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Brandnertal (1565 m) Schattenlagantstraße

Oberhalb des Ortes Brand ein schöner Blick zurück übers Brandnertal.

Auffahrten

Von Uwe – Wir beginnen unsere Fahrt in Bludenz (588 m), indem wir den grünen Schildern Richtung Brandnertal folgen. Erst einmal wird die Autobahn an der Anschlussstelle Brandnertal gekreuzt. Es beginnt sofort gut zu steigen und wir kommen in einen Wald, wo es mit etlichen Kurven bergauf geht, bis wir den Wald wieder verlassen und nach einer Kehre bald den Ort Bürserberg (895 m) erreichen.
Jetzt wird es wieder flacher, und die Straße führt endgültig ins Brandnertal hinein. Wir haben zwischenzeitlich eine schöne Aussicht ins Talinnere zur Schesaplana (2965 m) mit ihren drei Gipfeln und dem dazwischen liegenden Brandner Gletscher. Auch Richtung Südosten ins Sarotlatal mit der Zimba (2643 m) sehen wir kurz einmal.
Auf den nächsten ca. 6,5 km geht es nur wenig bergauf, Tschapina (924 m) und der langgestreckte Ort Brand (1037 m) folgen. Wir durchfahren einen kurzen, beleuchteten und somit unkritischen Tunnel und eine kurze Lawinengalerie. In Brand gibt es kurz nach einem Sportgeschäft auf der rechten Seite einen Brunnen mit der Aufschrift „Trinkwasser“, also eine gute Gelegenheit, die Flaschen zu füllen.
Dann endet die Landesstraße am Ortsende von Brand (ca. 1090 m), und die private, mautfreie Schattenlagantstraße beginnt, eine Straße der Vorarlberger Illwerke AG. Es geht jetzt auf ca. 5 km noch knapp 500 Höhenmeter bergauf. Die Straße ist in sehr gutem Zustand, aber teilweise schmal und steil (kurzzeitig bis 15 %). Morgens, mittags und am frühen Abend hat es hier etwas stärkeren Autoverkehr, wenn die Touristen die Seilbahn erreichen möchten. Wir waren aber vormittags dort und konnten die Fahrt fast autofrei erleben.
Dieser Streckenabschnitt führt wunderschön durch lichten Bergwald, immer wieder mit schattigen Passagen und Stellen mit guter Aussicht auf die Berge und ins Tal. Uns erinnert die Landschaft und die Vegetation sehr an die Albulastraße in der Schweiz zwischen Bergün und Palpuognasee, nur ohne Eisenbahnlinie. Deshalb haben diese letzten 5 km nach unserer Meinung auch 4 Sterne verdient.
Kurz vor dem Ziel kommen wir an der Schattenlagant-Hütte (1483 m) vorbei, und bald erreichen wir den Großparkplatz der Lünersee-Seilbahn (1565 m). Vor uns baut sich eine steile Felswand auf, auf der oben noch die Krone der Staumauer des Lünersees (1970 m) zu sehen ist. Dorthinauf führt die genannte Seilbahn und erschließt ein wunderschönes Wandergebiet, welches auch für anspruchsvolle Tourengeher einiges zu bieten hat. Für uns Rennradfahrer hat dieser Platz nicht viel zu bieten, wir können besser etwas bergab in der Schattenlagant-Hütte (1483 m) (www.schattenlagant.brand.at) eine Pause einlegen.

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Schnellste Zeit
00:53:09 | 27.07.2017
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Mittlere Zeit
01:14:00 | 23.08.2012
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Dolce Vita
01:38:00 | 18.08.2023
Robe
Von Rudix

Als Alternative zu der gesamten Auffahrt von Bludenz bis Brand, die allein schon aufgrund des Verkehrs (insbesondere Motorradverkehrs) überhaupt keinen Spaß macht, empfehle ich die vollständig asphaltierte Nebenauffahrt von Bürs über den Guschaweg, der als Forstraße ausgewiesen und für den allgemeinen Verkehr gesperrt ist. Auf der Obergasse verlässt man das Dorf entlang der Mountainbike-Beschilderung, und außerhalb des Ortes beginnt mit einer Rechts-Links-Kehrenkombination der Anstieg. Dieser weist längere Passagen im zweistelligen Steigungsbereich auf, jedoch (laut Garmin) nie über 16%. Die Strecke liegt größtenteils im Wald, sodass man sie auch bei hohen Temperaturen gut befahren kann. Einige Almabschnitte werten diese Auffahrt auf. Im ersten bietet sich linker Hand ein prächtiger Blick auf die mächtige Zimba (2643 m), kurz darauf sieht man erstmals den zarten Dreiecksgipfel der Schesaplana (2965 m). Nach etwa zwei Dritteln sehen wir auf Augenhöhe auf der anderen Talseite die Hauptstraße und wähnen uns schon knapp vor der Einmündung; prompt kommt eine Gegen-Abfahrt, auf der wir knapp 100 Höhenmeter verlieren. Die Abfahrt ist der einzige Abschnitt, in der der Asphalt etwas gelitten hat (Risse und etwas Splitt, Stand Mai 2024), ansonsten ist der Belag erstklassig. So gelangen wir hinunter bis zum Bett der Alvier, danach werden die restlichen Höhenmeter in Angriff genommen. Das erste Zeichen von Brand ist Abschlag 18 (!) des Brandner Golfplatzes, der spektakulär terrassiert in das Tal hineingebaut wurde. Drei Abschläge weiter führt die asphaltierte Straße über eine Brücke und steil hinauf zur Hauptstraße. Dieser letzte Abschnitt ist der steilste der ganzen Auffahrt. Hier treffen wir auf die Hauptauffahrt, bei deren Kilometer 8,7. Es liegen somit noch 7,4 km und 560 Höhenmeter vor uns. Den unangenehmen, motorradbelasteteten Anfangsabschnitt haben wir gekonnt umfahren!


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