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Alt del Montnou (1760 m)

Südanfahrt: Hinter der Masia Oriola wieder steil.

Auffahrten

Von AP – So, diese lange Variante des Alt del Montnou ist nicht nur schwer zu fahren, sondern auch schwer zu finden. Und zwar geht man folgendermaßen vor: auf der Südanfahrt des Coll de Jou erstreckt sich nördlich des Dorfs Lladurs auf etwa 1000 m Höhe die Hochfläche Pla de Riard. Im oberen Teil der Hochfläche steht neben der Straße (LV-4241) zum Pass ein großes altes Gehöft, die Masia La Salada. Neben dem Gebäudekomplex führt eine asphaltierte Piste nach Westen (Timoneda und Odèn sind dort ausgeschildert). Man fährt auf dieser Piste über die Hochebene bis zum Bergwald, wo sich die Piste gabelt; links geht es nach Timoneda, rechts nach Odèn. Man hält sich also rechts und fährt auf sich stetig verschlechterndem Belag zwei oder drei Kilometer bergab, und zwar teilweise richtig steil nach unten. Die Strecke ist extrem holprig und nicht sehr materialschonend, zudem sollte man vielleicht lieber nicht alleine unterwegs sein. Für den Fall eines Unfalls ist es nicht sicher, dass dort täglich Leute vorbeikommen, und ob es in der Ecke Handyempfang gibt, haben wir nicht ausprobiert. Jedenfalls landet man in einer Schlucht, die von dem Bach Canalda durchflossen wird. Auf einer Brücke über den Bach beginnt auf etwa 750 m Höhe der Anstieg zum Alt del Montou.

Und wie er beginnt… es geht sofort steil im Kiefernwald hinauf. Der erste Kilometer ist noch nicht vorbei, da hat man schon Rampen mit fast 20 % Steigung hinter sich. Auf dem zweiten Kilometer öffnet sich der Wald ein bißchen, und die Gebäude des Weilers Orrit stehen neben der Piste. Löcher im Belag gibt es auch immer mal wieder, aber der Zustand ist bei weitem nicht so schlecht wie auf der Abfahrt in die Schlucht. Der dritte Kilometer bietet steigungstechnisch eine Atempause, auf dem vierten wird es ganz bitter: fast schnurstracks führt dort eine fünf- oder sechshundert Meter lange Gerade mit 20 % Steigung in der Spitze im Wald hinauf.
Praktisch am Ende dieses Steilstücks ist man auf dem Kamm der Serra d’Odèn angekommen. Die nächsten Kilometer sind herrlich zu fahren. Mal flach, mal leicht ansteigend rollt man auf den mächtigen Felsstock des Port del Comte zu. Dabei hat man einen gigantisch weiten Blick nach Westen bis zum Montsec an der Grenze zu Aragon, und rückblickend auch tief ins Solsonès hinein.
Auf dem siebten Kilometer fällt die Piste an der Masia Oriola vorbei ab und steigt dann wieder steil zur Landstraße L-401 hinauf. Auf der Landstraße angekommen hält man sich rechts in Richtung Sant Llorenç de Morunys. Es geht nun erst leicht bergauf bis zu einem Punkt, an dem links oberhalb der Landstraße die Masia el Call d’Odèn steht, in der man Urlaub machen kann, und rechts eine asphaltierte Piste zum Weiler Odèn abbiegt. Ab dort fällt die Landstraße wieder leicht ab. Theoretisch könnte man auch von dem eben erwähnten Bergkamm direkt über Odèn bis zu jenem Punkt fahren, aber die Piste ist wohl nicht vollständig asphaltiert.
Nach ungefähr elf Kilometern Fahrt biegt links eine schmale Straße in Richtung Montnou ab. Logischerweise geht es dort hoch zum Alt del Montnou. Auf diesem letzten Abschnitt des Anstiegs wird es mal wieder steil. Zwar zunächst nicht durchgehend steil, weil immer wieder kurze Flachstücke eingestreut sind, aber wenn es bergauf geht, dann heftig bergauf. Die Straße schlängelt sich nun an dem in der Allgemeinbeschreibung erwähnten steilen Berghang hinauf, zwischen Bauernhäusern, Weiden und kleinen Äckern. Nach Süden hin hat man weite Blicke ins Solsonès und sieht auch einen Teil der bereits absolvierten Strecke, nach Westen hin endet der Hang an der mauerartigen Serra de Campelles. Auf den letzten beiden Kilometern, die zum Teil im Wald verlaufen, liegt die Steigung durchgehend bei über 10 % und kulminiert in einer fast 20-prozentigen Rampe, die an der Kuppe des Alt del Montnou endet. Dort oben kann man dann erst mal verschnaufen, der Anstieg ist nicht von Pappe und kostet Kraft…

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