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Campo dei Fiori (1226 m) Punta Paradiso, Osservatorio astronomico S.V. Schiaparelli

Am Südhang des Campo Dei Fiori

Auffahrten

Von Lothar63 – Die eigentliche Auffahrt zum Campo dei Fiori beginnt in San Ambrogio, einem nördlichen Stadtteil Vareses, auf der Via Vergilio an der Abzweigung der Via Benvenuto Cellini. Diese Straße ist unschwer zu finden und kann auf mehrere Arten erreicht werden.

Anfahrt von Süden aus Varese
Aus Süden von der Innenstadt kommend folgt man der Ausschilderung in Richtung Sacro Monte oder Luino bzw. Rasa. Auf dem Weg zum eigentlichen Beginn der Auffahrt werden bereits 110 Hm überwunden. Die Schilder an der Abzweigung in Richtung Sacro Monte und Campo dei Fiori sind dann nicht zu übersehen (0,0 km, 491 m).

Anfahrt von Norden nach San Ambrogio
Wesentlich verkehrsärmer und landschaftlich schöner ist die Annäherung von Norden, mit Start in Luino (207 m) am Lago Maggiore oder in Ponte Tresa (273 m) am Luganer See. Von beiden Orten aus trifft sich die Strecke vorzugsweise in Cunardo. Von dort geht es zunächst kurz in Richtung Ferrera, um nach wenigen Metern bereits wieder links in Richtung Bedero abzubiegen. Wir kämpfen uns die ersten richtig steilen Passagen durch Wiesen- und Waldgelände hinauf zum kleinen Dorf Bedero (522 m).
Von hier aus hat man die ersten schönen Blicke in Richtung Valcuvia und dem Passo di Cuvignone. Nach einer kurzen Abfahrt geht es durch eine schattige Waldpassage weiter in Richtung Brinzio (516 m). Hier bieten sich bei guter Sicht eindrucksvolle Ausblicke in Richtung Monte Rosa im Westen. An der Cappelletta dell’Addolorata am Ortseingang treffen sich die heimischen Radfreunde zu einem Schwätzchen oder um sich mit Gleichgesinnten zu treffen.
Wir hingegen folgen der Via Provinciale nach Rasa (526 m) und überqueren vor dem Ort die Andeutung einer kleinen Passhöhe (559 m). Nach Rasa geht es rasch bergab in Richtung San Ambrogio.

Auffahrt zum Campo dei Fiori
Wir starten an der Einmündung der Abzweigung der Via Benvenuto Cellini (0,0 km, 491 m). Zunächst geht es mäßig steil mit ca. 5 % in einer großen Rechts- und Linkskurve an hohen Hecken vorbei, hinter denen sich schöne Gärten und ansehnliche Häuser verstecken. Wohlhabende Bürgerfamilien haben sich hier während der letzten 100 Jahre ihre Wohnträume verwirklicht, darunter finden sich auch schöne Villen aus der Zeit des Jugendstils.
Nach zwei engeren Kehren wird es plötzlich sehr steil. Kurz vor Beginn des Kreuzwegs läuft die Straße direkt gegen die Höhenlinien und erreicht deutlich zweistellige Werte. Vor der ersten Kapelle biegt sie dann in Fahrtrichtung unvermittelt nach links ab. Nach einer großen Rechtskurve folgt das unangenehmste Teilstück des Anstiegs, eine steile 1,2 km lange Rampe bei 10 bis 12 % Steigung. Besonders bei prallem Sonnenschein kann das sehr unangenehm werden. Weniger unangenehm, aber desillusionierend ist es, wenn einen hier die einheimischen Ciclisti ganz locker abhängen.
Am Kilometer 2,8 bringt die Unterfahrt der Standseilbahn zum Sacro Monte ein wenig Abwechslung, bis drei flachere Kurven die Abzweigung nach Santa Maria del Monte ankündigen. Wir fahren an dieser flachen Einmündung (3,5 km, 776 m) schwungvoll weiter und freuen uns darüber, dass der Touristenverkehr fast vollzählig zum Wallfahrtsort abgebogen ist.
Die nächsten 1,5 km liegen stark der Sonne ausgesetzt am Südhang des Berges. Erst angenehm flach zur Erholung zieht die Straße dann schnell wieder auf die üblichen 7–9 % Steigung an. Eine exponierte Siedlung mit schönen Blicken wird am Kilometer 5,0 erreicht und nach weiteren 0,6 km tauchen wir wieder in den jetzt schattigeren Wald ein. Bei gleichbleibender Steigung zieht die Straße in längeren Geraden und einigen engen Kurven den Berghang hinauf.
Kurz vor dem Gipfel signalisieren drei kurze, mäßig steile Rampen das Ende der Tour. Die letzten Meter werden hinter einer Kettenabsperrung auf einem schmalen, aber gut fahrbaren Weg absolviert. Fast unvermittelt öffnet sich auf einmal der dichte Wald, und wir stehen auf einer wunderbaren Aussichtsplattform, dem Ziel unserer Auffahrt (8,4 km, 1099 m).
Der Blick weitet sich in Richtung Süden, und der Lago di Varese liegt 850 m tiefer vor uns. Nachdem wir die blank polierten Carbonrenner der italienischen Radfreunde ausgiebig betrachtet haben, können wir an einer gefassten Quelle die Wasserflaschen auffüllen.

Bei der Abfahrt ist im oberen, engen Straßenabschnitt Vorsicht geboten. Ein Abstecher auf den Sacro Monte ist im jeden Fall lohnend. Allerdings ist das Begehen des Kopfsteinpflasters in der engen und winkligen Altstadt mit klassischen Rennradschuhen sehr beschwerlich. Auf der Rampe bergab in Richtung Prima Capella kann es ganz schön schnell werden. Die Höchstgeschwindigkeit sollte man hier den Einheimischen überlassen. Unten angekommen geht die Heimfahrt wieder in Richtung Rasa und Brinzio oder ins historische Zentrum. In den engen Gassen und Arkaden der Altstadt wird die gelungene Tour am besten mit einem Spumante oder Capuccino beschlossen.

Weiterfahrt zur Punta Paradiso (von Roli)
Von der Aussichtsplattform ist es nichtmal mehr ein Kilometer bis zum Observatorium, doch der hat es in sich. Hinter dem Gitter geht es gleich steil nach oben und nach wenigen hundert Metern erreicht man die Aussichtsplattform Nord, die wohl schöne Ausblicke bietet, wenn man nicht so wie unser Autor bei Nebel dort ist.
Es folgt eine Kehre, bevor sich die Straße am Berghang nach Westen dreht. Hier wird es immer steiler und bei gut 15 % durchfährt man die letzten beiden Kehren und erreicht das Observatorium. Oben gibt es eine Aussichtsplattform von der es einen traumhaften Blick über den Lago Maggiore zum Monte Rosa geben soll. Unserem Autor war dieser wegen dichtem Nebel am Karsamstag 2012 jedoch verwehrt.
11 Befahrungen Befahrung eintragen
Schnellste Zeit
00:35:40 | 17.08.2014
Lothar63
Mittlere Zeit
00:39:10 | 09.10.2020
breis89
Dolce Vita
00:44:15 | 06.04.2017
Vollhorst
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