersetzung verdirbt evtl. den Spaß.
  • SystemeU, 25.06.2020, 10:23 Uhr 25.06.2020, 10:24 Uhr
    Das mit der hohen Trittfrequenz sehe ich persönlich nicht so:
    Ich selbst fahre lieber schwerere Gänge, weil ich dann besser und tiefer in den Bauch atmen kann. Ich musste mit der Zeit und bei allen meinen Ausfahrten halt das Gespür dafür entwicklen, ob ich den gewählten Gang sehr lange durchziehen kann, ohne mich dabei ans Limit zu fahren. Und mit der Zeit habe ich mich auch besser kennengelernt und weiß mittlerweile, wie ich meine Kräfte einteilen sollte. Während der Fahrten ist es ein ständiges Wechselspiel zwischen Lunge, Beine und Kopf. Und wenn ich den Gang vielleicht doch nicht weiter treten kann, weil ich mich schlecht eingeschätzt habe, dann muss ich halt absteigen. Und. Dann bin ich halt kreppiert und eier - wenn es dann noch irgendwie geht - ganz, ganz langsam weiter.
    Bei meinen Versuchen, mit hoher Drehzahl und niedrigerem Gang kam ich mir vor wie ein nach Luft schappender Hamster. Ich bin überhaupt nicht damit klar gekommen und war sehr schnell platt. Meine Atmung war absolut flach, mir wurde schlecht und schwindlig. Ich habe mein Rad wieder umgebaut und dachte, sch... drauf, Eddy, Indurain, Fignon haben sich auch nicht einen am Rad abgezappelt und ich wollte es auch nicht mehr.

    Jeder sollte so fahren, wie es für einen selbst am besten ist, womit man am besten klar kommt, die besten Erfahrungen gemacht hat und am meisten Spaß hat. Alles andere sollte keine Rolle spielen. Man muss halt einfach mal alles ausprobiert haben. Und bitte: Ich habe unzählige ältere Fahrer erlebt, die so krass gefahren sind ...

  • leisure17, 25.06.2020, 14:02 Uhr auf SystemeU
    Klar, "richtig" ist für jeden anders. Objektiv gesehen spricht halt für höhere Trittfrequenzen, dass die Gelenkkräfte geringer sind und somit weniger Verschleiß zu erwarten ist. Aber über lange Zeit wissenschaftlich untermauert ist selbst das nicht.
    Natürlich muss man sich an schnelleres Treten (für mich ist das idealerweise 70-80/min bergauf und 90-100 in der Ebene) erst gewöhnen, wenn man lange anders fuhr. Den Rat, das zu versuchen, hab ich übrigens von einem mittlerweile über 70-jährigen Radkollegen! Er war in der Zeit von Indurain und Co. schopn selbst aktiv, natürlich auch mit damals üblichen dicken Gängen.
  • SystemeU, 25.06.2020, 16:16 Uhr 25.06.2020, 16:21 Uhr
    Ich muss zugeben, dass ich seit meinem ersten Rennrad 2002 nichts anderes gefahren bin; es gab damals einfach keine CT-Kurbeln oder Kassetten bis 34 Z.
    Aber dann, als auch ich mit weiteren 1199 Verrückten bei einer großen Rundfahrt über die Alpen fahren wollte und jeder vom Armstrong-Stil schrieb und alle die hohen Trittfrequenzen nur so hochpriesen, habe ich mir dann doch so langsam in die Hosen gemacht. Ein mulmiges Gefühl breitete sich aus und ich sah mich am ersten Berg sang und klanglos untergehen ... und womöglich nie am Ende der Rundfahrt im Ziel ankommen.
    Ich schraubte also eine CT-Kurbel an mein Rennrad und bereitete mich in meiner Gegend monatelang damit auf die Rundfahrt vor. Aber irgendwie kam ich nicht voran: Ich hechelte wie ein Hund, hatte kaum Luft, fluchte innerlich nur so und hätte mir am liebsten die Gurgel abgedreht. Meine Beine waren wie Gummi. Also kurzer Prozess, gedacht, gesagt, getan, gewagt und meine alten Teile kamen wieder am meinen Renner. Es war mir egal, ob ich damit sterbe.

