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Aremogna (1659 m) Roccaraso

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Von Droopy – Das Skigebiet Aremogna ist gut ausgeschildert. Aus allen Richtungen kommend klettern wir bereits innerorts einige Meter und verlassen schnell das Zentrum. Der Einstieg ist im Verhältnis zum gesamten Anstieg hart. Entlang einiger klobiger Hotelkästen geht es für etwa 600 Meter mit knapp 12 Prozent stramm voran. Das legt sich glücklicherweise mit der ersten Kurve.
Die Straße mäandert nun um einen Bergrücken, und eigentlich sind wir fast schon oben. Linker Hand führt den interessierten Gast noch eine kleine Stichstraße auf den Monte Zurrone. Oben steht ein Denkmal für die unbekannten Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Es ist 145.000 Gefallenen gewidmet, denen kein würdiges Begräbnis, kein Grabstein oder ein einfaches Kreuz geschenkt werden konnte.
Mit einer Abfahrt bis zu einem Kreisverkehr erreichen wir dann die Hochebene von Aremogna. Hier öffnet sich ein weiter Kessel und wir fühlen uns an die Republik Zubrowka erinnert. Rechter Hand beherrscht das Albergo Paradiso die Szenerie. Es sieht dem Grand Budapest Hotel aus der gleichnamigen Filmkomödie zum verwechseln ähnlich. Spoky, wie die Amerikaner sagen. Je näher wir dem riesigen Kasten kommen, umso gruseliger wird es. Verschlossen und verrammelt der ganze Laden. Der höchste Punkt ist dann kurz hinter dem Hotelklotz erreicht. Nach einer kurzen Rampe können wir bei der Skischule kehrtmachen.
Damit nicht der falsche Eindruck entsteht: Bis auf das Riesenhotel ist auf der Hochebene relativ wenig zugebaut. Wer dem Kasten seinen Rücken zuwendet, erhält einen sehr schönen Eindruck, ruhig ist es sowieso. Also kein Grund unten zu bleiben. Auch die Anreise für diese Variante ist erbaulich. Aus Castel di Sangro kommend führt parallel zur Hauptstraße eine schöne Nebenstraße. Der Preis hierfür ist mehr als günstig, etwa vierhundert Höhenmeter bei milder Steigung.
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Von Droopy – Für die Nordvariante liegt ein Startpunkt in Sulmona auf der Hand. Entweder über Campo di Giove oder Bosco di Sant’Antonio kommend erreichen wir hier den Einstieg ohne erst nach Roccaraso einfahren zu müssen. Eine dritte und die direkte Alternative ist die Hauptstraße SS17 via Rocca Pia. Diese Strecke ist am spektakulärsten. Mehrere Viadukte überspannen das Tal, die Streckenführung ist grandios. Für Radfahrer besteht dazu noch die Möglichkeit, im oberen Teil auf die alte Trasse der Route Napoleon auszuweichen.
Und vor dem finalen Schlussanstieg wartet mit einer fast acht Kilometer langen Geradeausstrecke eine Allee der Depressionen, wie sie schöner nicht sein könnte. Die Durchquerung des Altopiano delle Cinquemiglia, also der Fünf-Meilen-Ebene, ist zwar in Abständen mit einigen Nadelbäumen gesäumt, doch rechts und links davon hat es weder Baum noch Strauch. Im Winter sollen hier sibirische Temperaturen herrschen. Leider ist dieser Weg der mit dem meisten Verkehr, wobei auch hier kein Massenbetrieb herrscht; also kein Abwehrtipp.
Nach dem Abzweig hat man auf der Bergstrecke dann noch einmal wunderbare Blicke auf den zurückgelegten Weg. Zeit und Raum scheinen sich zu lösen, faszinierend. Am Kreisverkehr ist es dann geschafft, die restlichen Höhenmeter sind dann geschenkt.
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