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Alto de los Moriscos (1625 m) Degollada de las Palomas

Moriscos16.

Auffahrten

Von AP – Die Großstadt Las Palmas ist ein eher unüblicher Urlaubsort, um Gran Canaria mit dem Rad zu erobern. Die Stadt hat aber mit der Playa de las Canteras einen schönen Strand und auch sonst ein paar sehenswerte Ecken, mag also dem einen oder anderen besser gefallen als die eher drögen Touri-Siedlungen im Süden der Insel. Verschiedene Anbieter vermieten Rennräder, und man begegnet (wie dem Autor widerfahren) hin und wieder geführten Rennradgruppen, die Las Palmas als ”Basislager” nutzen.
Einer der langen Anstiege aus der Stadt hinaus führt zum Alto de los Moriscos. Startpunkt ist ein Verkehrskreisel (Plaza de America) im Viertel Guanarteme in der Nähe des unteren Abschnitts der Playa de las Canteras mit dem Auditorium Alfredo Kraus. Vom Kreisel aus zieht die Calle Fernando Guanarteme nach Südwesten in Richtung Industrieviertel Casanova. Das klingt nicht besonders attraktiv, ist die Auffahrt in ihrem unteren Teil auch nicht. Man überquert die Autobahn des Inselnordens (GC-2) und sieht ziemlich viel öde Landschaft, die ein bisschen planlos zugebaut wurde. Ohne wirklich den Stadtbereich zu verlassen verläuft die Straße relativ flach am Barranco de Tamaraceite entlang.
Auf Höhe von Tamaraceite unterquert man die nächste Autobahn (GC-3) und hält sich im darauffolgenden Kreisel in Richtung Tamaraceite. Ein paar Meter später macht sich ein Déjà-vu-Erlebnis bemerkbar, denn wieder wird die Autobahn unterquert, und wieder folgt ein Kreisel. Der liegt praktisch schon in Tamaraceite und ist so groß, dass man einen Minipark in der Mitte angelegt hat. Man durchfährt diesen eher spröden Ort auf der Carretera General Tamaraceite. Am Ende der carretera kommt man, ihr ahnt es schon, am nächsten Kreisel an. Jenen Kreisel verlässt man in Richtung Teror auf der Carretera de Teror und berührt ein letztes Mal die Autobahn, die diesmal zur Abwechslung überquert wird....von unten hat man sie ja schon zur Genüge kennengelernt.
Hinter der Autobahn beginnt die Straße (GC-21) endlich ins Hinterland anzusteigen. Häuser stehen immer wieder am Straßenrand, auch ein Fußballfeld bleibt rechts liegen, aber man hat den Eindruck, dem Großraum Las Palmas entkommen zu sein...und das nach immerhin schon 10 km Fahrt.
In einer Ortschaft namens El Toscón zieht die Straße kurz an und führt dann, sich verengend und gesäumt von Eukalyptusbäumen, eher flach am nächsten Barranco entlang. Dieser heißt im unteren Teil Barranco de Tenayo und verengt sich nach oben zum Barranco del Teror. Verziert wird er von einem Stausee, der so klein ist, dass man ihn eher für einen Stauteich halten könnte.
Hinter dem Weiler Miraflor am oberen Ende des Barranco folgt ein Abschnitt, der Ekelpotential hat. Die GC-21 verbreitert sich auf drei Spuren, was die Autofahrer zum Rasen einlädt. Dazu kommt noch, dass am oberen Ende des Viaducte de Teror eine harte Rampe beginnt. Der Bau dieses Monstrums von Brücke war angeblich nötig, um das Städtchen Teror besser ans Straßennetz der Insel einzubinden. Vor dem Ortseingang von Teror verengt sich die GC-21 aber wieder, und ab einem Kreisel nimmt sich die Steigung vornehm zurück.
Bis Teror war die Auffahrt zum Alto de los Moriscos nicht besonders attraktiv und ziemlich verkehrsbelastet. Man kann die GC-21 größtenteils umgehen, indem man vor El Toscón rechts in Richtung San José del Álamo abbiegt (GC-211) und dann am Kreisel oberhalb der Rampe wieder auf die GC-21 einbiegt. Diese Nebenstraße ist schöner und ruhiger, hat durch ein paar Gefälle aber mehr Höhenmeter. Übrigens kann man auch hinter San José del Álamo in Lo Blanco von der Nebenstraße auf eine Neben-Nebenstraße Richtung El Faro abbiegen (GC-212) und auf einer bisweilen enorm steilen direttissima zum Cruz de Tejeda gelangen. Das ist ein Beispiel für das, was ich oben meinte, nämlich die Variationen zwischen den Auffahrten zum Moriscos und zum Cruz de Tejeda.