    Und wie du schon selbst erwähnst, ist ein schnelleres Treten nicht unbedingt gelenkschonend. Allein nur eine jahrelange falsche Sitzpositioneinstellung trotz CT-Kurbel kann dazu führen, dass man sich die Knorpel "abfährt".

    Ich kenne den Fahrstil von Thévenet, Indurain, Fignon, Merkx, Ulrich etc. nur aus Fernsehberichten. Aber es sieht einfach verdammt geil aus, wie nahezu ruhig sie auf dem Sattel saßen und gefahren sind. Wenn ich mir heute dagegen Froome, Aru, D.Marin etc. sehe, kann ich vor lauter hin- und hergewippe kaum hinschauen. Sie sehen aus wie Hampelmänner, das passt. Auch wenn sie damit gewinnen; es sieht sauk...e aus.
  • Uwe, 25.06.2020, 17:28 Uhr auf SystemeU
    Hallo!
    Ich bin da auch so ein "Kompromiss"-Fahrer, der einerseits ein Freund davon ist, für das Gebirge ziemlich kurze Übersetzungen am Bock zu haben, aber nicht um damit eine TF von 90 anzupeilen, sondern oftmals nur zu überleben. In der Regel trete ich auf Flachstrecken eine TF von 85 - 95 und habe für solche STreckenprofile auch ganz fein angestufte Zahnkränze an Bord. Richtig bergauf, also Alpenpässe oder größere Mittelgebirgssteigungen, trete ich in der Regel TF 50 - 65. Bin auch schon in den 1980er Jahren bergauf ähnlich gefahren, nur mit längeren Gängen, also flotter ;-) Irgendwo habe ich auch mal gelesen, dass rein energetisch betrachtet, diese KA (Kraftausdauer) Fahrweise sparsamer ist. Damit ist natürlich nicht Gemurkse mit TF < 40 gemeint. KA trainiert man ja auch z.B. mit Einheiten von > 20 Minuten bergauf mit TF 40 - 50. Da der Puls bei meiner Fahrweise nicht so explodiert (bin schon älter und daher auch nach oben begrenzt), ist auch der Sauerstoffbedarf geringer und die Schnappatmung noch erträglich.
    Hauptsache bergauf und nur solange getreten wird, kommt das Ziel näher ;-)
    Viele Grüße, Uwe
  • artie_1970, 25.06.2020, 23:43 Uhr auf Uwe
    Servus zusammen,

    niederfrequent = Gelenke beansprucht
    hochfrequent = Pumpe beansprucht

    Selbst war ich lange Jahre mit eher > 100/min als < 100/min unterwegs. Irgendwann habe ich mal einen Artikel gelesen, dass die "optimale" Kadenz eines Fahres stark mit seiner Leistung korreliert. Will heissen: Hobbyisten wie ich, die vielleicht die Haelfte eines Indurain aufs Pedal wuchten, sind also unter Umstaenden niederfrequenter besser dran. Das habe ich auf dem Rollentrainer getestet, gleiche km/h, unterschiedliche Trittfrequenzen, ordentliche Leistung (etwa mittlerer GA2-Bereich).

    Ergebnis bei mir: 40/min war schon etwas arg fuer die Knie, mit steigender Kadenz ging es den Gelenken besser (bei langsam steigendem Puls), bis ab etwa 85/min der Puls DEUTLICH schneller anstieg und im Hamstergang bei 120/min VIEL hoeher als in meiner goldenen Mitte von 70/min bis 85/min war.

