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Bukumirsko Sedlo (Mokro) (1561 m)

P1050742.

Auffahrten

Von Flugrad – Aus dem Tara-Tal kommend biegen wir von der Nebenstraße, die Matesevo im Tara-Tal mit Bloce im Tal der Moraca und damit Podgorica verbindet, im zur Streusiedlung Verusa gehörenden Weiler Suvo Polje nach links ab, d. h. wir folgen weiter dem Tal der Verusa. Der gleichnamige Ort Verusa ist hier beschildert, ansonsten muss man sich nun mit hölzernen Wegweisern begnügen.
Unser Sträßchen ist zwar einspurig, aber von landesüblicher Asphaltqualität, sprich, wie schon bisher, muss man auf kleinere und manchmal größere Löcher im Asphalt achten. Noch gibt es auch kaum Steigungen zu verzeichnen. Wir passieren Ferienhäuschen und linker Hand einige kleinere landwirtschaftliche Anwesen, immer die 2000er des Komovi-Gebirges im Blick, dessen Ausläufer das Verusa- vom albanischen Zipfel des Vermosh-Tales trennen.
Nach knapp 3 km geht es endlich spürbar bergauf, leider verschlechtert sich auch die Asphaltqualität, bis dieser ausgerechnet bei Kilometer 3,9 an der ersten Steilrampe von schwierigem Grobschotter abgelöst wird. Wenn man jetzt nicht weiß oder ahnt, was man versäumt, liegt es nahe, umzukehren. Sollte man aber nicht, zur Not die nur kurze Rampe schiebend überwinden. Danach wird der Belag wieder etwas besser, sogar kurze Stücke mit Asphaltresten gibt es.
Wir arbeiten uns aus dem Verusa-Tal heraus, weiterhin begleitet von kleinen Häusern, die mal als Feriendomizil, mal als Kleinlandwirtschaft dienen. Eine solche umrunden wir bei Kilometer 6 mittels zweier Kehren, zunächst voller Hoffnung auf Asphalt, dann ab der zweiten Kehre im Wald wieder auf felsigem Untergrund. Hier muss man zur Not noch einmal für drei- bis vierhundert Meter schieben.
Dann öffnet sich bei Kilometer 6,9 das wunderschöne Hoch- und Trogtal von Mokro, wieder so ein Weiler mit wenigen verstreut liegenden Gehöften. Hier, beim Verlassen des Waldes, müssen wir auch aufpassen: Der Weg gabelt sich, Wegweiser gibt es keine. Der rechte, leicht bergan führende Weg ist der richtige. Ein unglaublich schönes Hochgebirgspanorama lenkt uns auf dem letzten Kilometer von der bescheidenen Beschaffenheit dieses Schotterweges ab
Dann, kurz vor einer Haarnadelkehre nach rechts, winkt die Belohnung: Feinster Belag, schönstes Panorama, von Süden bis hierher haben es die Asphaltkolonnen geschafft. Bleibt zu hoffen, dass sie sich bald auch die letzte Lücke vornehmen. Wir genießen die finale Rampe aus dem Hochtal heraus bis zur Passhöhe kurz nach Überqueren des Kammes, der das Hochtal von Mokro vom Talkessel mit dem Bergsee Bukumirsko jezero trennt. Mit was für einem unglaublichen Gebirgspanorama wir da überrascht werden, kann man nicht beschreiben. Die Bilder sprechen für sich.

Für die Weiterfahrt in Richtung Podgorica ist es allerdings gut zu wissen, dass auf den ersten 10 km durch eine unglaublich schöne und einsame Hochgebirgslandschaft neben Abfahrten auch etliche brutale, wenn auch kurze Steilstücke auf uns warten. 

Vollständig asphaltiert hätte diese Auffahrt nur zwei bis drei Härtesterne verdient, das 3 km-Schotter-Mischbelagsstück jedoch rechtfertigt nach Ansicht des Autors auch die vier Härtesterne.
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Von Flugrad – Von der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica her kommend zweigt kurz vor Orahovo nach links unser kleines Sträßchen ab. Auf den ersten 11 km passieren wir die kleinen Dörfer Bezjovo, Gornja-Krzanja und das bereits auf über 1200 m Höhe gelegene Gornje Stravce. Der Straßenbelag ist für hiesige Verhältnisse sehr gut, das Profil unrhythmisch.
Ab Gornje Stravce beginnt die Einsamkeit. Zunächst steigt das nun nur noch knapp einspurige Sträßchen auf 5 km bis zum Erreichen einer Karst-Hochfläche auf ca. 1500 m am Rande des Zijovo-Gebirgszuges. Diese Hochfläche (die Bezeichnung Ebene verbietet sich angesichts der z. T. heftigen Steilrampen) wird weidewirtschaftlich genutzt, Ziegenherden, Ställe, aber auch Kartoffelanbau in Dolinen findet hier statt. Am Schluss durchqueren wir den Talkessel mit dem Bukumirsko jezero und haben noch eine gut einen Kilometer lange heftige finale Rampe zu bewältigen.

Der Autor hat diese Auffahrt als Abfahrt befahren. Vielleicht gibt es von einem quäldich-Mitglied irgendwann auch noch eine detailliertere Beschreibung. Da wohl alle Radler bei Befahrung als Auffahrt bereits mehr als 700 Höhenmeter und 20 Kilometer von Podgorica her in den Beinen haben, sind die fünf Härtesterne durchaus gerechtfertigt.
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