Zurück zum Alto de los Moriscos: 18 km hat man nun bis Teror zurückgelegt. Teror hat ein wunderhüsches Zentrum um die Basilica del Pino herum, mit typisch kanarischen kompakten Häusern mit Flachdächern und Steinrändern, teils weiß und teils bunt gestrichen. Eigentlich ist das Zentrum zu sehenswert, um schnöde daran vorbeizufahren. Man tut dies schweren Herzens auf der Calle Nueva direkt oberhalb der Altstadt, denn der Berg ruft.
Verkehrsbelastung und Attraktivität der GC-21 ändern sich hinter Teror. Über einige Serpentinen schwingt sich die Straße Valleseco entgegen, durch eine grüne, teils landwirtschaftlich genutzte Gegend. Es bieten sich hübsche Ausblicke Richtung Küste und zu den Bergflanken um Teror herum. Erste Kiefern stehen am Wegrand und geben einen Vorgeschmack auf das Inselinnere.
In Villaseco teilt sich die Straße kurz, man umfährt das Zentrum zur rechten Hand, geradeaus ist Einbahnstraße. Valleseco geht über in Lanzarote. Bleibt diese Ortschaft hinter einem zurück, ist es vorbei mit zusammenhängender Bebauung. Man hat nun schon 29 km hinter sich und ist auf einer Höhe von 1100 m angekommen. Ein letzter Blick auf Lanzarote, und dann ist man im oberen, wirklich außergewöhnlichen Abschnitt der Auffahrt. Die Straße führt nun zuerst am und später oberhalb des Barranco de la Virgen entlang. Der glänzt mit steilen, kiefernbedeckten Hängen und einem im oberen Teil fast schon alpinen Flair. Am Horizont sieht man auch die braune Kuppe des Montañón Negro, an dem vorbei später die Kammstraße verläuft. Um Kilometer 31 herum zieht die Steigung kurz einmal an, allerdings nicht so heftig wie hinter dem Viaducte.
Genau an der Stelle, an der die GC-21 nach Nordwesten knickt, um den Berghang am oberen Ende des Barranco de la Virgen zu queren (Kilometer 32 der Auffahrt), biegt unter einer steinernen Brücke eine Straße nach Tejeda/San Mateo ab. Dies ist ein weiteres Beispiel für das verstrickte Straßennetz des Inselnordens, denn über diese Nebenstraße gelangt man zum Cruz de Tejeda und könnte über die kurze Südauffahrt zum Alto de los Moriscos fahren. Man hält sich aber weiter auf der GC-21 und wird mit tollen Aussichten in den Barranco de la Virgen und Richtung Nordküste belohnt.
Nach einem Zwischengefälle biegt man bei Kilometer 38 an der letzten Kreuzung der Auffahrt Richtung Cruz de Tejeda ab. Dort beginnt die Kammstraße ab der Caldera del Gáldar. Um einen Blick in den Krater zu werfen, muss man vor dem Abbiegen den Kopf über die Leitplanke strecken und aufpassen, dass er gerade keine Lava ausspuckt (kleiner Witz). Hinter einer kurzen Rampe wird der Asphalt schnell schlechter (Stand 2018). Er ähnelt nun zusammengekleistertem Schotter und sorgt für einen entsprechenden Rollwiderstand. Das bleibt dann so über den Hochpunkt hinaus bis zum Cruz de Tejeda runter. Dank der Asphaltierungsoffensive auf der Insel steht aber zu erwarten, dass der Belag bald Geschichte sein wird.