    Das war fuer mich sehr ueberraschend, weil das Hamstern fuer mich ja nicht ungewohnt war und ich auch 10 min lang 120/min sauber treten konnte, ebenso Minutenintervalle mit 140/min. Dennoch habe ich seitdem meine Kadenzen deutlich abgesenkt. Was nicht heisst, dass ich zum Stampfer wurde, mit 26/34 kann ich mir die Anstiege schoen flach schalten und tue das auch.

    Tschoe!

    Axel
  • SystemeU, 26.06.2020, 16:01 Uhr
    Obwohl ich seit fast 20 Jahren einen simplen, einfachen Tacho von Sigma habe (misst nur (Durchschnitts-)Geschwindigkeit, Fahrtzeit) und meine Trittfrequenz oder meine Pulsbereiche etc. überhaupt nicht kenne, bin ich also eher der Kraftausdauer-Fahrer. Besser als Uwe und Axel hätte ich meine Erfahrungen nicht besser beschreiben und untermauern können!
    Merci, Sonny
  • leisure17, 26.06.2020, 19:07 Uhr auf artie_1970
    Da sind wir doch gar nicht weit auseinander! Wenn es wirklich darum geht, lange und möglichst schnell (also nahe der Schwellenleistung) einen Pass raufzufahren, fühle ich mich zwischen 70 und 80/min auch am wohlsten. Im Flachen, deutlich unter der Schwellenleistung, bevorzuge ich dagegen 90-100/min.
    Und auch bei mir steigt der Puls überproportional an, wenn ich bergauf noch kleinere Übersetzungen trete. Also weit weg von Froomie & Co., deren Stil mir ebenso wenig gefällt - wann gibt's im Radsport endlich eine Haltungsnote? Und auch etwas weg von Indurain und seinen Vorgängern, die oft noch geringere TF gefahren sind. Das haben die sich aber nicht selbst ausgesucht, es gab damals einfach keine leichteren Übersetzungen, ebenso wenig wie 11er Ritzel, ohne die viele Hobbyfahrer heute nicht mehr auszukommen glauben.

    Um aber auf die Ausgangsfrage zurückzukommen: Welche Übersetzung braucht ein Jugendlicher, der erstmals den Kandel rauf will? Und da ist meine Antwort für den Jungen dieselbe wie für mich: Die leichteste, die man kriegen kann. Ist man so fit, dass die größten Ritzel gar nicht zum Einsatz kommen, schätzt man sich glücklich und montiert eben danach eine kleinere Kassette. Die meisten werden sich aber irgendwann doch freuen, noch einen Gang leichter schalten zu können.
    Du gehst mit Deiner Übersetzung ja noch einen Schritt weiter als ich, 30 vorn 34 (am Graveller 36) hinten passt mir bis jetzt. Bin gespannt, ob sich das ändert, wenn es weiter auf die 70 zugeht.
  • artie_1970, 26.06.2020, 23:01 Uhr auf leisure17
    Servus Wolfgang,

    sehr richtig mit dem 11er-Ritzel. Die gaengigen 50/11 sind gut 3 Gaenge dicker als Eddy Merckx hatte. Bei der Erwaehnung des Kannibalen kommen auch arrogante Hobbyfahrer in Erklaerungsnoete. (-;

    Seit ich meinen Randonneur habe, ist ganz erstaunlich, dass ich an meinem Lieblingszeitfahrberg (Spitzingsattel, gut 3.5 km mit knapp 10 % im Schnitt) durchaus schalte. Mit 33/30 war ich unabhaengig von der leicht schwankenden Steigung sowieso immer im kleinsten Gang. Abgesehen von den sonstigen Vorteilen einer Randonneurs-Universalwaffe, die ich penetrant nicht muede werde anzupreisen, behaupte ich auch, dass der den ach so harten Rennradlern alter Schule jetzt endlich die lang ersehnte Ausrede fuer beliebig kleine Gaenge ohne Gesichtsverlust liefert: "Alter, ich sach dir, diese Wurzelpassage bei 18 %!".

    Tschoe!

    Axel

    P. S.: Nette Profilbeschreibung von dir!
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