Gleich in der ersten langgezogenen Kurve der Kammstraße hat man einen sensationellen Blick auf den Teide, falls man einen Tag mit klarem Wetter erwischt hat. Des Weiteren führt die Straße, nur noch gering ansteigend bzw. sogar einmal leicht abfallend, durch eine Landschaft mit Vulkanambiente, wie sie für die Kanaren typisch ist. Ganz kahl wie in den Cañadas ist die Gegend aber nicht, vielmehr ist der braunen Vulkanasche ein Kiefernwald entsprossen. Man lässt den schon erwähnten Montañón Negro links liegen und fährt anschließend direkt unterhalb des Gipfelgrats des Moriscos entlang. Genau auf der Ostseite des Gipfelgrats führt kein Weg an dem mehr als obligatorischen Stopp an der Degollada de las Palomas vorbei, um den gewaltigen Barranco de Tejeda mit seinen roques und rocas zu würdigen.
Der Hochpunkt der Kammstraße folgt dann nur ein paar Kurven hinter der Degollada. Man muss hier nicht zwingend anhalten, der Blick vom Parkplatz nach Norden ist auch nicht anders als einen Kilometer vorher von der Kammstraße aus. Lieber lässt man es rollen bis zum Cruz de Tejeda, wo man sich viel besser verlustieren kann als auf der einsamen Kammstraße.
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Von chriku – Die Auffahrt aus dem Westen der Insel startet in La Aldea de San Nicolás de Tolentino und verläuft auf den ersten 27 Kilometern auf der GC-210 bis zum Bergdorf Artenara. Zunächst wird in einem ständigen Auf und Ab der gigantische Barranco de la Aldea, das sogenannte Tal der Tränen, durchfahren.
Nach etwa 24 Kilometern wird die Degollada de la Cruz de Acusa erreicht. Dabei handelt es sich um eine Kreuzung von vier Straßen. Richtung Alto de los Moriscos biegt man rechts ab und bleibt somit auf der GC-210 bis Artenara. Zu diesem Zeitpunkt liegen die steilsten Streckenabschnitte bereits hinter einem und es rollt mit sehr sanfter Steigung angenehm nach Artenara.
Dort trifft man auf einen Kreisverkehr, der an der dritten Ausfahrt verlassen wird (GC-21). Der perfekt asphaltierten Straße (Stand: Dezember 2015) folgt man sieben Kilometer, ehe der Aussichtspunkt Pinos del Gáldar erreicht ist. Unterwegs bieten sich bei klarem Wetter bereits tolle Ausblicke auf Teneriffa und den sich aus dem Dunst erhebenden Teide. Am Aussichtspunkt öffnet sich die Landschaft dann in Richtung Norden: Weit unten sind die Städte Gáldar und Las Palmas zu erkennen. Hier sollte man unbedingt eine kleine Pause einlegen und den Ausblick genießen!
Wenige Meter nach dem Aussichtspunkt wird die einzige etwas knifflige Stelle des Anstiegs erreicht: Die GC-21 vollzieht eine scharfe Rechtskurve, in welcher fast parallel dazu rechts die GC-150 abgeht. Die Abzweigung sollte nicht verpasst werden, sonst fährt man statt auf den Alto de los Moriscos nur um selbigen herum. Die GC-150 führt nun mit sehr mäßiger Steigung, dafür aber mit einem extrem rauen Straßenbelag zum 1625 Meter hoch gelegenem Alto de los Moriscos.
Wenige Meter vor dem Hochpunkt wird in einer Linkskurve der bereits in der allgemeinen Beschreibung erwähnte Aussichtspunkt Mirador de Degollada passiert. Von hier bieten sich tolle Ausblicke auf Tejeda, den Roque Bentayga, den Roque Nublo und den gesamten Südwesten der Insel. Der eigentliche Hochpunkt ist im Gegensatz dazu völlig unspektakulär, selbst ein Passschild sucht man vergebens.

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03:07:30 | 13.08.2017
roadrunner06
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Von AP – Am Cruz de Tejeda nimmt man die Straße nach Gáldar. Nach wenigen Metern hat man den Rummel hinter sich gelassen und pedaliert entspannt im Halbkreis um das Ende des Moriscos-Höhenrückens herum. Zunächst hat man Tiefblicke in das obere Ende des Barranco Guiniguada, am Horizont sieht man auch die Anlagen auf dem Pico de las Nieves. Später stehen dann Kiefern links und rechts der Straße. Stand 2018 ist der Asphalt ziemlich ruppig, wie in der Beschreibung der Auffahrt von Las Palmas schon erwähnt.
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00:13:10 | 14.03.2019
Saar Biker
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